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14. November 2012, 11:09 Uhr

Fußball-Bundesliga

DFL lehnt kurzfristige Einführung der Torlinientechnik ab

Die als Revolution gefeierte Torlinientechnik wird in Deutschland auch in der Saison 2013/2014 nicht eingesetzt. Die Deutsche Fußball Liga begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der fehlenden Messgenauigkeit. Die DFL will nun die Tests der Fifa in diesem Jahr abwarten.

Hamburg - Die Bundesliga-Schiedsrichter müssen weiterhin ohne technische Hilfsmittel auskommen: Die Torlinientechnik wird in der Bundesliga und zweiten Liga vorerst nicht eingeführt. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Einen Tag zuvor war der Ligavorstand wegen "der gegensätzlichen Positionen von Fifa und Uefa sowie ungeklärter Fragen in Bezug auf die Genauigkeit der Messungen" zu dieser Entscheidung gekommen. Eine Einführung für die Saison 2013/2014 sei daher ausgeschlossen, erklärte die DFL.

Bei seinen Beratungen hatte das Gremium zuvor eine Umfrage unter den Clubs analysiert, die ein "unentschiedenes Meinungsbild" ergeben hatte. Der Weltverband Fifa räumt den diskutierten Systemen "GoalRef" und "Cairos" (Chip im Ball) offenbar eine Fehlertoleranz von zwei bis drei Zentimetern ein. Die seit Jahren im Profi-Tennis eingesetze Hawk-Eye-Technik (Torkamera) weißt hingegen nur eine Fehlertoleranz von 0,5 Zentimeter auf, ist aber deutlich teurer.

DFL will Ergebnisse der Fifa-Tests abwarten

Ausgeschlossen ist eine mittelfristige Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga und zweiten Liga aber nicht. Die DFL wies darauf hin, dass vor einer endgültigen Entscheidung zunächst die Ergebnisse der von der Fifa geplanten Tests bei der Club-WM im Dezember in Tokio und beim Confed-Cup im Sommer 2013 in Brasilien abgewartet und bewertet würden.

"GoalRef" und "Hawk-Eye" sind laut Auskunft des Fußball-Weltverbandes Fifa offiziell berechtigt, ihre Systeme "weltweit zu installieren". Die Unternehmen hatten am 23. Oktober ihre Lizenzverträge unterzeichnet, was die Fifa als "Meilenstein im Torlinientechnik-Verfahren" bezeichnete. Zumindest in Deutschland bleibt diese Revolution aber vorerst aus.

Um Lizenznehmer der Fifa zu werden, hatten sich "GoalRef" und "Hawk-Eye" ausführlichen Tests gestellt. Zudem mussten die Unternehmen genau definierte Standards und Bedingungen erfüllen.

leh/sid

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