DFB-Pokal Hertha noch einen Sieg von Berlin entfernt

Zweitligist Heidenheim ging im Viertelfinale gegen Hertha BSC in Führung, dann drehten die Berliner das Spiel und dominierten. Ein Foulelfmeter sorgte aber noch für eine spannende Schlussphase.

DPA

Hertha BSC hat die Chance gewahrt, im eigenen Stadion den DFB-Pokal zu gewinnen. Im Viertelfinale gewannen die Berliner 3:2 (2:1) beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim.

Heidenheim ließ sich den Klassenunterschied vor allem zu Beginn nicht anmerken. Der Tabellenachte der zweiten Liga begann selbstbewusst und setzte Hertha früh unter Druck. Erst 13 Sekunden waren gespielt, als ein Befreiungsschlag von Berlins Torhüter Rune Jarstein geblockt wurde, eine Chance entstand daraus aber noch nicht.

Die erspielte sich Heidenheim nach neun Minuten. Gegen Bard Finne parierte Herthas Torhüter Rune Jarstein noch gut, bei der darauffolgenden Ecke ermöglichte sein zögerliches Verhalten es jedoch Arne Feick, den Ball vor dem Keeper zu erwischen und ins Tor zu drücken (10. Minute).

Hertha hatte bis dahin zwar im Mittelfeld dominiert, aber noch keine Chance gehabt. Die erste Gelegenheit nutzte Vedad Ibisevic dann gleich zum Ausgleich: Heidenheim ließ Vladimir Darida auf dem rechten Flügel flanken, im Strafraum verlängerte Mitchell Weiser per Kopf und Ibisevic behielt am zweiten Pfosten die Übersicht (14.).

Ibisevic und Haraguchi erhöhen auf 3:1

Weil es so gut geklappt hatte, probierte die Hertha es sieben Minuten später mit dem gleichen Rezept nochmal. Flanke Weiser, Ibisevic diesmal per Volley - 2:1. Nach einer halben Stunde probierte es Weiser dann mit einem flachen Zuspiel zu Ibisevic, diesmal klappte es aber nicht so gut: Der Schuss des Stürmers flog über das Tor.

Hertha kontrollierte das Spiel anschließend sehr souverän - bis zur letzten Sekunde der ersten Hälfte. Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer schoss einen Freistoß aus 18 Metern Entfernung zwar an der Hertha-Mauer, aber auch knapp am Tor vorbei.

Die Vorentscheidung gelang dann Genki Haraguchi. Der Japaner kam 25 Meter vor dem Tor an den Ball, ließ im Strafraum zwei Gegner aussteigen und traf flach ins rechte Eck zum 3:1 (58.).

Als schon alles nach einem ungefährdeten Sieg der Berliner aussah, sorgte Weiser doch noch für eine spannende Schlussphase. Der ehemalige Bayern-Spieler foulte Sebastian Griesbeck, Schiedsrichter Deniz Aytekin gab Elfmeter, Schnatterer verwandelte zum 2:3 (82.). Heidenheim ging daraufhin nochmal volles Risiko, konnte sich gegen die starke Hertha-Abwehr jedoch keine guten Chancen mehr erspielen.

luk



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