Sensation im DFB-Pokal Viertligist Ulm wirft Pokalsieger Frankfurt raus

Eine Bruchlandung, nur drei Monate nach dem Triumph: Titelverteidiger Frankfurt ist in der ersten Runde des DFB-Pokals an Regionalligist Ulm gescheitert. Das hat es seit 22 Jahren nicht mehr gegeben.

Torschütze Steffen Kienle (Mitte)
DPA

Torschütze Steffen Kienle (Mitte)


Vor fast genau drei Monaten hatten die Frankfurter noch den Pokal in den Berliner Himmel gereckt, doch nun erlebte der Klub eine Blamage. Die Eintracht scheiterte in der ersten Runde des DFB-Pokals an Regionalligist SSV Ulm - der Außenseiter gewann 2:1 (0:0).

Frankfurt ist der erste Pokalsieger seit 22 Jahren, der in der folgenden Saison in der ersten Runde ausscheidet. Der 1. FC Kaiserslautern war 1996 als letzter Cup-Verteidiger in der ersten Partie gescheitert. In diesen Klub schafften es auch Werder Bremen (1994), Kickers Offenbach (1979) und der Hamburger SV (1963).

Bereits in der ersten Hälfte hatte der Regionalligist die besseren Chancen, in der 48. Minute gelang Ulm dann tatsächlich durch Steffen Kienle die Führung. Vitalij Lux erhöhte (75.) und machte die Sensation perfekt.

Den Frankfurtern gelang durch Goncalo Pacienca nur noch der Anschlusstreffer (90.). Zuvor hatte die Eintracht einige Großchancen, Luka Jovic und Lucas Torro trafen nur den Pfosten. Zweimal lag der Ball sogar im Ulmer Tor - doch Jovic und Sebastien Haller standen nach Ansicht des Schiedsrichters im Abseits.

Für die Eintracht ist es bereits der zweite Rückschlag in dieser Saison. Im Supercup hatten die Frankfurter eine herbe 0:5-Pleite gegen die Bayern eingefahren. Gegen die Münchner hatte die Eintracht das Finale des DFB-Pokals im Mai 3:1 gewonnen.

SSV Ulm 1846 Fußball - Eintracht Frankfurt 2:1 (0:0)
1:0 Kienle (48.)
2:0 Lux (75.), 2:1 Paciencia (90.)
Ulm: Ortag - Stoll, Krebs, Schindele, Reichert - Campagna, Gutjahr - Morina (63. Schmidts), Nierichlo - Kienle (82. Hoffmann), Lux (79. Braig)
Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hasebe, Salcedo (78. Nicolai Müller) - da Costa, Torro (83. Paciencia), de Guzman, Willems (70. Blum) - Jovic, Haller, Gacinovic
Schiedsrichter: Timo Gerach
Zuschauer: 18.500 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Campagna, Stoll - Salcedo, Hasebe, Paciencia, Gacinovic

bka/sid/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Fuxx2000 18.08.2018
1. Normal
Die haben sich zwei Jahre durchgemogelt, Runde für Runde. War klar, dass sie irgendwann auch mal wieder ein normales Ergebnis einfahren.
Papazaca 18.08.2018
2. Hoffentlich ist es nicht so schlimm wie es scheint ...
Ich bin wirklich kein Fan der Eintracht, habe mich aber über Ihre kleine Renaissance mit Kovac gefreut. Als der dann zu den Bayern ging, schwante mir nichts gutes. Das wurde nicht besser, als noch wichtige Spieler die Eintracht verließen. Um es kurz zu machen: Ich wünsche der Eintracht alles Gute und hoffe, das sie sich berappelt.
der_dr_Nickel 18.08.2018
3. Boah, war das schlecht...
...gespielt von den Adlerträger. Wenn ich die Hybris bzgl. meines Vereins besitzen würde, wie die hier allseits bekannte Foren-Koryphäe, würde ich natürlich sagen es war clever der Dreifachbelastung schon zu Beginn aus dem Weg zu gehen; und wenn das erste Tor nicht zu unrecht wegen Abseitsstellung aberkannt worden wäre; ja dann... bleibe aber dabei. Das war ein ganz, ganz schlechter Auftritt und der Sieg der Ulmer ist völlig verdient und ihrem Willen geschuldet. Dem SC misst ja wohl keiner eine Bedeutung zu (allerdings ist ein 0:5 auch schon heftig), aber das Aus in der 1. Runde gegen einen RL-Ligisten lässt mich nicht gerade freudig zurück. @(Fanbase) SSV 1846: gut gespielt.
Hyacinth 18.08.2018
4. Also?
Unverdient den Pokal gewonnen - á la "blindes Huhn...". Freut mich dennoch für die Eintracht, weil ich die arroganten Bayern nicht mag :)
Sangit raju 18.08.2018
5. Na, ...
... dann wird das wohl auf die schnellste Trainerentlassung seit Bestehen der BL hinaus laufen...???
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