Sieg in Offenbach Wolfsburg zieht glanzlos ins Halbfinale ein  

Klassenunterschied? Nicht doch. Eine Halbzeit lang arbeitete sich der VfL Wolfsburg an den Kickers Offenbach ab - dann schaffte der Favorit den Pflichtsieg beim Drittligisten. Im Pokal-Halbfinale hat der Bundesligist nun die Chance, eine völlig verkorkste Saison zu retten.

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Hamburg - In der Liga läuft es so gar nicht, im DFB-Pokal dafür umso besser: Der VfL Wolfsburg hat den Sprung ins Halbfinale geschafft. Der Tabellen-15. der Bundesliga besiegte den Drittligisten Kickers Offenbach am Dienstagabend 2:1 (0:0). Die Treffer erzielten Ivica Olic in der 49. Minute und Bas Dost (71.). Offenbachs Marcel Stadel gelang in der 81. Minute nur noch der Anschlusstreffer.

Offenbach, das in den vergangenen Runden mit Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf drei höherklassige Teams aus dem Wettbewerb geworfen hatte, begann stark. Zwölf Sekunden nach dem Anpfiff tauchte OFC-Torjäger Mathias Fetsch frei vor Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio auf, schoss aus 14 Metern aber über das Tor.

Ein Klassenunterschied war in der Anfangsphase kaum auszumachen. Zwar bemühten sich die Gäste, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen - gegen die dicht gestaffelte Abwehr des Drittligisten gelang jedoch wenig. Nach zehn Minuten sorgte ein langer Pass von Abwehrspieler Naldo erstmals für ein wenig Gefahr vor dem OFC-Tor von Robert Wulnikowski, Marc Stein war aber zur Stelle und klärte. Fast im direkten Gegenzug scheiterte Julius Reinhardt (11.).

Olic und Dost sorgen für Erleichterung

Dessen Trainer Rico Schmitt, erst seit knapp zwei Wochen im Amt, hatte versprochen, dass sich die Gäste für den Halbfinaleinzug "strecken müssen". Seine Mannschaft setzte das zunächst glänzend um. Dennoch steigerte sich der VfL. Vieirinha verstolperte nach 30. Minuten aber die Führung. Auf der Gegenseite parierte Benaglio gegen Matthias Schwarz (43.).

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel gelang Ivica Olic die Führung: Der Kroate köpfte eine Hereingabe von Hasebe an Offenbachs Torwart Wulnikowski vorbei zum 1:0 ins Tor. Der Außenseiter gab sich noch nicht auf. Nach einem tollen Spielzug über die rechte Seite verfehlte Nicolas Feldhahn das Wolfsburger Tor nur knapp (63.).

Kurz darauf erhöhte der Bundesligist. Schäfers Flanke von links erwischte Dost noch mit der Fußspitze: 2:0 (71.). Entschieden war die Partie damit allerdings nicht. Offenbachs Stadel nutzte nach einem Freistoß einen Stellungsfehler in der VfL-Defensive und erzielte aus rund acht Metern das 1:2 (81.). Es war die letzte gefährliche Aktion vor dem Gäste-Tor, ein weiteres Offenbacher-Pokalmärchen gab es nicht.

Kickers Offenbach - VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)
0:1 Olic (50.)
0:2 Dost (71.)
1:2 Stadel (81.)
Offenbach: Wulnikowski - Ahlschwede, Kleineheismann, Stadel, Stein - Mehic (64. Bäcker) - Matthias Schwarz (79. Avdic), Feldhahn, Fetsch, Reinhardt - Rathgeber (64. Vogler)
Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Naldo, Madlung, Marcel Schäfer - Polak, Josue (87. Kjaer) - Vieirinha (90.+1 Träsch), Diego, Olic (76. Rodriguez) - Dost
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Zuschauer: 18.700

chp/dpa/sid



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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
19borussia09 27.02.2013
1. Schade OFC...
...da war viel mehr drin gegen schwache Wolfsburger. Man hätte in der ersten Halbzeit nicht so viel Respekt haben dürfen. In der zweiten Halbzeit mehr Risiko, gegen eine nicht sichere Defensive der Wölfe. Dann auf ein neues in der nächsten DFB-Pokalrunde 2013/14. Forever OFC
19borussia09 27.02.2013
2. Schade OFC...
...da war viel mehr drin gegen schwache Wolfsburger. Man hätte in der ersten Halbzeit nicht so viel Respekt haben dürfen. In der zweiten Halbzeit mehr Risiko, gegen eine nicht sichere Defensive der Wölfe. Dann auf ein neues in der nächsten DFB-Pokalrunde 2013/14. Forever OFC
allereber 27.02.2013
3. Traditionsverein Wolfsburg
Es gibt nur eine Neiddepatte in Deutschland VW und der VFL Wolfsburg. Durch VW werden viele Profimannschaften unterstützt. Schalke die Bayern,Bremen,und und und so weiter. Viele Vereine wären sonst schon pleite. Sogar der DFB Pokal. wird gesponsert.
Redigel 27.02.2013
4. Dr.
Zitat von allereberEs gibt nur eine Neiddepatte in Deutschland VW und der VFL Wolfsburg. Durch VW werden viele Profimannschaften unterstützt. Schalke die Bayern,Bremen,und und und so weiter. Viele Vereine wären sonst schon pleite. Sogar der DFB Pokal. wird gesponsert.
Sie hätten auch einfach beim gestrigen Spiel bleiben können. Denn auch Offenbach hatte das VW Emblem am Arm. Gegenüber VW hat im übrigen kein Mensch Neid, abgesehen von Opelmanagern... Gleiches gilt für Wolfsburg. Auf deren sportlichen Erfolg hat nicht ein einziger Verein Neid, da gibts einfach nichts zu beneiden. Gleiches gilt für den Fan bezogen auf die Fankultur. Ihre Neiddebatte ist eine Phantomdebatte, die sich ausschliesslich in Ihrem Kopf abspielt.
EinzHeinz 27.02.2013
5. Ich war beim OFC...
...und es war so schee. Bombenstimmung, super Preise, schönes Stadion. Schade Offenbach da war mehr drin. Meiner Meinung nach lagen die bessere Chancen auf Seiten des OFC. E
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