Rom - "Ich bin ein Faschist, aber kein Rassist", sagte Di Canio laut dpa. Der 37-Jährige will beweisen, dass der sogenannte "Römische Gruß" keine politische Bedeutung hat. Dies berichtete die italienische Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" heute. "Der gestreckte Arm ist ein Gruß unter Kameraden. Ich will niemanden zu Gewalttaten oder Rassenhass anstacheln", so der Fußbal-Profi. Sein Rechtsanwalt Gabriele Blordoni soll zudem prüfen, ob die Sperre das Recht des 37-Jährigen auf freie Meinungsäußerung einschränkt.
"Ich werde immer auf diese Weise meine Fans grüßen, weil ich damit die Zugehörigkeit zu meinem Volk zum Ausdruck bringe", hatte der Angreifer des italienischen Erstligisten Lazio Rom in der vergangenen Woche erklärt. Am Nachmittag fand vor dem Sitz des Fußball-Verbandes eine Demonstration von rund 500 Sympathisanten des Angreifers statt. Die Kundgebung verlief friedlich.
Di Canio, der seine Sympathie für den faschistischen Diktator Benito Mussolini niemals geleugnet hatte, wollte sich der Kundgebung ursprünglich anschließen, Blordoni hatte ihm jedoch von der Teilnahme abgeraten, um die Gemüter der Anhänger nicht unnötig aufzuheizen.
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