Hamburg - Um es gleich zu Beginn mit Oscar Wilde zu sagen: "Fußball mag ein durchaus passendes Spiel für harte Mädchen sein, als Spiel für feinsinnige Knaben ist er wohl kaum geeignet."
Das gilt in gleichem Maße auch für Ben Redelings' Sprüchesammlung "Tausche Schwester gegen Endspielkarte". In mühevoller Kleinarbeit hat der Autor mehr als 3000 Sprüche aus der Welt des Fußballs gesammelt und aufgeschrieben. Die können auch unter die (eigene) Gürtellinie gehen - absichtlich oder völlig unbeabsichtigt.
So lässt Redelings im Nachfolger seiner Sammlung ultimativer Fußballweisheiten, "Ein Tor würde dem Spiel gut tun", erneut alle großen Sprücheklopfer der Zunft zu Wort kommen.
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In alphabetischer Reihenfolge belehren uns nicht nur "Kaiser" Franz Beckenbauer, "Kaiserle" Lothar Matthäus oder "König" Otto Rehhagel, sondern auch ausgewiesene Fachleute wie die ehemaligen Clubpräsidenten Silvio Berlusconi (AC Mailand), Jesus Gil y Gil (Atletico Madrid) und Karl-Heinz Wildmoser (1860 München).
Redelings' Sammlung beeindruckt durch ihre Dichte. So fehlt weder Beckenbauers Klassiker "Geht's raus und spielt Fußball", noch Otto Rehhagels melancholische Anwandlung "Mal verliert man, mal gewinnen die anderen".
Als Motto des Buchs könnte dabei Klaus Augenthalers Analyse dienen. "Wir leben alle auf dieser Erde, aber eben auf verschiedenen Spielhälften", sagte einst der frühere Weltmeister des FC Bayern München.
csp
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