DFB-Pokal Drittligist Osnabrück blamiert den HSV

Überraschungen in der ersten DFB-Pokalrunde: Der VfL Osnabrück hat sich in Unterzahl gegen den Bundesligisten Hamburger SV durchgesetzt. Ein Zweitligist flog gegen einen Amateurklub raus.

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Nach zwei Tagen ohne Überraschungen hat der VfL Osnabrück für die erste Sensation im DFB-Pokal gesorgt. Der Drittligist setzte sich vor heimischem Publikum souverän 3:1 (1:0) gegen den Hamburger SV durch. Besonders bemerkenswert: Der noch sieglose Tabellenvorletzte der Dritten Liga hatte seit einer Roten Karte gegen Marcel Appiah in der 19. Minute in Unterzahl gespielt.

Der Bundesligist aus Hamburg hatte in der ersten Hälfte zwar deutlich mehr Ballbesitz, allerdings fehlten klare Torchancen. Kurz vor der Halbzeit brachte Halil Savran Osnabrück nach schöner Vorarbeit von Nazim Sangaré in Führung (39. Minute). Nach Wiederbeginn erhöhten Marc Heider (61.) und Ahmet Arslan (71.) zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung. Dem HSV gelang nur noch der Anschlusstreffer: Bobby Wood traf per Handelfmeter zum Endstand (73.).

Nur kurz durfte der Bonner SC im Duell gegen Hannover 96 auf einen Pokal-Coup hoffen. Der Viertligist belohnte sich mit dem 1:0 durch Angreifer Lars Lokotsch (20.). In der Folge erspielte sich Hannover allerdings ein Übergewicht, Niclas Füllkrugs Ausgleich war daher folgerichtig (34.). Nach einer ansehnlichen Passstafette drehte Martin Harnik die Partie endgültig und markierte die verdiente Führung (61.). Füllkrug mit seinem zweiten Treffer erzielte das 3:1 (74.) gegen ein Bonner Team, dem mit zunehmender Spieldauer die Kräfte ausgingen. Ein toller Hackentreffer von Nico Perrey (83.) war nicht mehr als Ergebniskosmetik für den SC. Kenan Karaman (90.), Sebastian Maier mit einem präzisen Freistoß (90.+2) und Harnik zum Zweiten schossen spät Hannovers 6:2-Sieg heraus.

Wolfsburg gewinnt mit viel Mühe

RB Leipzig hatte beim 5:0 (1:0)-Erfolg zum Pokalauftakt keinerlei Probleme mit den Sportfreunden Dorfmerkingen. Marcel Sabitzer brachte den Vizemeister der Bundesliga bereits früh in Führung, (4.). Wegen eines verschossenen Foulelfmeters von Timo Werner (25.) erhöhte der Favorit erst kurz nach der Halbzeit auf 2:0, wieder war der österreichische Nationalspieler Sabitzer der Torschütze (47.). Anschließend traf Werner aus dem Spiel heraus (56.), ehe Poulsen vom Elfmeterpunkt (59.) und Naby Keïta von der Strafraumgrenze (65.) das Ergebnis in eine standesgemäße Höhe schraubten.

Bedeutend mehr Mühe hatte der VfL Wolfsburg bei seinem Gastspiel gegen Eintracht Norderstedt. Dass sich der Pokalsieger von 2015 nach einer torlosen ersten Hälfte gegen den Regionalligisten am Ende doch 1:0 durchsetzte, hatte der Bundesligavertreter einer Standardsituation zu verdanken: Zugang Ignacio Camacho köpfte einen Eckball von Yunus Malli ins Tor (60.). Zuvor waren Jakub Blaszczykowski (19.) und Norderstedts Philipp Koch (56.) mit Versuchen aus der Distanz am Aluminium gescheitert.

Im bayerischen Duell zwischen 1860 München und dem FC Ingolstadt hatte der Bundesliga-Absteiger das bessere Ende für sich. Zwar spielten die Schanzer überlegen, doch ließen sie immer wieder Effektivität vermissen. Zudem half Löwen-Keeper Alexander Strobl unfreiwillig mit: Beim Führungstreffer von Dario Lezcano kam der 24 Jahre alte Schlussmann übereifrig aus seinem Tor heraus (20.). Nachdem Felix Weber den überraschenden Ausgleich erzielt hatte (66.), verwandelte Stefan Kutschke einen von Strobl verschuldeten Foulelfmeter zum 2:1-Endstand (83.).

Ausgeschieden ist hingegen Zweitligist SV Sandhausen. Der Tabellenzehnte der vergangenen Saison verlor bei Regionalligist 1. FC Schweinfurt 1:2. Lucas Höler brachte Sandhausen zwar in Führung (11.), doch Marius Willsch (53.) und Steffen Krautschneider (62.) drehten die Partie zugunsten des Außenseiters.

Weitere Favoritensiege gab es bei Spielen ohne Erstligabeteiligung: Der VfL Bochum gewann 5:2 (2:0) beim FC Nöttingen, Greuther Fürth setzte sich 5:0 (2:0) beim SV Morlautern durch. Union Berlin setzte sich in einer umkämpften Partie gegen Regionalligist 1. FC Saarbrücken 2:1 nach Verlängerung durch. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 (1:1) gestanden, Simon Hedlund erzielte in der 101. Minute den Siegtreffer für das Team von Trainer Jens Keller.

mru/lst

insgesamt 41 Beiträge
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alaba27 13.08.2017
1. Der HSV
ist und bleibt ein Trümmerhaufen. Aber wahrscheinlich finden sich wieder zwei Vereine, die absteigen und man rettet sich wieder. Viel Spaß in der neuen Saison !
apfeldroid 13.08.2017
2. Krass
Das liest sich wie ein Facepalm im Text!!!
plasmopompas 13.08.2017
3.
War nicht gestern erst eine Kolume im Spon "Warum der DFB-Pokal seinen Reiz verliert"? Ich gönne es jedenfalls den "Kleinen" wenn es gelingt einem "Großen" ein Bein zu stellen.
iunixes 13.08.2017
4. Nur der HSV
Nur der HSV ... schananana! Nur der HSV ... schanananana!
woelfel85 13.08.2017
5. Peinlicher loser Verein pfeiffen
Ich bin ja leider seid Jahren HSV Fan aber das was sie die letzten jahre abliefern macht nur noch wütend. So ein Flaschen Verein loser nichts Könner was machen die den ganzen Tag? Überbezahlter kackhaufen. Schlecht Steigt endlich ab
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