+++ Fußball-Transferticker +++ Neuer Rekord-Transfer beim FC Bayern

Nie zuvor hat der FC Bayern mehr Ablöse für einen Spieler bezahlt oder eingenommen: Douglas Costa bleibt in Turin. Beim HSV läuft die Kaderplanung für die zweite Liga - überraschend mit Lewis Holtby.

Douglas Costa
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Douglas Costa


+++ Costa fix von Bayern zu Juventus +++

Der bislang ausgeliehene brasilianische Fußball-Nationalspieler Douglas Costa wechselt endgültig von Bayern München zu Juventus Turin. Juve-Geschäftsführer Giuseppe Marotta bestätigte, was Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bereits angekündigt hatte. Turin bezahlt 46 Millionen Euro, der Brasilianer wird damit zum neuen Rekordverkauf des FC Bayern. Der 27-jährige Costa war im Sommer 2015 von Schachtjor Donezk für 30 Millionen Euro nach München gewechselt, wo er einen Vertrag bis 2020 unterschrieben hatte. Im Juli 2017 wechselte Costa dann zunächst auf Leihbasis nach Turin.

Bisher teuerster Zugang der Bayern ist Corentin Tolisso (41,5 Millionen Euro, 2017/2018 von Olympique Lyon), bei den Rekordabgängen teilten sich Toni Kroos (25 Millionen, 2014/2015 zu Real Madrid) und Owen Hargreaves (25 Millionen, 2007/2008 zu Manchester United) den Spitzenplatz. (chh/sid)

+++ Holtby begleitet den HSV in die Zweite Liga +++

Bundesliga-Absteiger Hamburger SV kann auch in der nächsten Spielzeit auf Mittelfeldspieler Lewis Holtby setzen. Der 27-Jährige verlängerte seinen Vertrag bei den Hanseaten um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2019. Nach übereinstimmenden Medienberichten muss Holtby aber deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen. Zuletzt soll der Ex-Nationalspieler 3 bis 3,5 Millionen Euro im Jahr verdient haben. (chh/dpa)

+++ Freiburg bestätigt Waldschmidt-Transfer +++

Ein anderer Spieler der Hamburger verlässt den Klub: Der SC Freiburg hat Luca Waldschmidt verpflichtet. "Wir sehen bei Luca noch viel Potenzial und waren bekanntlich schon lange an einem Wechsel zum Sport-Club interessiert. Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat", sagte Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach. Zu Vertragsinhalten machte der Verein keine Angaben. Laut "Kicker" hatte U21-Nationalspieler Waldschmidt beim HSV eine Ausstiegsklausel über fünf Millionen Euro. (chh/dpa)

+++ Ex-Weltmeister Xavi verlängert in Katar +++

Der ehemalige spanische Weltmeister Xavi hat seinen Vertrag beim katarischen Klub Al Sadd um zwei Jahre bis 2020 verlängert. Das gab der Klub bekannt. "Wir sind hier alle eine Familie, ich bin sehr glücklich hier", sagte der 38-Jährige. Xavi war 2015 vom FC Barcelona nach Katar gewechselt. Für Al Sadd absolvierte er bislang 64 Spiele und erzielte dabei 17 Tore, 21 Treffer bereitete er vor. (chh/sid)

+++ Neuer Fünf-Jahres-Vertrag für Tottenham-Trainer Pochettino +++

Der englische Klub Tottenham Hotspur hat den Vertrag mit seinem argentinischen Trainer Mauricio Pochettino gleich um fünf Jahre bis 2023 verlängert. Das teilte der Premier-League-Verein, der diese Saison auf Platz drei abgeschlossen hatte, auf seiner Homepage mit. Der 46 Jahre alte Pochettino ist seit Mai 2014 Coach bei den Londonern. Er habe "einen der spannendsten Jobs im Weltfußball", sagte Pochettino. (chh/dpa)



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sosume 24.05.2018
1. 25 Millonen für Kroos
Dass Kroos nicht behalten wurde war schon ein Fehler. War wohl der Mannschaftsstruktur geschuldet. Aber nur 25 Millionen ? Das muss mit mal einer erklären. Was heute für Mittelmaß gezahlt wird ist eh irre.
jnek 24.05.2018
2. Gut so
Ich glaube, dass das eine Win-Win-Nachricht ist. Es freut mich für Douglas Costa, das er in Turin wieder den Erfolg und die Freude am Spiel gefunden hat, die er zu Beginn seiner Bayernzeit auch hier hat aufblitzen lassen. Er hätte Riberys Platz einnehmen können. Hat leider nicht geklappt. Viel Glück in Turin. Und es freut mich für meine Bayern, dass sie dabei finanziell so erfolgreich waren. Mal sehen, wie der Kader aussehen wird.
LuPy2 24.05.2018
3. "kleine Brötchen backen"
lautet wohl die Devise beim FCB. Das sieht nicht nach einer großen Einkaufstour für die Saison 18/19 aus. Senioren wie Robbery werden gehalten. Sicher, die Rendite ist besser als Ulli seine Aktienspiele, aber andere Vereine verzehnfachen den Wert zwischen Ankauf und Verkauf.
jnek 24.05.2018
4. Erklärungsversuch
Zitat von sosumeDass Kroos nicht behalten wurde war schon ein Fehler. War wohl der Mannschaftsstruktur geschuldet. Aber nur 25 Millionen ? Das muss mit mal einer erklären. Was heute für Mittelmaß gezahlt wird ist eh irre.
Damals, also im 1. Halbjahr 2014, gab es folgende Situation: Kroos hatte beim FCB noch 1 Jahr Vertrag und man befand sich in Verlängerungsverhandlungen. Die waren wohl extrem heftig. Irgendwann stockten die Verhandlungen. Damals verdiente Kroos ca. 4,5 Mio/Jahr, geboten wurden ihm im kolportierte 6-8 Mio. Damit wäre er in die nächste, bzw. knapp in die übernächste Gehaltsstufe des FCB aufgerückt, in der sich Leute wie Alaba, Boateng, Robben u.a. befanden. Doch Kroos wollte mehr. Er wollte seine Leistungen mehr "wertgeschätzt" haben. Und das bekam er dann bei Real auch mit ca. 12 Mio/Jahr. Eine Rolle spielte sicherlich auch der Umstand, dass sein damaliger Berater gleichzeitig derjenige war, der Götzes Vertrag mit 12 Mio/Jahr ausgehandelt hatte. Da wollte Kroos auch hin, in die Götze, Ribery, Schweinsteiger, Lahm-Kategorie. Der FC Bayern sah seine Leistungen wohl kritischer und ging nicht mit. Immerhin waren Kroos' Leistungen damals auch nicht so ganz mit denen zu vergleichen, die er dann später bei der WM oder bei Real zeigte. Nichts desto trotz, Guardiola wollte ihn halten. Aber irgendwann war Schluss. FCB-Finanzvorstand Dreesen macht klar: "Wir sind nicht im Sozialismus." Damit begannen die Transferverhandlungen. Bei 1 Jahr Laufzeit und den damaligen Verhältnissen war kaum mehr als 25 Mio drin. Aber wie gesagt, bei damaligen Verhältnissen. Heute würde er wohl trotzdem kaum unter 50 Mio zu haben sein. Für Kroos war es perfekt. Er kam in das Team, dass auf den Höhepunkt seiner Entwicklung zustrebte und sehr gut aufgestellt war/ist. Mit Spielern wie Ramos, Modric, Isco, Ronaldo, Bale, Benzema u.a. und unter Toptrainern wie Ancelotti und Zidane konnte er sich weiterentwickeln und durchstarten. Ob das so auch in München gekommen wäre - das weiß keiner. Schade ist es dennoch.
jnek 24.05.2018
5. Aha
Zitat von LuPy2lautet wohl die Devise beim FCB. Das sieht nicht nach einer großen Einkaufstour für die Saison 18/19 aus. Senioren wie Robbery werden gehalten. Sicher, die Rendite ist besser als Ulli seine Aktienspiele, aber andere Vereine verzehnfachen den Wert zwischen Ankauf und Verkauf.
Es ist ein leichtes zu "verzehnfachen", wenn man billig eingekauft hat. Schauen sie mal nach, wie andere mit einem Preisschild +/- 30 Mio weiterverkauft wurden. Einen wie Costa trotz der durchwachsenen Leistungen beim FCB so gut abzugeben, immerhin +50% des Einkaufswertes, ist in meinen Augen ein Erfolg. Wäre er mehr viel wert, dann hätten sich auch andere Clubs für ihn interessiert. Denn mal sollte nicht vergessen, es handelt sich "nur" um Douglas Costa, nicht um einen der Topspieler Europas.
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