DFB-Krise Löw hat die Unterstützung der Bundesliga

DFB und DFL setzen in Sachen Nationalmannschaft demonstrativ auf Einigkeit. Beim Krisengipfel in Frankfurt wurde dem Bundestrainer die Rückendeckung der Liga versichert: "Wir waren noch nie so eng zusammen".

Bundestrainer Joachim Löw
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Bundestrainer Joachim Löw


Die Verantwortlichen der Fußballnationalmannschaft können beim Neubeginn nach dem WM-Debakel auf die Unterstützung der Bundesliga zählen. "Wir haben Joachim Löw und Oliver Bierhoff das Vertrauen ausgesprochen", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball nach dem Gipfeltreffen von DFB und DFL am Nachmittag in Frankfurt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel äußerte sich nach dem etwa dreistündigen Treffen in der DFL-Zentrale zuversichtlich. "Der DFB und die DFL ziehen an einem Strang. Das war der intensivste Austausch, den wir in der jüngeren Vergangenheit gehabt haben", berichtete Grindel. "Wir waren noch nie so eng zusammen."

Alle Beteiligten an dem Treffen waren sich darin einig, dass künftig die Trainerausbildung, die Nachwuchsleistungszentren und alle Nachwuchsmannschaften unterhalb der erfolgreichen U21 gestärkt werden müssen. Dies habe Löw in seinem dezidierten Vortrag deutlich gemacht. "Wir brauchen wieder echte Spezialisten auf manchen Positionen", sagte der Bundestrainer.

aha/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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ttvtt 21.08.2018
1. Und warum geht das nur mit Löw?
Diese Frage bleibt unbeantwortet. Löw hat so häufig seine Inkompetenz in Drucksituationen bewiesen, und Bierhoff dieses mal auch. Ich verstehe nicht, warum nicht ein Neuanfang gewagt wird. Die Nationalmannschaft ist eine der besten Mannschaften der Welt, das Umfeld ist hochprofessionell und scheitert so kläglich? Dafür gibt es doch einen Grund. Und für mich lassen sich alle negative Ereignisse am Trainer ableiten.
Mike1108 21.08.2018
2. Die Wahrheit ist auf dem Platz
Da zahle ich gern was ins Phrasenschwein und wenn es die Verantwortlichen tatsächlich schaffen sollten, sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zu ziehen und den Fussball zu aktualisieren , dann Hut ab. Nur muss ich das erst sehen und die Wahrheit bleibt auf dem Platz.
konterspieler 21.08.2018
3. Einigkeit und Macht und Gewohnheit...
Die Macht demonstriert gerne Einigkeit, wenn sie sich vor Kritik schützen will. Im Politik-Sprech heisst das gewöhnlich: "Geschlossenheit". Immer wenn diese Vokabel bei politischen Parteien auftaucht heisst das: es wird sich nichts ändern. Der deutsche Fussball wurde aber mit der WM 2006 erst besser, nachdem Klinsmann in den Jahren davor alle festgefahrenen Strukturen alter Gewohnheiten regelrecht auseinander genommen hatte, weil im "alten Trott" einfach nichts mehr vorwärts ging. Das was jetzt wieder aus dem dfb-Gehäuse verlautet hört sich verdächtig nach Fortsetzung
Ballaststoff 21.08.2018
4. Hmmm... Ja gut,
Und...? Ich dachte, ok das war jetzt die Einleitung. Aber da war der Artikel schon zu Ende. Aber kein Vorwurf an SPON: Mehr haben die Herren Fußball-Macher ja dann scheinbar nicht verlauten lassen. Aber wenn man es schaffen würde, die paar genannten Dinge umzusetzen, wäre tatsächlich schon viel gewonnen.
claus.zhe 21.08.2018
5. so ist Deutschland
Es ist ganz einfach keine Erneuerung möglich. Nirgends und an keiner Stelle. Es könnte ja mal was Neues zukunftträchtiges dabei raus kommen. Das will der liebe Deutsche einfach nicht. Das heißt nicht, dass ich Löws Leistung der letzten Jahre nicht anerkenne und schätze. Aber irgendwann läuft man sich Tod in seinem Job. Große Charaktere erkennen es , wann die Zeit gekommen ist.
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