7:1 gegen Düsseldorf Jovic-Festspiele bei Eintracht-Sieg

Eintracht Frankfurt hat Fortuna Düsseldorf eine Lektion erteilt. 7:1 schossen die Frankfurter den Aufsteiger aus dem Stadion. Luka Jovic wandelte dabei auf Lewandowskis Spuren.

Luka Jovic
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Luka Jovic


Eintracht Frankfurt hat den dritten Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren und Fortuna Düsseldorf 7:1 (3:0) abgeschossen. Oder um es anders zu formulieren: Luka Jovic hat Fortuna Düsseldorf abgeschossen. Fünfmal (26. Minute, 34., 55., 69., 72.) traf der 20-Jährige gegen den Aufsteiger. Als erster Eintracht-Profi und jüngster Spieler überhaupt in der Bundesliga. Neben Jovic überragte auch Sébastien Haller, der zwei weitere Tore (20., 50.) und dazu zwei Torvorbereitungen beisteuerte. Düsseldorfs Dodi Lukebakio erzielte den Ehrentreffer (53.).

Die Partie brauchte 18 Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Dann ließ die Mannschaft von Adi Hütter die Düsseldorfer aber an der Startampel stehen. Nach einem feinen Lupfer von Mijat Gacinovic versuchte Lucas Torro, den Ball in die Mitte zu spielen. Adam Bodzek wurde aus kurzer Distanz an der Hand getroffen. Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ das Spiel zunächst weiterlaufen. Erst 55 Sekunden nach dem Handspiel von Düsseldorfs kam es zur nächsten Spielunterbrechung. Nach einem Hinweis des Videoassistenten überprüfte Aytekin die Szene in der Review Area und entschied auf Strafstoß.

Haller trat an - und versenkte unten rechts. Es sollte der Beginn einer Frankfurter Gala werden. In der 27. Minute flankte Filip Kostic von der linken Seite halbhoch in die Mitte. Der Ball kam etwas in den Rücken von Jovic, der sich quer in die Luft legte und mit einem Seitfallzieher ins lange Eck vollendete. Ein Traumtor, dem nur acht Minuten später ein weiteres folgte. Haller hielt im Düsseldorfer Strafraum gegen drei Gegenspieler den Ball und chippte ihn in den Rückraum zu Jovic. Der Serbe nahm den Ball volley und ließ Fortuna-Torwart Michael Rensing keine Chance.

Michael Rensing
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Michael Rensing

Ohnehin war Rensing zu bemitleiden, denn auch die zweite Spielhälfte sollte keine Besserung bringen. Nach einem Doppelpass mit Gacinovic lupfte Haller den Ball über den herausstürmenden Torhüter. Als Düsseldorf nur kurze Zeit später durch den eingewechselten Dodi Lukebakio den Ehrentreffer erzielte, schien die Frankfurter Tormaschinerie gestoppt. Schien: Denn wieder nur zwei Minuten später erzielte wieder Jovic - wieder sehenswert - das 5:1. Als der 20-Jährige auch noch das 6:1 und das 7:1 nachlegte, wurde es in Frankfurt historisch. Zuletzt hatte Bayerns Robert Lewandowski 2015 fünf Tore in einem Bundesligaspiel erzielt. Für Frankfurt erzielte Anthony Yeboah 1993 "nur" vier Tore in einer Partie.

Beim Stand von 5:1 wechselte Frankfurts Trainer sogar auf der Torwartposition. Für den angeschlagen in das Spiel gegangenen Kevin Trapp kam Frederik Rönnow. Trapp hatte die Länderspielreise in der vergangenen Woche verletzungsbedingt abgesagt. Frankfurt ist seit nun vier Bundesligaspielen ungeschlagen. Düsseldorf, dessen Trainer Friedhelm Funkel fünf Jahre die Eintracht trainierte, verlor dagegen das vierte Spiel in Folge.

Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf 7:1 (3:0)
Frankfurt: Trapp (58. Rönnow) - Abraham, Hasebe, Ndicka - da Costa, Torro (46. Stendera), Kostic - de Guzman, Gacinovic - Haller, Jovic (86. Hrgota)
Düsseldorf: Rensing - Ayhan, Bodzek (46. Lukebakio), Kaminski - Matthias Zimmermann, Zimmer - Morales, Sobottka (46. Barkok) - Stöger - Raman, Ducksch Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Gelbe Karten: - Ayhan, Stöger
Zuschauer: 48.000

hba



insgesamt 12 Beiträge
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jochenhofmann68 19.10.2018
1. Herrlich
Wunderbar und das Schöne dabei ist: Als AfDler 35 € auf einen Eintracht-Sieg gewettet und netto 57,22 € gewonnen. Wenn das jetzt der Eintracht Präsident liest..... (Das Späßle musste jetzt sein).
meresi 19.10.2018
2. Adi Hütter
und seine Mannen. Vor nicht allzulanger Zeit wurden schon Wetten darüber abgeschlossen wie lange der Österreicher noch bei Frankfurt werkeln darf, nun, hier ist seine und seines Teams Antwort. Das macht sich auch schön bei der Tordifferenz. Ich persönlich schätze ihn auf derselben Stufe mit Hasenhüttl und dem Jungtrainer von Hoffenheim ein, sowie Kovic und und und, wenn nicht sogar besser. Man sehe sich nur mal genauer seinen Werdegang als Trainer an. Okay, ich will den Tag nicht zu sehr vor dem Abend loben, warten wir mal die 1. Hälfte der Saison ab.
rolando_saltador 19.10.2018
3. Nürnberg und Düsseldorf
Tja, der Club aus Nürnberg kriegt mit 7:0 in Dortmund und 6:0 in Leipzig die Grenzen aufgezeigt und jetz die Fortuna aus Dssdf. mit 7:1 in Frankfurt. Was sagt uns das? Geld schießt doch Tore und der Abstand zwischen der 2. und der 1. Liga wächst leider offensichtlich doch stärker als gedacht. Die herrlichste Nebensache der Welt wird zur Lachnummer. Aber solange sich die Geldmaschine der UEFA und der Sponsoren dreht und die jetzigen Krönusse Millionen scheffeln, wird sich nichts ändern. Kleinere Verein werden zu Ausbildungsvereinen degradiert, die nur hinterherhecheln können. Echter Sport schaut meines Erachtens anders aus, aber ehrlicherweise habe ich auch keine Lösung parat, man kann ja wohl nicht alles deckeln, Spielergehälter oder Sponsorenunterstützung etc. Oder doch, wenn man wollte? Ich liebe Science-Fiction, oder auch Märchen;-))
Nonvaio01 20.10.2018
4. Gut so
Das laesst hoffen fuer die BL wenn aufsteiger wegehauen werden.
meromero 20.10.2018
5. Respektlos ...
... gegenüber dem FCBayern. Einfach so in der Tabelle überholen ... ohne um Erlaubnis zu fragen. Vielleicht sollte eine PK einberufen werden ... das geht so net. Starke Eintracht! Weiter so !!
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