DFB-Pokal Wolfsburg bezwingt Schalke, Stuttgart schwächelt

Krimi in Wolfsburg: Erst im Elfmeterschießen setzte sich der VfL gegen den FC Schalke durch. Hamburg und Stuttgart siegten bei Amateuren - der VfB macht sich dabei jedoch selbst das Leben schwer. Bielefeld scheiterte bei einem Zweitligisten.


Hamburg - Die Bundesligisten VfB Stuttgart, Hamburger SV und VfL Wolfsburg sowie Zweitligist Carl Zeiss Jena haben das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der deutsche Meister gewann dank eines Hattricks von Nationalstürmer Mario Gomez 3:2 (3:0) bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Der Hamburger SV setzte sich ebenfalls ungefährdet mit 3:0 (1:0) beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen durch, Bielefeld verlor nach Verlängerung 1:2 (1:1, 0:1) beim Zweitliga-Vorletzten aus Jena.

Schalker Rafinha (li.) gegen Marcelinho: 120 Minuten Kampf
Getty Images

Schalker Rafinha (li.) gegen Marcelinho: 120 Minuten Kampf

Dank Torwart Diego Benaglio hat Wolfsburg das Viertelfinale erreicht. Der Schweizer Zugang parierte im Bundesliga-Duell gegen Schalke 04 im Elfmeterschießen den Schuss von Mladen Krstajic. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:1) gestanden. Sergej Karimov hatte mit seinem Last-Minute-Tor in der regulären Spielzeit die Verlängerung erzwungen und setzte im Elfmeterschießen auch den entscheidenden Treffer zum 5:3. Zuvor durften die Schalker lange auf einen Sieg hoffen, Stürmer Peter Lövenkrands hatte das Team von Trainer Mirko Slomka in der 27. Minute in Führung gebracht. Es wäre der erste Viertelfinal-Einzug seit drei Jahren gewesen.

"Der Gegner war sicher cleverer als wir, dafür haben wir mit mehr Herz gespielt und uns noch einmal zurückgekämpft. Am Ende war der Einzug in die nächste Runde für uns sicher nicht unverdient", analysierte VfL-Coach Felix Magath. Sein Gegenüber Mirko Slomka war natürlich enttäuscht: "Es sah lange Zeit nicht so aus, als würde Wolfsburg zurückkommen. In der zweiten Halbzeit haben wir verpasst, unsere Konterchancen für ein zweites Tor zu nutzen."

Vor etwa 25.800 Zuschauern in der VW-Arena waren die Gastgeber lange Zeit überlegen. Allerdings machten die Wolfsburger zu wenig aus ihren Möglichkeiten und vergaben in der Anfangsphase mehrere gute Chancen.

Die Schalker benötigten dabei fast eine halbe Stunde, um sich auf das schnelle Kombinationsspiel der "Wölfe" einzustellen. Nachdem Wolfsburgs Kapitän Marcelinho mit einem fulminanten Distanzschuss knapp scheiterte, zeigten die Schalker wie man es besser macht: Im rechten Wolfsburger Strafraum setzte sich Halil Altintop gegen zwei Gegenspieler durch und passte den Ball an den Fünfmeterraum, wo Lövenkrands nur noch vollenden musste. Der neue VfL-Keeper Benaglio war dabei machtlos.

Auszeichnen konnte sich der Schweizer Keeper dafür in der zweiten Halbzeit gleich mehrmals. Seine größte Tat vollbrachte der 24-Jährige dabei in der 62. Minute, als er einen platzierten Schuss von Heiko Westermann mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenkte. Auf der anderen Seite hatte vor allem Dzeko noch zweimal die Großchance zum Ausgleich. In der 55. Minute schoss er aus 14 Metern knapp am Schalker Tor vorbei, eine Viertelstunde später scheiterte er aus guter Position am Schalker Keeper Manuel Neuer.



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