Jugendfußball DFB-Trainer verliert Job wegen rassistischer Beleidigungen

Der DFB reagiert auf Rassismusvorwürfe gegen einen Jugendtrainer: Laut "FAZ" hatte der Mann einen Jugendlichen wegen seiner Hautfarbe beleidigt. Nun darf er nicht mehr als Honorartrainer für den Verband arbeiten.


Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund hat den Rücktritt eines Jugendtrainers in Lüdenscheid erwirkt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf den DFB-Direktor Ulf Schott. Hintergrund sind rassistische Beleidigungen, die der Mann gegenüber einem Jugendlichen geäußert haben soll. Er werde seine Aufgabe als Honorartrainer nicht mehr wahrnehmen, so Schott. Außerdem habe man ein Gespräch mit dem Stützpunktkoordinator vereinbart, um den Vorfall aufzuarbeiten.

Laut "FAZ" hatte der Trainer einen zwölfjährigen Nachwuchsspieler wegen seiner Hautfarbe verunglimpft. Die Familie des Jungen stammt aus Marokko. Der Vater kritisierte in der Zeitung, der Trainer und weitere Funktionäre hätten versucht, den Vorfall unter den Teppich zu kehren. Mittlerweile habe der Übungsleiter die Entgleisung eingeräumt.

DFB-Direktor Schott versprach neue Maßnahmen im Kampf gegen Diskriminierung. Eine Ombudsstelle, die in vergleichbaren Fällen als Ansprechpartner zur Verfügung stehe, sei seit längerer Zeit geplant. "Diese Planungen werden nun intensiviert", sagte Schott.

cte

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.