DFB-Sportgericht Fünf Spiele Sperre für Hamburgs Beister

Seine Kung-Fu-Einlage gegen Augsburgs Daniel Baier brachte Maximilian Beister die Rote Karte ein, nun muss er lange zuschauen: Das DFB-Sportgericht hat den HSV-Profi für fünf Spiele gesperrt. Beister hatte dem Schiedsrichter nach dem Tritt auch noch den Vogel gezeigt.

HSV-Profi Beister: Hohe Strafe für Tritt
dapd

HSV-Profi Beister: Hohe Strafe für Tritt


Hamburg - HSV-Offensivspieler Maximilian Beister ist nach seinem Kung-Fu-Tritt gegen Augsburgs Daniel Baier für fünf Spiele gesperrt worden. Das gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag bekannt. Als Begründung gab das Gericht Beisters Tätlichkeit und eine anschließende Schiedsrichterbeleidigung an.

Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. HSV-Trainer Thorsten Fink hält diese Sperre dennoch für überzogen. "Die Strafe ist für mich zu hoch. Er hat da sicherlich Foul gespielt, aber für mich war es keine Tätlichkeit", sagte Fink.

Der U21-Nationalspieler hatte in einem Luft-Duell nach hinten ausgetreten und seinen Gegenspieler Baier dabei schmerzhaft im Unterleib getroffen. Schiedsrichter Tobias Welz stellte Beister vom Platz und musste sich anscheinend noch einige Worte anhören, zudem deutete der Rotsünder einen "Vogel" an. Beister wird erst am 32. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg wieder spielberechtigt sein.

Es dürften schwere Wochen für den 22-Jährigen werden. "Er hat sich weit nach hinten manövriert und hätte schon zuvor einen Denkzettel verdient gehabt", hatte HSV-Coach Fink bereits am Samstag nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg gesagt. Er habe Beisters Einwechslung elf Minuten vor dem Platzverweis bereut: "Aber mir blieb leider nichts anderes übrig, da Marcus Berg verletzt ist und ich mehr für die Offensive tun musste."

bka/sid



insgesamt 3 Beiträge
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zxmma23 18.03.2013
1.
Sorry Fink, aber das ist wirklich eine ziemlich erbaermliche Ausrede dafuer, den Spieler nicht bereits vor dem Spiel gemassregelt zu haben. Wenn Beister sich nicht mehr mit dem Verein identifizieren kann und dies durch mangelhafte Trainingsleistung so deutlich zum Ausdruck bringt, dann darf er auch nicht spielen. Dann lieber einem Nachwuchsspieler die Chance eroeffnen, sich zu beweisen. Das Verhalten Beisters steht allerdings exemplarisch fuer das groesste Problem des HSV in den letzten 15 Jahren: Die Spieler haben keine Lust und bringen dauerhaft keine Leistung – und die sportliche Fuehrung ist unfaehig oder unwillig, darauf zu reagieren und/oder Spieler zu verpflichten, die dem Anforderungsprofil eines (hoffentlich) modernen und erfolgsorientierten Vereins entsprechen. Einzig loebliche Ausnahme war Martin Jol, bei dem herrschten Disziplin, Ordnung und Erfolg! Aber der wurde ja von der damaligen sportlichen Fuehrung vom Hof gejagt, weil er auch mal ein paar unangenehme Wahrheiten ausgesprochen hat. Uwe Seeler hat schon recht irgendwie: "So wird das nichts!"
spiegelreflexion 18.03.2013
2.
Ich liebe bildliche Sprache, aber BITTE, BITTE auf die Richtigkeit achten! Beisters Tritt war eine versteckte kleine Gemeinheit, die zu recht mit rot bestraft wurde, aber eine Ähnlichkeit mit Kampfsport gibt es nicht im Ansatz. Die Aufgabe von Journalisten ist es, Aufklärung zu recht betreiben und nicht reißerische Pauschalurteile zu verbreiten!
jiiieeep 18.03.2013
3.
1. Wie kommt der Autor auf "Kung-Fu-Einlage"? Das war ein normaler Tritt aus der Luft, den bekommt jedes Kind hin. Das hat mit Kung-Fu rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Jeder Kung-Fu Gelehrte wird das bestätigen können. 2. Ich finde Finks Aussage schon sehr peinlich. Ein Tritt in die Weichteile ist eine grobe Unsportlichkeit, daher ist sowohl die rote Karte, als auch die Sperre vollkommen berechtigt.
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