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Streit über Vermarktung: DFL-Vorstand Filbry gegen Rummenigges Pläne

Bayerns Vorstandsvorsitzender Rummenigge: Das Vierfache der Erlöse im Sinn Zur Großansicht
DPA

Bayerns Vorstandsvorsitzender Rummenigge: Das Vierfache der Erlöse im Sinn

Wie sollen sich die Bundesligaklubs künftig vermarkten? Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge plädiert für eine eigenständige Variante. Kontra gibt es nun von DFL-Vorstand Klaus Filbry.

DFL-Vorstand Klaus Filbry macht sich für eine Fortsetzung der Zentralvermarktung in der Bundesliga stark und stellt sich damit gegen Karl-Heinz Rummenigge. Bayern Münchens Vorstandsboss hatte zuletzt für eine künftige Einzelvermarktung der Klubs plädiert.

"Ich bin ein strikter Gegner davon", sagte Filbry, Geschäftsführer von Werder Bremen, in einem Interview mit dem "Kicker". Filbry weiter: "Zudem empfinde ich es als kontraproduktiv, mit solchen Argumenten zu diesem Zeitpunkt an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Liga lebt von der Solidargemeinschaft und somit auch von der Zentralvermarktung."

Rummenigge hatte zuletzt betont, dass sein Klub mit einer eigenständigen TV-Vermarktung das Vierfache der heutigen Erlöse erzielen könnte. Er schlägt eine Variante vor, bei der die Branchenriesen 50 Prozent ihrer Fernseherlöse in einen Solidarfonds für die kleineren Klubs einzahlen. "Mit diesem Modell könnte sich die Bundesliga besserstellen - inklusive der kleineren Vereine", hatte Rummenigge gesagt.

Die Bundesliga sieht sich vor allem im Vergleich mit der deutlich wohlhabenderen englischen Premier League im Nachteil. Bei der Rechtevergabe im kommenden Jahr für die Spielzeiten ab 2017 hoffen die deutschen Klubs, mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr einzunehmen.

"Aber Vergleiche mit England sind unzulässig", sagte Filbry: "Dort sind die Preise nach oben geschossen, weil es einen harten Bieterwettbewerb zweier profitabler Pay-TV-Unternehmen gegeben hat. Der Markt ist damit mit Deutschland nicht vergleichbar."

Englands Premier League kassiert von 2016 bis 2019 jährlich rund 3,2 Milliarden Euro (inklusive Auslandsvermarktung) aus den Fernsehrechten. In der Bundesliga sind es derzeit rund 835 Millionen Euro für die laufende Saison.

chp/sid

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insgesamt 84 Beiträge
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1.
Trainspotter 31.08.2015
Mit Rummenigge's Plan würden selbst die kleinen Vereine mehr einnehmen, als sie es jetzt tun. Wenn nicht bald was passiert, werden diese Verein nämlich bald noch weiter im internationalen Vergleich zurückfallen.
2.
finkpositiv 31.08.2015
Mit den Plänen von Rummenigge wird es noch einsamer an der Spitze.
3. Es lebe der Sozialismus!
susirudi 31.08.2015
Es ist höchst erstaunlich, dass der Geschäftsführer des von Lemke herunter gewirtschaften SV Werder, dem Boss vom FCB sagen möchte, wo es lang zu gehen hat. Dieser sozialistische Ansatz der Gleichmacherei hilft niemandem. Aber man bekommt immer wieder Applaus, wenn man sich an dem doch so bösen FCB abarbeiten kann. Immer schön unterschlagen, dass der FCB mehr kleine Vereine gerettet hat, als der Rest der Liga zusammen.
4. Durchrechnen und umsetzen wenns stimmt
Bueckstueck 31.08.2015
Für mich klingt Rummenigges Vorschlag gut. Vom Gefühl her würde ich auch sagen, dass da die kleinen mehr profitieren als jetzt und die grossen sowieso. Man müsste es natürlich mal durchrechnen. Aber wenn es sich bestätigt, dann sollte man es tun. Im Ausland interessiert man sich eben nur begrenzt für die Bundesliga als Ganzes, sondern primär für die Bayern und je nach Erfolg noch für 1-3 weitere Spitzenclubs. Dafür wollen die Käufer dann eben nicht das grosse Geld locker machen. Wenn man aber die Filletstücke separat anbietet, dann wird ihr Risiko überschaubarer und der Zahlungswille steigt.
5.
lock_vogell 31.08.2015
die bayern hatten ja schon mal angemerkt, dass sie angst vor spanischen verhältnissen in der liga hätten... nur sieht er es anders als er es uns glauben lassen will... denn spanische verhältnisse würde bedeuten es gäbe 2-3 clubs an der spitze und der rest läuft unter ferner liefen, aber das wollen die so gut es geht vermeiden, denen schweben eher verhältnisse wie aktuell in schottland vor, da gibt es durch das abrutschen von celtic nur noch eine top manschaft und der rest ist nicht mehr von belang... O_o
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