Nach Rüffel am Vortag Grindel nimmt Kritik an Löw zurück

Am Samstag übte DFB-Boss Reinhard Grindel noch Kritik am Bundestrainer. Am Sonntag nimmt er sie zurück: Seine Worte hätten einen falschen Eindruck hinterlassen, sagt er.

Joachim Löw, Reinhard Grindel
DPA

Joachim Löw, Reinhard Grindel


DFB-Präsident Reinhard Grindel fühlt sich mit seinen kritischen Aussagen zu Bundestrainer Joachim Löw missverstanden und hat eigene Fehler in der Causa um Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng eingestanden. "Meine im ZDF verbreitete Aussage, dass es klüger gewesen wäre, bereits am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz die Wertschätzung für die Spieler deutlich zu machen und der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum man jetzt einen anderen Weg gehen will, ist keine Kritik an Jogi Löw gewesen. Dem widerspreche ich mit allem Nachdruck", sagte Grindel am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch er habe am Tag der Ausmusterung der drei Weltmeister von 2014 aus der Fußball-Nationalmannschaft nicht sofort die richtigen Schlüsse gezogen. "Schließlich hätte ich selbst auch auf die Idee kommen können, eine solche Pressekonferenz anzuregen, als ich informiert wurde", sagte Grindel. Löw erläuterte erst zehn Tage später seine Beweggründe für den Verzicht auf die Ex-Weltmeister.

Wenige Stunden später hatte der DFB-Chef dann am Rande des Treffens des Fifa-Councils in Miami vor der TV-Kamera auch gesagt: "Wenn man das gleich gemacht hätte, wären, glaube ich, sehr viele Fragen beantwortet und damit sehr viele Missverständnisse vermieden worden."

Als Kritik an Löw wollte der 57-Jährige dies aber nicht verstanden wissen. "Ich wollte auf eine entsprechende Frage hin deutlich machen, dass wir im DFB die Abläufe in dieser Sache selbstkritisch analysiert haben. Das darf nicht als Schuldzuweisung an irgendeine Person missinterpretiert werden", erläuterte er seine Sichtweise.

aha/dpa



insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kospi 17.03.2019
1.
Was soll denn dieses Geschwurbel jetzt? Muss man das verstehen? Ich glaube nicht.
jlindemeier.rusbend 17.03.2019
2. Muss man das verstehen?
Das ist doch typisches Politiker und Funktionärs Geschwätz. Nach dem erzwungenen Rücktritt seines Vorgängers hatte man ja einige Hoffnung in den Neuanfang gesetzt! Passt auch zum abgebrochenen Interview zuvor. Tolles Aushängeschild für den DFB!!! Gut, dass die Bundesliga da andere Köpfe aufbieten kann!!!
twominus 17.03.2019
3. Zusammengefasst
Wir haben es selbstkritisch analysiert, haben festgestellt, wir haben es dann doch recht schlecht gemacht - aber, juhu, keiner hat Schuld. Genau in dieser Art dürfte auch die selbstkritische Analyse der WM abgelaufen sein.
In-Golf 17.03.2019
4. Ich höre gar nicht mehr zu.
Nach dem Desaster mit der WM hätten beide zurücktreten müssen.
bernteone 17.03.2019
5. Aalglatt der Herr Grindel
Erst mal abwarten was der Mainstream sagt und dann Feuer frei . Ist gründlich nsch hinten losgegangen . Keiner kann aus seinet Haut . Politkerschule wenn man nichts kann .
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.