Erfolgloser Trainer: Maradona in Dubai rausgeworfen

Das hielt nicht lange: Nach nur einer Saison hat sich Al-Wasl von Trainer Diego Maradona getrennt. Der Club aus Dubai reagierte damit auf eine sportlich enttäuschende Saison. Dabei war der Coach einst als "achtes Wunder" angekündigt worden.

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Trainer Maradona: Nicht mehr Trainer von Al-Wasl

Hamburg - Er war ihr großer Hoffnungsträger, nun haben sie ihn rausgeworfen: Der Fußballverein Al-Wasl aus Dubai hat sich nach nur einer Saison von Trainer Diego Maradona getrennt. Der 51-Jährige hatte ursprünglich noch einen Vertrag bis 2013.

Der Aufsichtsrat des Vereins hatte sich am Dienstag zusammengesetzt und dabei beschlossen, Maradona und sein Trainerteam sofort von ihren Aufgaben zu entbinden. Der Argentinier selbst befindet sich im Urlaub und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

In der abgelaufenen Saison belegte die Mannschaft nur Rang acht in der Premier Division, der höchsten Spielklasse in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der Liga starten nur zwölf Clubs. Dabei hatte die Verpflichtung Maradonas im Mai 2011 große Erwartungen bei Al-Wasl geweckt. "Wir haben Einigung mit Diego Maradona erzielt. Wir sind stolz, die internationale Fußballbühne mit der Verpflichtung eines der größten Sportler aller Zeiten zu betreten. Ich sehe ihn als das achte Wunder", hatte Vize-Präsident Ben Bayatt damals gesagt.

Für Maradona war das Engagement in Dubai der erste Job nach seiner Zeit als argentinischer Nationaltrainer gewesen. Der ehemalige Weltklasse-Fußballer hatte die "Albiceleste" 2008 übernommen. Maradona war mit seiner Mannschaft 2010 bei der WM im Viertelfinale gegen Deutschland (0:4) ausgeschieden. Anschließend konnte er sich nach nur knapp zwei Jahren im Amt nicht mit dem argentinischen Verband auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen. Nun ist er erneut auf Jobsuche.

leh/AP/Reuters

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Omg...
klose 10.07.2012
So gut er als Spieler auch war, Maradona ist nur noch ein überheblicher, widerwärtiger, fetter Nichtsnutz! Seine "Trainerkünste" hat man 2010 ja eindrucksvoll bestaunen können. Wie man ihn danach noch immer als Heilsbringer verpflichten kann, bleibt mir schleierhaft. Er hätte das Zeug dazu Barca auf den dritten oder vierten Platz der PD zu führen.. Einfach nur noch unnötig der Mann!
2. Traum
siebke 10.07.2012
Nicht jedes Fussball-Genie......ist auch ein Trainer-Genie!
3. Al Wasl
BoMoUAE 11.07.2012
Hoffentlich holen sie jetzt nicht den Loddar... :/
4. die Hand Gottes
zylinderkopf 11.07.2012
Nicht jeder gute Fussballspieler ist automatisch auch ein guter Trainer - siehe auch unser aller Loddar. Da gehört offensichtlich ein bisschen mehr zu.
5. neue Aufgaben ?
hasimen 11.07.2012
Also ... in Dubai achter von zwölf zu werden ist schon ein echter Knüller ! Das Maradona ohnehin fernab jeder Realität ist beweist seine Auseinandersetzung mit dem Arg. Fussballverband. In der Aera nach ihm ging es mit den Argentiniern aufwärts ( ~ gut, tiefer als mit ihm konnte man ja nicht fallen ). Aber, nicht verzagen ... gleich mal den Hugo fragen !!! Der (Sozial-)Klassen- und Politclown aus Caracas / VENEZUELA hat doch sicher noch eine nicht total verkokste Mannschaft, die mit dem sportlichen und politischem Anspruch antritt dem Fussballimperialismus der Gringos aus den USA und den ewig gestrigen Fussbal-Demokratien einhalt zu bieten. Diego M. ist doch hier im allernächsten Freundeskreis beheimatet, Saufen auf Kuba, "rummachen" in Venezuela ... und das alles im Sinne eines voll sozialistischen Fussballkollektivs. Heissa ... das wird ein SPASS, und Genosse Blatter kriegt auch noch sein Altenteil ab !
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