Doppelschlag Klose und Luca Toni sollen zu Bayern wechseln

Der FC Bayern lässt seinen großen Worten offenbar Taten folgen: Laut "Süddeutscher Zeitung" laufen bald Luca Toni und Miroslav Klose für den Rekordmeister auf. Noch ist aber ein wichtiges Detail zu klären.


München - Die "Süddeutsche Zeitung" vermeldet die doppelte Einigung unter Berufung auf eine "sichere Quelle". Offen sei noch, ob Klose schon im Sommer oder erst nach Ablauf seines Vertrages 2008 vom Bundesliga-Rivalen Werder Bremen zu den Bayern wechsle.

Stürmer Klose: Bayern statt Ausland
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Stürmer Klose: Bayern statt Ausland

Auch der Transfer des italienischen Weltmeisters Luca Toni vom AC Florenz, den italienische Medien schon am Wochenende als sicher gemeldet hatten, ist nach Angaben der "SZ" fest verabredet. Der FC Bayern wollte dies auf Nachfrage nicht kommentieren.

Nachdem vor einer Woche ein Treffen zwischen Bayern-Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld mit Klose und dessen Berater Alexander Schütt in Hannover bekannt geworden war, hatte Klose noch beteuert, es sei "lediglich ein Informationsgespräch gewesen und keine Vertragsverhandlung". Werder-Manager Klaus Allofs sagte, man habe klargemacht, "dass während der Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2008 ein Wechsel innerhalb Deutschlands nicht möglich ist".

Allofs blieb im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE heute Abend bei dieser Aussage. Werder-Boss Jürgen L. Born zeigte sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE überrascht - wollte die Meldung allerdings nicht kommentieren.

Laut "SZ" wollen die Münchner die Bremer nun zum Umdenken zwingen, indem sie mit Klose schon zwei Vertragsentwürfe vorbereitet haben: einen, der einen Wechsel im Sommer 2007 vorsieht, und einen, nach dem der WM-Torschützenkönig erst im Sommer 2008 nach München kommt. So wäre ein Wechsel grundsätzlich sicher, und Werder müsste Klose bereits nach dieser Saison zum Rivalen ziehen lassen, um eine Ablösesumme von geschätzten 15 Millionen Euro erhalten zu können.

Größtes Problem sei noch die Ausrüsterfrage. Adidas ist strategischer Partner der Bayern, Klose hat einen Privatvertrag mit Nike. Laut SZ versucht nun Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, adidas-Vorstandschef und Bayern-Aufsichtsrat Herbert Hainer davon zu überzeugen, einen Wechsel von Klose zu akzeptieren.

Nach diesem Großeinkauf im Angriff dürften auch Gerüchte über den Verbleib der bisherigen Münchner Stürmer lauter werden. So könnte Claudio Pizarro im Gegenzug nach Bremen wechseln. Schon 2005 holten die Münchner Valérien Ismaël aus Bremen, worauf Torsten Frings von den Bayern zu Werder wechselte. Beim Peruaner stehen die Zeichen in jedem Fall auf Trennung. Zudem dürfte es nun Spekulationen über den Verbleib von Roy Makaay beim FC Bayern geben. Nach den (möglichen) Verpflichtungen von Klose, Toni sowie der bereits durch den Club bekannt gegebenen Jan Schlaudraff, Hamit Altintop und Ernesto Sosa schauen sich die Münchner weiter auf dem Transfermarkt um; drei weitere Spieler sollen noch kommen.

fpf/sid

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