WM-Organisator Sorokin Dopingvorwürfe sind "absolut erfundene News"

Laut Medienberichten soll die russische Fußballnationalmannschaft in den Staatsdoping-Skandal verwickelt sein. WM-Organisator Alexej Sorokin weist die Vorwürfe zurück und spricht von "unglaubwürdigen Zeugen".

WM-Cheforganisator Alexej Sorokin
AFP

WM-Cheforganisator Alexej Sorokin


WM-Cheforganisator Alexej Sorokin hat Medienberichte über den Dopingverdacht gegen Spieler der russischen Fußballnationalmannschaft als absichtlich falsch bezeichnet. "Es ist klar, dass das absolut erfundene News sind", sagte Sorokin, nachdem bekannt geworden war, dass Mitglieder der Sbornaja in den Skandal um staatlich organisiertes Doping verstrickt sein sollen.

Laut Informationen der englischen "Mail on Sunday" tauchten alle 23 Spieler, die bei der WM 2014 in Brasilien zum russischen Kader gehört hatten, sowie elf weitere Fußballer in Berichten des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren auf. Fünf dieser Spieler waren für Russland beim Confed Cup im Einsatz, bei dem der Gastgeber in der Vorrunde ausgeschieden ist.

Die Namen der Fußballer sollen auf einer Liste mit insgesamt 1000 Athleten aus verschiedenen Sportarten aufgeführt werden, bei denen die Einnahme verbotener Substanzen bewusst verschleiert worden seien. McLaren hatte im Juli und Dezember des vergangenen Jahres zwei Berichte vorgelegt, in denen Russland systematisches Staatsdoping nachgewiesen worden war. Demnach seien Dopingproben durch ein zentralisiertes System gefälscht worden.

Sorokin sprach von "unglaubwürdigen Zeugen" und betonte, dass er die Vorwürfe "nicht als ernsthafte Angelegenheit" ansehe. "Ungeachtet der Anschuldigungen in einem Bericht gibt es klare Testergebnisse. Das ist das Wichtigste", sagte der CEO des Organisationskomitees. Der Fußball-Weltverband Fifa bestätigte Dopingermittlungen gegen russische Fußballer, nannte dabei aber keine Namen.

mmm/dpa



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