Wechsel zu Werder Bremen: DFB-Präsident Niersbach ärgert sich über Dutt

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DFB-Präsident Niersbach: "Kein schöner Vorgang"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist über den Wechselwillen von Robin Dutt alles andere als erfreut. Der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes hatte um seine Freigabe gebeten, um bei Werder Bremen als Trainer anzuheuern. Ob dieser Bitte stattgegeben wird, ließ Niersbach offen.

Hamburg - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kann den Abwanderungsplänen von Sportdirektor Robin Dutt nichts abgewinnen. "Das ist sicher kein schöner Vorgang, der uns relativ überraschend getroffen hat", sagte der 62-Jährige: "Unser Ziel ist es natürlich, Kontinuität im personellen Bereich zu haben. Aber man sieht einmal mehr, dass wir keine Insel sind."

Dutt hatte am Donnerstagmorgen beim Verband um seine Freigabe gebeten, um als Trainer für Werder Bremen zu arbeiten. Der Vertrag des ehemaligen Freiburger und Leverkusener Bundesliga-Coaches beim DFB läuft noch bis 2016, erst am 25. Juli 2012 hatte er die Nachfolge von Matthias Sammer als DFB-Sportdirektor angetreten.

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff zeigte sich angesichts der Entscheidungsfindung nicht überrascht. "Robin hat erkannt, dass der Posten des Sportdirektors ihn nicht ausfüllen kann. Und dann ist es besser, man zieht gleich die Handbremse, als wenn man unmotiviert weiterarbeitet", sagte Bierhoff. Man habe "seit Tagen und Wochen gemerkt, dass er unabhängig von einem Angebot den Wunsch verspürt, wieder regelmäßig auf dem Platz zu stehen und mit einer Mannschaft zu arbeiten".

Nach Angaben von Niersbach ist es noch offen, ob der DFB Dutt ziehen lassen wird. "Das ist eine wichtige Personalentscheidung, da muss man abwarten und sehen." Die Entscheidung soll in der kommenden Woche vom DFB-Präsidium getroffen werden. Deshalb sei die Frage eines möglichen Dutt-Nachfolgers laut Niersbach noch "viel zu früh" gestellt.

bka/sid

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insgesamt 20 Beiträge
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1. Ruf des Geldes
spmc-126521672352922 24.05.2013
Auch dem Herrn Dutt kann dem Ruf des Geldes nicht widerstehen. Da sind doch alle Erklaerungen die sich nicht auf das Geld beziehen, gelogen.
2. Nicht wieder ein 'großer Name'
Ihr5spieltjetzt4gegen2 24.05.2013
Dass Herr Niersbach nicht besonders erfreut ist darüber, dass Robin Dutt wieder als BL-Trainer arbeiten will, verstehe ich. Obwohl ich es als Werder-Anhänger sehr begrüßen würde, wenn Dutt käme. Ich bin aber davon überzeugt, dass der DFB Dutt gehen lassen wird. Wie sollte denn jetzt noch eine Zusammenarbeit funktionieren? Als Dutt seinerzeit DFB-Sportdirektor wurde, war ich zunächst skeptisch. Doch Dutt begann mit durchdachten Ideen und legte von Anfang an Wert auf Kooperation. Keine schlechte Wahl also, zumal das Verhältnis zum Bundestrainer auch recht entspannt ist. Was aber unterschätzt worden ist, von allen und vielleicht auch von Dutt selbst: Er ist Trainer und kein Manager. Er ist keiner, der mit einer Organisation, einem Verband wie dem DFB großgeworden ist. Manche entwickeln sich vom Trainer zum Manager im Laufe ihres Arbeitslebens, vielleicht auch zum Funktionär. Aber dafür ist Dutt zu jung. Es ist gut, wenn man sich Kompetenz von außen holt. Aber halt nicht immer. Innerhalb des DFB gibt es einige, die diese Position des Sportdirektors ausüben können. Die dann auch langfristig arbeiten würden, weil sie es eh schon tun beim DFB. Niersbach sollte jetzt nicht noch einmal den Fehler machen, auf einen 'großen Namen' zu setzen, der gerade einmal ohne Job ist. Sondern schauen, wer im eigenen Stall der geeignetste ist. Ich glaube, dass Frank Wormuth das Anforderungsprofil sehr gut erfüllen würde.
3.
Andr.e 24.05.2013
Zitat von spmc-126521672352922Auch dem Herrn Dutt kann dem Ruf des Geldes nicht widerstehen. Da sind doch alle Erklaerungen die sich nicht auf das Geld beziehen, gelogen.
Sie haben keine Ziele im Leben, Schade. Liebe Sysops, wie kommt so was eigentlich durch? Ansonsten ist Niersbach ne Nulpe. Mir sind "Chefs", die nicht akzeptieren können, das der Angestellte nicht mehr möchte, irgendwie suspekt. Ich freu mich jedenfalls auf Dutt in Bremen - gefühlt könnte das passen.
4.
awun 24.05.2013
Tja, selbst schuld. ES gab ja einen, der den Posten sehr engagiert ausgefüllt hat. Den Mann hat man dann immer wieder zurück gepfiffen und stattdessen auf den Bundestrainer gehört, obwohl das nicht in die Kompetenz von Löw gefallen ist sondern die Entscheidungsgewalt eigentlich beim Sportdirektor lag. Die Meisten Entscheidungen haben sich dann auch noch als Falsch herausgestellt, z.B. die Verpflichtung von Adrion gegen den willen dieses Sportdirektors. Kein wunder, dass diesen Posten dann auch keiner mehr ausfüllen will wenn es ne reine Beschäftigungstherapie ist. An dieser Degradierung hat her Niersbach ja mit die Verantwortung. Da soll er jetzt nicht herum heulen sondern mal überdenken wozu der Posten noch gebraucht wird wenn Löw am ende doch sich über alles hinwegsetzen darf und es nach seinem willen gemacht wird.
5. Huch!
Stelzi 25.05.2013
Noch vor kurzem habe ich hier jemanden arüber belehrt, dass Dutt wohl kaum so dämlich sei, nach nicht mal einem Jahr und nur ein Jahr vor der WM seinen attraktiven Posten für ein schnödes Traineramt bei Werder aufzugeben - tja, so grundfalsch kann man mit der Einschätzung des Charakters eines Mannes liegen.
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