Dritte Liga Fanbündnis zeigt sich "fassungslos" über Montagsspiele

Der DFB setzt auch in der Dritten Liga Montagsspiele an. Das kommt beim Fanbündnis ProFans nicht gut an - zumal die Änderung ohne Absprache vorgenommen wurde.

Fans von Drittliga-Aufsteiger 1860 München
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Fans von Drittliga-Aufsteiger 1860 München


Der Montag ist auch den Fans der Dritten Liga heilig. Nachdem der Deutsche Fußball-Bund die Einführung eines regulären Montagspieltags bekanntgegeben hat, protestiert das Fanbündnis ProFans. Man sei "fassungslos über diesen abermaligen Affront gegenüber Fußballfans", heißt es in einer Mitteilung. Schon bei der Einführung von fünf Montagsspielen pro Saison in der Bundesliga im vergangenen Jahr hatte es Proteste der Fans gegeben, der an den jeweiligen Spieltagen auch in den Stadien zum Ausdruck gebracht wurde.

Die weitere Aufsplittung der Drittligapartien, die nun an vier Tagen zu fünf unterschiedlichen Anstoßzeiten ausgetragen werden, laufe den Interessen der Zuschauer zuwider. "Mit welcher Ignoranz und Selbstverständlichkeit der DFB diese weitreichenden Veränderungen kommuniziert, ist schon außerordentlich", sagte ProFans-Sprecher Jörn Jacobs. Das Bündnis warf dem DFB zudem vor, das sensible Thema bei einem Treffen mit Fanvertretern am 25. Mai nicht erwähnt zu haben.

In der Dritten Liga gibt es künftig pro Spieltag ein Freitagsspiel um 19 Uhr, sechs Partien am Samstag (14 Uhr), zwei am Sonntag (13/14 Uhr) und, von einigen Ausnahmen abgesehen, ein Montagsspiel ebenfalls um 19 Uhr. Hintergrund der Anpassung ist unter anderem der neue Medienrechtevertrag der Dritten Liga, der von der neuen Saison bis zum Ende der Spielzeit 2021/2022 läuft. Die Vereine erhalten dann 1,28 Millionen Euro pro Saison.

krä/dpa

insgesamt 9 Beiträge
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mima1259 08.06.2018
1. Unmöglich
und das alles um irgendwelche Gelder zu kassieren. Der Fan ist dem DFB egal. Der einzige "Gewinner" ist der DFB . Egal ob erste , zweite oder jetzt auch dritte Liga, sch..... auf den Fan. SCHADE Auswärtsfahrten werden so immer schwerer.
gus78 08.06.2018
2. Zustimmung der Vereine?
Interessant wäre ja mal zu wissen, ob die Vereine dem zugestimmt haben. Ich befürchte - ähnlich wie in der Bundesliga - das dem so ist. Insofern müsste sich die Wut gegen die eigene Vereine richten. Ich ziehe jedenfalls meine Konsequenz und kaufe mir keine Dauerkarte mehr, da es bei 200 km Anreise zu einem Heimspiel schlichtweg zeitlich unmöglich ist, an einem Montag Abend 19 Uhr dort zu erscheinen. Und ich kann mir jetzt schon ausrechnen, dass insbesondere die interessanten Spiele (Derbys, namhafte Gegner) auf Montags gelegt werden.
aurichter 09.06.2018
3. Maßnahmen?
Wenn diese Montagsspielansetzungen, was ich ebenfalls verstehen kann, soviel Mißmut auslösen, dann engagiert euch und boykottiert diese Spiele. Je weniger Zuschauer an diesen Spielen Interesse zeigen, je leerer die Stadien an diesen Spieltagen sind, umso empfindlicher werden die Vereine betroffen und der Druck auf den DFB nimmt zu. Nur so ist m.E. etwas zu erreichen. Die Banner mit Protesten nimmt der DFB nicht zur Kenntnis, aber wenn am Geldhahn gedreht wird, dann kommt Bewegung hinein und sorgt für ein Umdenken. Auch werden die Vereine erst dann mehr Druck aufbauen. Das größte Problem wird die Betroffenheit darstellen von reichen Vereinen wie BVB, FCB etc, die vermutlich an den Tagen die Stiefel im Schrank lassen können und dennoch von den ausgehandelten Mehreinnahmen vorzüglich profitieren. Leidtragende sind eben nicht sehr einflußreiche Clubs, die nach der Pfeife der Tonangebenden tanzen müssen. Öffnung der Spieltagplanung, aber ohne unseren Einsatz, die Mehreinnahmen dann jedoch zu Uns /gez. KHR/Watzke und Co.
wind_stopper 09.06.2018
4. Warum ist das
so schlimm? Gibt es denn irgendeinen Grund, warum der Fan denn am Montag um 19 Uhr nicht ins Stadium gehen kann? Ist das Problem, dass der Fan dann halt nicht groehlend und saufend durch die Innenstadt ziehen kann, weil der Fan i.d.R. am Dienstag morgen nüchtern auf der Arbeit erscheinen muss? Wenn dem so, dann sollte der Fan mal umdenken. Die Anspreche, die Fussball-fans hier immer äußern sind lächerlich - wenn es den Fans nicht gefällt, dann einfach nicht mehr hingehen.
xvxxx 09.06.2018
5.
Zitat von wind_stopperso schlimm? Gibt es denn irgendeinen Grund, warum der Fan denn am Montag um 19 Uhr nicht ins Stadium gehen kann? Ist das Problem, dass der Fan dann halt nicht groehlend und saufend durch die Innenstadt ziehen kann, weil der Fan i.d.R. am Dienstag morgen nüchtern auf der Arbeit erscheinen muss? Wenn dem so, dann sollte der Fan mal umdenken. Die Anspreche, die Fussball-fans hier immer äußern sind lächerlich - wenn es den Fans nicht gefällt, dann einfach nicht mehr hingehen.
Ihr Beitrag ist so abwegig, dass er eine Antwort provoziert: - je nach Beruf ist an einem normalen Werktag ein Besuch unmöglich außer man arbeitet oder lebt in unmittelbarer Nähe des Stadions - Eine Auswärtsfahrt bedingt für die arbeitende Bevölkerung i.d.R. einen Urlaubstag, je nach Entfernung sogar 2. - Nicht für jeden Fan ist der Alkohol ein zentrales Element. Im Gegenteil: Für die meisten nicht! Der Besuch in den Stadien an den Montagen spricht hier eine klare Sprache. D.h. der Fussball wird zu einem reinen Fernsehevnt mit folkloristischen Elementen. In der 1. Liga vermutlich so gewollt. Aber muss das schon in Liga 3 so sein?
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