Hamburg - Der frühere Bundesliga-Spieler und -Trainer Ivica Horvat ist tot. Im Alter von 86 Jahren starb die kroatische Fußball-Legende in seinem Wochenendhaus auf der Insel Krk. Horvat galt in seinem Heimatland als einer der besten Spieler in der Geschichte.
In den 50er Jahren führte der Defensivspezialist Dinamo Zagreb zu drei Meisterschaften, anschließend wechselte er 1957 nach Deutschland zu Eintracht Frankfurt. Dort hatte Horvat zusammen mit dem ungarischen Stürmer István Sztani und Spielmacher Alfred Pfaff erheblichen Anteil am Frankfurter Titelgewinn 1959. Eine schwere Verletzung zwang ihn anschließend zum Karriereende.
Für die Eintracht lief Horvat 56-mal auf, zudem bestritt er 60 Länderspiele für Jugoslawien. Mit der Nationalelf gewann er bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki die Silbermedaille.
Als Trainer kehrte Horvat 1961 nach Frankfurt zurück und trainierte Gründungsmitglied Eintracht bei der Einführung der Bundesliga 1963. Anschließend saß er auch bei Schalke 04, Rot-Weiss Essen und Westfalia Herne auf der Trainerbank. Mit Schalke wurde Horvat 1972 Vizemeister und Pokalsieger.
Seinen größten Erfolg als Coach feierte der Kroate 1967 mit Dinamo Zagreb als der Club den Messe-Pokal, den Vorgänger des Uefa-Cups, gewann.
kem/sid/dpa
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