Kurzpässe: Di Canio kritisiert Klose, Aachen verzichtet auf Einspruch

Paolo Di Canio, früherer Kapitän von Lazio Rom, findet Miroslav Klose gar nicht fair. Alemannia Aachen wird keinen Einspruch gegen die Wertung der Partie gegen Preußen Münster einlegen. Und: Bayern-Trainer Jupp Heynckes muss gegen Werder Bremen ohne Arjen Robben auskommen.

Lazio-Profi Klose: Kritik vom früheren Teamkollegen Zur Großansicht
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Lazio-Profi Klose: Kritik vom früheren Teamkollegen

Hamburg - Während die italienischen Fans Miroslav Klose für sein Fairplay feiern, muss der deutsche Nationalspieler Kritik vom früheren Lazio-Kapitän Paolo Di Canio hinnehmen. "Klose ist nicht so kristallklar, wie es schient", sagte Di Canio dem Fernsehender Sky Sport 24. Klose hatte im Spiel beim SSC Neapel beim Stand von 0:0 ein Tor per Hand erzielt. Im Anschluss zeigte er seinen bereits gegebenen Treffer dem Unparteiischen Luca Banti als regelwidrig an und ließ ihn annullieren. Doch Di Canio hat kein Verständnis für Kloses Glorifizierung: "Es ist offenkundig, dass Klose den Schiedsrichter am Anfang täuschen wollte. Er hat sein Tor eine Weile gefeiert. Nachdem er dann begriffen hatte, dass die Videokameras alles aufgenommen haben und er eine schlechte Figur machen würde, gab er seinen Fehler zu", sagte er.

Die Drittliga-Partie zwischen Alemannia Aachen und Preußen Münster hat kein Nachspiel. Nach der Heimniederlage hatten die Aachener einenProtest gegen die Schiedsrichteransetzung erwogen, weil der Unparteiische Martin Thomsen seit einigen Jahren in Münster ansässig und berufstätig ist. Nach rechtlicher Prüfung des Sachverhaltes ist der Club aber zu dem Entschluss gekommen, dass der Protest keine Aussicht auf Erfolg haben würde. Die schlechte Leistung des Schiedsrichters sei "noch lange keine Grundlage, dem Unparteiischen einen Manipulationsversuch vorzuwerfen", sagte Aachens Geschäftsführer Uwe Scherr.

Der FC Bayern München muss im Auswärtsspiel am Samstag bei Werder Bremen (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ohne Arjen Robben auskommen. Der niederländische Nationalspieler leidet nach wie vor an muskulären Problemen. Trainer Jupp Heynckes wolle bei Robben kein Risiko eingehen, gab der deutsche Rekordmeister auf seiner Internetseite bekannt.

Aufsteiger Eintracht Frankfurt kann im Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (15.30 Uhr) wieder auf Stürmer Olivier Occean bauen. Der Kanadier hat seine Muskelverletzung auskuriert und steht vor der Rückkehr in die Startelf des Tabellenzweiten. "Er hat im Training alles mitmachen können. Von daher gehe ich davon aus, dass er spielen kann", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh. Für Occean wird wohl Erwin Hoffer den Platz im Angriff räumen müssen.

Die SpVgg Greuther Fürth muss gegen bei Bayer Leverkusen ohne Felix Klaus auskommen. Der Mittelfeldspieler fällt laut Trainer Mike Büskens wegen einer Rippenprellung aus. Ob Wolfsburgs Naldo wegen seiner Rippenverletzung rechtzeitig für das Spiel gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag fit wird, ist noch offen. "Wir müssen abwarten, ob er den Schmerz ignorieren kann", sagte Trainer Felix Magath. Als Ersatz würde der Däne Simon Kjaer bereitstehen.

Hannover-Profi Leon Andreasen wird nach seinem Kreuzbandriss Anfang der kommenden Woche operiert. "Die Schwellung des Knies muss vorher noch abklingen", sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Der dänische Nationalspieler hatte sich die Verletzung am vergangenen Mittwoch im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg zugezogen und fällt für mehrere Monate aus.

Das gleiche Schicksal ereilte Kaiserslauterns Enis Alushi: Der Mittelfeldspieler erlitt im Auswärtsspiel des Zweitligisten beim VfL Bochum (2:1) einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Dies ergab eine Untersuchung am Freitag. "Natürlich ist diese Diagnose für mich ein Schock, aber ich bin ein positiver Mensch und werde hart arbeiten, damit ich im Saisonendspurt wieder mit dabei bin", sagte Alushi.

Stürmer Alexander Kerschakow von Zenit St. Petersburg kehrt nach der Begnadigung durch Trainer Luciano Spalletti in die erste Mannschaft des russischen Meisters zurück. Für den ebenfalls in die zweite Mannschaft strafversetzten Igor Denissow kommt eine Rückkehr erst nach einer Entschuldigung infrage. Denissow hatte zuvor in einem Ultimatum eine Verlängerung seines bis 2015 laufenden Vertrages und mehr Geld verlangt, Kerschakow soll die Forderungen des 28-Jährigen unterstützt haben. Der Verein bezeichnete sie als grundlos, da Denissow bereits einer der bestbezahlten Spieler in der russischen Liga sei.

fri/dpa/sid

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