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Sprecher der Nationalmannschaft: DFB trennt sich von Harald Stenger

Aus nach elf Jahren beim DFB: Der Vertrag von Harald Stenger als Pressesprecher der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht verlängert. Laut Manager Oliver Bierhoff freue man sich auf das "junge, frische Gesicht" Jens Grittner als Nachfolger.

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Pressesprecher Stenger: Vertrag beim DFB nicht verlängert

Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der langjährige Nationalmannschaftspressesprecher Harald Stenger haben ihre Zusammenarbeit beendet. Der Vertrag mit dem 61-Jährigen, der seit 2001 in Diensten des DFB steht, wird über den 31. August 2012 hinaus nicht verlängert. Die Nachfolge tritt Jens Grittner aus der DFB-Medienabteilung an.

Seinen letzten Auftritt als verantwortlicher Nationalmannschaftssprecher hat der ehemalige DFB-Mediendirektor Stenger am 15. August (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) beim Test-Länderspiel gegen Argentinien. Am Montagnachmittag war Stenger von Teammanager Oliver Bierhoff im Beisein von Bundestrainer Joachim Löw, Assistent Hansi Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke informiert worden.

"Die sportliche Leitung hat mir bei der Bekanntgabe der Entscheidung mitgeteilt, dass sie mit meiner Arbeit immer sehr zufrieden war, ich mich stets korrekt und loyal verhalten habe, die Zeit für einen Wechsel aber reif gewesen sei. Ich hätte gern weitergemacht. Über weitere Hintergründe möchte ich mich nicht äußern", sagte Stenger.

Stenger: "Habe oft unbequeme Positionen bezogen"

Er führte weiter aus: "Ich habe in all den Jahren, auch als DFB-Mediendirektor, einen klaren Kurs gefahren und bin dadurch, dass ich oft unbequeme Positionen bezogen habe, sicher einen riskanten Weg gegangen, würde das aber immer wieder so konsequent machen."

Sein Nachfolger Grittner ist seit 1999 beim DFB angestellt und war Pressechef der beiden Organisationskomitees für die WM 2006 und die Frauen-WM 2011. Von 2007 bis 2009 begleitete er bereits als Pressesprecher die U21-Nationalmannschaft.

Bierhoff dankte Stenger für sein "professionelles Auftreten" und die Tatsache, "sich als wichtige Bezugspersonen für die Trainer und Spieler" etabliert zu haben. Nun aber freue man sich auf das "junge, frische Gesicht" Grittner.

leh/sid

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1. Völlig daneben
Selamat2009 07.08.2012
Zitat von sysopGetty ImagesAus nach elf Jahren beim DFB: Der Vertrag von Harald Stenger als Pressesprecher der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht verlängert. Laut Manager Oliver Bierhoff freue man sich auf das "junge, frische Gesicht" Jens Grittner als Nachfolger. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,848661,00.html
"...das "junge, frische Gesicht" Jens Grittner als Nachfolger...." ?? Ist beim DFB da noch alles ganz frisch? Vielleicht sollte sich das Management auch mal etwas frisch machen und darüber nachdenken, dass Diskriminierung Älterer nicht sehr gut ankommt. Und völlig unsportlich ist, so ganz nebenbei.
2. Schmierenkomödie
Humboldt 07.08.2012
Zitat von sysopGetty ImagesAus nach elf Jahren beim DFB: Der Vertrag von Harald Stenger als Pressesprecher der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird nicht verlängert. Laut Manager Oliver Bierhoff freue man sich auf das "junge, frische Gesicht" Jens Grittner als Nachfolger. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,848661,00.html
Da wäre jetzt wirklich mal Recherche gefragt. Wie kann das sein? Hatten nicht Löw und Bierhoff noch im Konflikt mit dem DFB vor der WM in Südafrika eine Vertragsverlängerung von Stenger gegen die DFB-Führung explizit durchgedrückt, wo doch damals Niersbach schon die Ablösung von Stenger betrieb? Was ist seitdem passiert? Oder hat Niersbach sich jetzt doch durchgesetzt, weil der Bundestrainer nach der EM nicht mehr ganz so unangreifbar ist... Ich wäre allen Beteiligten jetzt für klare Worte dankbar. Wir sind doch nicht doof!
3. Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei
mozbitlein 07.08.2012
So beginnt es bei Harald Steger undder nächste ist der Trainer und dann geht es im Vorstand weiter mit Rummenige & Co. Alles eine Frage der Zeit und von dem neuen Mann Sommer
4. Klinsmann ...
eva_b 07.08.2012
... ist irgendwann angetreten, um die verkrusteten Strukturen im DFB aufzubrechen. Bierhoff & Co. schaffen gerade wieder welche, indem sie alle möglichen Positionen mit Getreuen besetzen. History repeating.
5. optional
kospi 07.08.2012
---Zitat--- Bierhoff dankte Stenger für sein "professionelles Auftreten" und die Tatsache, "sich als wichtige wichtige Bezugspersonen für die Trainer und Spieler" etabliert zu haben. Nun aber freue man sich auf das "junge, frische Gesicht" Grittner. ---Zitatende--- Das ist an Frechheit kaum noch zu überbieten.
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Die deutschen Gruppengegner in der WM-Qualifikation
Schweden
Die größten WM-Erfolge liegen für Schweden schon Jahrzehnte zurück. 1958 wurde das Team Zweiter, 1950 und 1994 jeweils Dritter - seitdem aber bleibt der Weltranglisten-19. hinter seinen hohen Erwartungen auf internationaler Ebene zurück. Zuletzt jedoch zeigten die Schweden wieder Klasse - als sie in Berlin ein 0:4 gegen Deutschland zu einem 4:4 aufholten.

Bilanz gegen Deutschland: 12 Siege, 9 Unentschieden, 14 Niederlagen; 57:65 Tore.
Irland
Zu hause eine Macht, auswärts eher harmlos. Auch unter dem italienischen Star-Trainer Giovanni Trapattoni konnten die Iren ihr Image als liebenswerte Verlierer nicht loswerden. Seit Juli 2008 ist "Trap" im Amt. Bei der WM 2002 trotzte Irland in der Vorrunde den Deutschen ein 1:1 ab. Auch in der Qualifikation für die EM 2008 hatte es die DFB-Elf mit Irland zu tun, siegte zu Hause 1:0 - in Dublin gab es nur ein 0:0, in der Qualifikation im Oktober 2012 siegte die Löw-Elf in Dublin 6:1. Irland war bisher dreimal bei Weltmeisterschaften (1990, 1994, 2002), bei der WM 1990 scheiterte das Team erst im Viertelfinale. Die meisten Spieler spielen in der englischen Premier League.

Bilanz gegen Deutschland: 5 Siege, 4 Unentschieden, 8 Niederlagen; 27:26 Tore
Österreich
Die Alpenrepublik war zuletzt der Lieblingsgegner des DFB, seit knapp 25 Jahren hat Deutschland keine Partie mehr gegen Österreich verloren. Darunter waren vier Gastspiele in Wien. Von den insgesamt 36 Duellen sind aber zwei unrühmlich in Erinnerung geblieben: Die "Schmach von Cordoba" 1978 und die "Schande von Gijón" 1982. Österreich spielt um die achte WM-Teilnahme - seit 1998 blieb nur die Zuschauerrolle.

Bilanz gegen Deutschland: 9 Siege, 6 Unentschieden, 22 Niederlagen; 52:78 Tore.
Färöer-Inseln
Fußball ist auf der Inselgruppe im Nordatlantik angesagt wie kaum ein anderer Sport - aber auf schwachem Niveau. Bei nicht einmal 50.000 Einwohnern hat der irische Nationaltrainer Brian Kerr nicht viele personelle Alternativen. So bleiben Achtungserfolge des Weltranglisten-112. Ausnahmeerscheinungen. Die einzigen beiden Spiele gegen die deutsche Nationalmannschaft waren derartige: Im Rahmen der EM-Qualifikation 2004 tat sich das Team des damaligen Teamchefs Rudi Völler sowohl beim 2:0 auswärts als auch beim 2:1 daheim schwer. Eine Überraschung gelang den Färöern im Juni 2010 mit einem 2:0 über Estland.

Bilanz gegen Deutschland: 0 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen; 1:4 Tore.
Kasachstan
Seit 1994 ist Kasachstan Mitglied der Fifa und wartet seither auf die Teilnahme an einem großen Turnier. Das Land liegt zu 90 Prozent in Asien. Deutschland hat eine makellose Bilanz gegen den Fußball-Zwerg - das Löw-Team gewann beide Duelle in der Qualifikation zur EM 2012 (3:0, 4:0). Der Auftritt in der Hauptstadt Astana bedeutet wieder Reisestrapazen samt rund fünfeinhalb Flugstunden für die DFB-Auswahl. Namhafte Spieler hat das Land nicht zu bieten, bis auf wenige Ausnahmen - etwa Heinrich Schmidtgal, der in der 2. Bundesliga für die SpVgg Greuther Fürth aufläuft.

Bilanz gegen Deutschland: 0 Siege, 0 Unentschieden, 4 Niederlagen; 1:13 Tore.


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