DFB-Pokal Fürth schmeißt Hoffenheim raus, Gladbach siegt in Berlin

DPA

2. Teil: Gladbach siegt in Berlin


Borussia Mönchengladbach steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Das Team von Trainer Lucien Favre gewann bei Ligakonkurrent Hertha BSC dank Toren von Filip Daems (101. Minute, Elfmeter) und Oscar Wendt (120.+2) 2:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. "Wir wussten, dass es heute extrem schwer wird. Wir haben nicht so gut gespielt, Hertha war extrem gefährlich, aber der Sieg war nicht unverdient", sagte Favre nach dem Spiel.

Für hitzige Diskussionen sorgte die Szene vor dem ersten Tor: Hertha-Verteidiger Roman Hubnik hatte Gladbachs Stürmer Igor de Camargo im Strafraum nach Meinung von Schiedsrichter Felix Brych eine Kopfnuss verpasst, der Belgier ließ sich fallen. Hubnik sah für die Aktion die Rote Karte und Daems, der noch nie einen Pflichtspiel-Elfmeter für Gladbach verschossen hat, verwandelte sicher.

Die Szene erinnerte an eine strittige Situation, die beim letztjährigen Auftritt Gladbachs beim FC St. Pauli stattfand und an der de Camargo ebenfalls beteiligt war - allerdings als Leidtragender. Damals standen sich der Borusse und St. Pauli-Profi Matthias Lehmann gegenüber, der Hamburger ging zu Boden - und de Camargo sah die Rote Karte.

Skibbe kritisiert Schiedsrichter Brych

Hertha-Coach Michael Skibbe zeigte sich nach der Partie empört: "Was der Schiedsrichter in der Verlängerung gepfiffen hat, war die Krönung. Hier waren 50.000 Mann im Stadion, keiner hat das gesehen. Herr Brych ist der einzige Mensch in Deutschland, der da Elfmeter pfeifen würde", sagte Skibbe zu der Aktion.

Vor knapp 48.000 Zuschauern hatten die Gladbacher zunächst nicht viel von den guten Leistungen der vergangenen Wochen gezeigt. Marco Reus und Co. brachten in der Anfangsphase nur wenig zustande. Stattdessen hatte Hertha-Angreifer Raffael die erste große Chance, doch sein Schuss aus halblinker Position ging nur ans Außennetz (30.). Pierre-Michel Lasogga scheiterte kurz darauf freistehend am glänzend reagierenden Marc-André ter Stegen (37.).

Nach der Pause hatte Hertha erneut mehr vom Spiel und nach gut einer Stunde auch die bis dato beste Chance. Ein Schuss von Peter Niemeyer klatschte an den Pfosten, ter Stegen wäre geschlagen gewesen. Beim Kopfball von Felix Bastians hatte der Torhüter dann allerdings keine Probleme (71.).

Den Gladbacher Siegtreffer hatte der eingewechselte de Camargo 13 Minuten vor Schluss auf dem Fuß, doch der Belgier legte sich den Ball zu weit vor. In der Verlängerung übernahmen zunächst die Gäste die Initiative. Bei der Hertha erhöhte sich die Fehlerquote. Die größte Chance zum Ausgleich vergab der eingewechselte Adrian Ramos, der aus 14 Metern deutlich über das Tor schoss (119.). In der Nachspielzeit der Verlängerung machte Wendt dann alles klar.

Hertha BSC Berlin - Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:0)
0:1 Daems (101., Foulelfmeter)
0:2 Wendt (120.+2)
Berlin: Kraft - Morales, Hubnik, Mijatovic, Kobiaschwilli (80. Ronny) - Ottl (106. Ramos), Niemeyer - Ebert, Lustenberger (60. Bastians), Raffael - Lasogga
Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann (70. de Camargo), Arango - Hanke, Reus (115. Marx)
Schiedsrichter: Felix Brych
Zuschauer: 47.465
Gelbe Karten: Ebert - Dante, de Camargo
Rote Karten: Hubnik nach einer Tätlichkeit (100.)

bka/dpa/sid

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