3. Liga Rostock ärgert Spitzenreiter Dresden

Die Schlussphase war dramatisch: Spitzenreiter Dynamo Dresden hat im Ost-Duell der dritten Liga spät einen Sieg gegen Hansa Rostock hergeschenkt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz bleibt komfortabel.

Justin Eilers (l.) gegen Rostocks Christian Dorda
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Justin Eilers (l.) gegen Rostocks Christian Dorda


Die Planungen für die zweite Bundesliga müssen noch warten. Dynamo Dresden ist gegen Hansa Rostock nicht über ein 2:2 (1:0) hinausgekommen. Die Tabellensituation bleibt für den Drittliga-Ersten günstig: Dynamo hat zwölf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Am Ende wurde das Ost-Duell dramatisch. In der 82. Minute sorgte ein Eigentor von Dresdens Marco Hartmann für den 1:1-Ausgleich für Hansa Rostock. Als alles nach einem Remis aussah, gelang Robert Andrich doch noch das 2:1 für den Tabellenführer (87.). Aber dabei blieb es nicht: Eine Minute vor dem Abpfiff gelang Maximilian Ahlschwede der erneute Ausgleich.

Die 1:0-Führung hatte zuvor Justin Eilers in der 28. Minute erzielt. Der Treffer gelang dem Top-Angreifer der Liga sehenswert per Hacke. Ob der 27-Jährige den Dresdnern auch über die Saison hinaus erhalten bleibt, ist ungewiss. Angeblich sollen auch einige Erstligisten an Eilers interessiert sein.

Mit dem Punktgewinn hat Rostock seine ansteigende Form der vergangenen Wochen bestätigt. Mit nun 36 Punkten auf dem Konto verschafft sich das Team von Christian Brand vorerst Luft im Abstiegskampf.

jan



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insgesamt 7 Beiträge
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neutlant 19.03.2016
1. Ostduell?
Wenn ich mir auf der Karte anschaue, wo Rostock liegt, frage ich mich, warum man von einer Ost-Mannschaft spricht. Selbst Hamburg liegt südlicher. Und Bremen, einheitlich als Nordclub verstanden, ist dichter an Holland als Rostock an Polen. Sieht so aus, als wenn Deutschland wieder mehr Erdkunde-Unterricht bräuchte!
Boesor 19.03.2016
2.
Erdkunde ist das eine, aber da beide Vereine ja nunmal eine sportliche Vergangenheit in einer anderen Liga (nein, nicht die erste Bundesliga) haben finde ich Ostduell nicht falsch.
vhn 19.03.2016
3. Typisch Dynamo
Diese Saison oft nicht gezeigt (sonst würden sie nicht da oben stehen). Aber sichere Spiele irgendwie doch noch zu verpacken, war oft ein Markenzeichen. Z. Zt. besinnt man sich wieder auf diese Tugenden.
renee gelduin 19.03.2016
4.
Zitat von neutlantWenn ich mir auf der Karte anschaue, wo Rostock liegt, frage ich mich, warum man von einer Ost-Mannschaft spricht. Selbst Hamburg liegt südlicher. Und Bremen, einheitlich als Nordclub verstanden, ist dichter an Holland als Rostock an Polen. Sieht so aus, als wenn Deutschland wieder mehr Erdkunde-Unterricht bräuchte!
Es spielt der letzte DDR-Oberligameister und Gewinner des letzten FDGB-Pokals gegen den Vizemeister. Vielleicht brauchen SIE etwas Nachhilfe ? Schließlich geht es hier nicht um Geographie... sondern Politik, Sport und Geschichte.
renee gelduin 19.03.2016
5.
Zitat von vhnDiese Saison oft nicht gezeigt (sonst würden sie nicht da oben stehen). Aber sichere Spiele irgendwie doch noch zu verpacken, war oft ein Markenzeichen. Z. Zt. besinnt man sich wieder auf diese Tugenden.
Dresden spielt die Saison runter, weil sie 12 Punkte Vorsprung haben, bei noch 7 ausstehenden Spielen. Wieso sollte sie auch nicht die Saison möglichst verletzungsfrei ausklingen lassen ? Seit 15 Spielen lediglich 1x verloren und so ein "sicheres Spiel" war das heute ganz und gar nicht. Rostock hat aus den letzten 5 Spielen 10 P geholt und belegt damit in der Formtabelle Platz 2, noch vor Dynamo. Dynamo daheim echt stark, aber den beinahe Klassenunterschied der blanken Tabelle hat man heute zu keinem Zeitpunkt gesehen. Sowohl für Dresden, als auch Hansa wäre sogar ein Sieg drin gewesen, man denke nur an den hanseatischen Pfostentreffer in der 9. (?) Spielminute. Ich bin einigermaßen überrascht, daß Spon sogar Artikel zu Dresden und /oder Hansa bringt, wenn es keine Ausschreitungen oder sonst irgendwelche zu übertreibenden Vorkommnisse gab... Man könnte in dem Zuge ja auch noch einen Artikel zu Aue verfassen. Die laufen auf einen unvergleichlcihen rekordtorarmen Aufstieg zu. Weniger eigene Tore als erzielte Punkte, das hat es in den vergangenen 20 Jahren in keiner der ersten 4 bzw 5 Ligen gegeben !
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