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Drei-Tore-Comeback: Der seltsame Fall des Alex Meier

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Fotostrecke: Das Traum-Comeback von Alex Meier Fotos
Getty Images

Je älter er ist, desto besser spielt er, selbst Verletzungen machen ihn offenbar nur stärker: Frankfurts Alexander Meier ist die lebende Widerlegung der Naturgesetze des Fußballs. Beim 6:2 gegen Köln feierte er sein Comeback mit drei Toren.

189 Sekunden. So lange brauchte Alex Meier am Samstagabend für die Beantwortung einer Frage. Die lautete: Würde Meier, immerhin schon 32, nach seiner halbjährigen Verletzungspause aufgrund einer Knieoperation wieder zurück zu der Form finden, die ihm in der vergangenen Saison die Torjägerkanone der Bundesliga eingebracht hatte? Die Antwort: Ja.

Aber Alex Meier wäre nicht Alex Meier, wenn er die Antwort nicht mit besonderem Nachdruck geben würde. Andere Spieler hätten vielleicht eine halbe Stunde gebraucht, um sich nach so einer langen Verletzungspause zu akklimatisieren. Meier benötigte gut drei Minuten, bis er sich im Kopfballduell nach einer Flanke von Aleksandar Ignjovski gegen zwei Kölner durchsetzte und das 1:0 erzielte.

Andere Spieler hätten sich vielleicht für die Rückkehr mit einem Tor feiern lassen. Meier machte noch zwei weitere und erzielte damit seinen ersten Bundesligahattrick seit über zehn Jahren. In einer Zeit, in der der Fußball immer athletischer wird und das Durchschnittsalter von Profis sinkt, scheint Meier von Jahr zu Jahr besser zu werden. Der Mann ist eineinhalb Jahre älter als Bastian Schweinsteiger, bei dem in England und in Deutschland darüber diskutiert wird, ob er der regelmäßigen Belastung noch gewachsen sei.

Radamel Falcao war einer der besten Stürmer der Welt, bevor er sich im Januar 2014 das Kreuzband riss. Die schwere Verletzung kostete ihn nicht nur die WM in Brasilien, sondern auch seine Torjägerqualitäten: Bis dahin hatte der Kolumbianer in seiner Vereinskarriere 198 Treffer erzielt. Seit er wieder spielt, gelangen ihm noch sieben Tore. Falcao ist drei Jahre jünger als Meier, und auch wenn man verschiedene Verletzungen (bei Meier war es die Patellasehne) nicht über einen Kamm scheren darf, erstrahlt das Märchen-Comeback des Frankfurters umso heller, wenn man es mit den Problemen anderer Stürmer vergleicht.

Nach seinem Führungstor per Kopf markierte Meier in der 23. Minute das 3:0. Nach einem schönen hohen Anspiel von Seferovic nahm er den Ball mit seinem schwächeren linken Fuß im Lauf direkt aus der Luft ab und platzierte den Ball perfekt am rechten Innenpfosten. Meier sagte nach dem Spiel auf Sky: "Man weiß, dass die Kraft wahrscheinlich nicht über 90 Minuten reicht." War das noch Bescheidenheit oder schon Koketterie?

Schließlich spielte er bis zur 88. Minute durch und hatte in der 87. noch die Kraft, sein drittes Tor zum 6:2-Endstand zu erzielen - wieder mit dem Kopf. Erneut stand er zwischen zwei Kölner Abwehrspielern, als die Flanke von Johannes Flum ihn erreichte. Diesmal aber war der Abschluss leichter, weil die FC-Spieler gebührenden Abstand wahrten. Deren Kraft schien früher ausgegangen zu sein als die von Alex Meier.

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
gegenpressing 13.09.2015
Man muss sagen, dass Alex Meier gefühlt seit dem Abstieg seine Leistungen kontinuierlich verbessert hat. Ein toller, sympathischer Junge, der sinnbildich für die tolle, bodenständige Arbeit bei der Eintracht steht.
2. Gut Ding will Weile haben
noalk 13.09.2015
Vielleicht macht Meier nur folgendes: Er kuriert seine Verletzungen aus.
3. Fußballgott
claminator 13.09.2015
Fußballgot ist nunmal eben ein Fußballgott. Er hat einfach einen Riecher, wie Thomas Müller. Bei der Form wäre er eine riesen Bereicherung für die Nationalmannschaft.
4. Gute Leistung
seinedurchlaucht 13.09.2015
...aber die Tore waren, wie er auch gesagt hatte, sehr gut aufgelegt, daher musste er nicht mehr allzu viel machen. Trotzdem muss man sie natürlich erstmal im Tor versenken.
5. Er war schon immer gut
JanoschAdler 13.09.2015
Die ständige Behauptung, Alex Meier würde immer besser werden, stimmt so einfach nicht. Er war schon vor vielen Jahren, schon unter Funkel einer der besten Spieler der Eintracht, sondern auch der Liga. Seine Scorer-Werte waren vergleichbar (oft sogar besser) mit denen der bekannten Stars wie Michael Ballack. Nur haben das damals, auch in Frankfurt, nur wenige bemerkt. Sicher ist seine Konstanz gestiegen, aber die "Naturgesetze des Fußballs" widerlegt er ganz sicher nicht. Seit einigen Jahren bekommt er nun endlich die Wertschätzung, die er eigentlich schon viel länger verdient, der AMFG (=AlexMeierFußballGott).
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