Hamburg - Chaos im griechischen Fußball: Die Organisatoren der klammen zweit- und drittklassigen Ligen haben angekündigt, den Spielbetrieb ab dem 13. Februar einzustellen. "Wir sind an der Armutsgrenze angekommen", heißt es in einer Erklärung: "Seit dem vergangenen Jahr hat die Organisation nur 20.000 Euro erhalten."
Hintergrund der finanziellen Probleme sind ausbleibende Einnahmen aus einem Sponsorenvertrag mit dem staatlich-geführten Lotto- und Sportwettenanbieter OPAP. Der Deal sollte eigentlich bereits im Mai 2011 abgeschlossen werden, wartet aber nach wie vor auf die Unterzeichnung durch OPAP. Wie die Fußball-Ligen mitteilten, seien die Clubs aufgrund der ausbleibenden Einnahmen nicht mehr in der Lage, "elementare laufende Kosten zu decken". Dabei geht es allerdings nicht um Lohnzahlungen an Spieler, sondern um deren Versicherungen. Momentan sind die Spieler nur für die Ligaspiele versichert.
Die Ligen dürfen sich keine andere Einnahmequelle suchen
OPAP hatte die Sponsoren-Zahlungen am Ende der vergangenen Saison aufgrund der anhaltenden Randale im griechischen Fußball gestoppt. "Die heutige Erklärung war die letzte Option. Wir sind eine Gruppe von Aktiengesellschaften, und uns ist es nicht erlaubt, andere Einnahmequellen zu suchen", sagte Liga-Präsident Stelios Sfakianakis: "OPAP hat uns mitgeteilt, dass wir warten sollen und dass die Verhandlungen weitergehen. Mit unserer Bewegung wollen wir diesen Dialog zum Abschluss bringen."
Die Spielervereinigung PSAP unterstützt die Fußball-Liga bei ihrem Vorgehen und drohte damit, ab dem 1. Februar in einen Streik zu treten, wenn es keine Einigung gebe. "Wir haben jetzt einen Monat lang dieses absurde Theater erlebt, und leider geht dieser Witz weiter", hieß es in einer Erklärung: "Die Geduld der Spieler ist aufgebraucht. Die Spieler der zweiten und dritten Ligen spielen dieses Wochenende, und das war's dann."
Auch die Super League, Griechenlands höchste Spielklasse, deutete die Möglichkeit eines Streiks an.
leh/sid
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