DFB-Pokal Turbine Potsdam entthront Prinz und Co.

Fünfmal in Serie hatten die Fußballfrauen des 1. FFC Frankfurt das Endspiel um den DFB-Pokal gewonnen. Turbine Potsdam stoppte die Rekordserie des Favoriten durch einen klaren Sieg.


Berlin - Die Fußball-Frauen des Final-Debütanten FFC Turbine Potsdam gewannen zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DFB-Vereinspokal. Die Außenseiterinnen entthronten durch einen ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg im Endspiel in Berlin Rekord-Pokalsieger 1. FFC Frankfurt, der nach fünf Erfolgen in Serie erstmals ein Endspiel im Olympiastadion verlor. "Das bedeutet mir alles, das ist Emotion pur. Wir haben so lange an diesem ersten Titel gearbeitet", sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder nach dem Abpfiff.

Conny Pohlers (23.), Jennifer Zietz (50.) und Anja Mittag (55.) sorgten für ein Debakel des fünfmaligen Pokal-Gewinners aus Hessen. Nach dem überschäumenden Jubel auf dem Rasen durften die Potsdamerinnen im Anschluss an die Partie, die in der Schlussphase rund 30.000 Zuschauer miterlebten, ihren ersten Pokal seit der deutschen Vereinigung in Empfang nehmen.

Für die kraftlos wirkenden Frankfurterinnen endete damit vorzeitig der Traum vom erneuten Triple. Schon am kommenden Mittwoch gilt es für den deutschen Meister, im Rückspiel gegen die Schwedinnen aus Umea eine 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel noch zu drehen, um zum zweiten Mal in das Uefa-Cup-Finale einzuziehen. Am 13. Juni empfangen Birgit Prinz und Co. erneut Turbine Potsdam zum wohl entscheidenden Match um die Deutsche Meisterschaft.

FFC Turbine Potsdam - 1. FFC Frankfurt 3:0 (1:0)
1:0 Pohlers (27.)
2:0 Zietz (50.)
3:0 Mittag (55.)
Potsdam: Angerer - Kuznik, Becher, Augustinyak (88. Brendel) - Zietz, Hingst, Omilade - Odebrecht - Mittag, Pohlers (88. Liepack), Wimbersky (76. Makowska)
Frankfurt: Wissink - Kliehm, Zerbe, Minnert, Wunderlich - Weichelt (46. Albertz), Hansen, Affeld (69. Wilmes) - Jones, Wunderlich - Prinz
Schiedsrichterin: Schumacher (Oberhausen)
Zuschauer: 30.000
Gelbe Karten: Omilade - Kliehm
Bes. Vorkommnis: Wissink hält Foulelfmeter von Wimbersky (24.)



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