Hamburg - HSV-Offensivspieler Maximilian Beister ist nach seinem Kung-Fu-Tritt gegen Augsburgs Daniel Baier für fünf Spiele gesperrt worden. Das gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag bekannt. Als Begründung gab das Gericht Beisters Tätlichkeit und eine anschließende Schiedsrichterbeleidigung an.
Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. HSV-Trainer Thorsten Fink hält diese Sperre dennoch für überzogen. "Die Strafe ist für mich zu hoch. Er hat da sicherlich Foul gespielt, aber für mich war es keine Tätlichkeit", sagte Fink.
Der U21-Nationalspieler hatte in einem Luft-Duell nach hinten ausgetreten und seinen Gegenspieler Baier dabei schmerzhaft im Unterleib getroffen. Schiedsrichter Tobias Welz stellte Beister vom Platz und musste sich anscheinend noch einige Worte anhören, zudem deutete der Rotsünder einen "Vogel" an. Beister wird erst am 32. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg wieder spielberechtigt sein.
Es dürften schwere Wochen für den 22-Jährigen werden. "Er hat sich weit nach hinten manövriert und hätte schon zuvor einen Denkzettel verdient gehabt", hatte HSV-Coach Fink bereits am Samstag nach dem 0:1 gegen den FC Augsburg gesagt. Er habe Beisters Einwechslung elf Minuten vor dem Platzverweis bereut: "Aber mir blieb leider nichts anderes übrig, da Marcus Berg verletzt ist und ich mehr für die Offensive tun musste."
bka/sid
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