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Eintracht-Krise: Politiker fordert Funkel-Rauswurf

Geld regiert die Welt - das gilt auch in der Bundesliga. Das zumindest denkt ein FDP-Politiker, der auf die Entlassung von Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel drängt. Der Liberale begründet seine Forderung mit einer Millionenbürgschaft aus längst vergangenen Tagen.

Frankfurt - Die Diskussion um Trainer Friedhelm Funkel bei der abstiegsbedrohten Eintracht Frankfurt treibt seltsame Blüten: In einem offenen Brief forderte der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen die Entlassung des umstrittenen Frankfurter Coaches. "Wenn Friedhelm Funkel vier Spieltage vor Schluss den wirklich hoch philosophischen Satz benutzt 'die Hoffnung stirbt immer zuletzt' so scheint mir der Zeitpunkt der Trennung endgültig gekommen. Etwas Substanzielles muss passieren", schrieb Hahn an Bruchhagen.

Eintracht-Trainer Funkel: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"
REUTERS

Eintracht-Trainer Funkel: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Hahn erinnerte in seinem Brief an die Tatsache, dass die millionenschwere Bürgschaft der hessischen Landesregierung vor fünf Jahren der Eintracht überhaupt erst die Lizenz gesichert habe. "Das Land Hessen, die Politik also, hat das ihre getan. Jetzt muss der Verein vernünftig und zielorientiert reagieren", sagte Hahn weiter.

Mit Kopfschütteln reagierte Bruchhagen auf das Schriftstück, das gestern per Fax in der Geschäftsstelle eingegangen war. "Wir stehen in der Kritik. Aber das werde ich nicht kommentieren", sagte Bruchhagen, der Funkel erneut das Vertrauen aussprach: "Die Entscheidung pro Funkel ist einmütig und einstimmig gefallen. Das war ein ganz wichtiges Zeichen des Vorstands, und das Trainerteam wird das Vertrauen zurückzahlen", so Bruchhagen.

Albert Streit steht offenbar vor einer Rückkehr in den Eintracht-Kader für das wichtige Gastspiel bei Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Der zuletzt dreimal in Folge ausgemusterte Mittelfeldspieler, dem Angebote von Dortmund und Schalke 04 vorliegen sollen, kehrte nach einer "dreitägigen Denkpause" (Funkel) heute zurück in das Mannschaftstraining. "Wir erwarten, dass Streit sich professionell verhält und seiner Pflicht als Lizenzspieler nachkommt", so Bruchhagen.

Definitiv verzichten muss die Eintracht in Dortmund auf Rechtsverteidiger Patrick Ochs, der noch immer an einer Bänderdehnung im Knie laboriert. Zudem droht der Ausfall von Ex-Nationalspieler Marko Rehmer wegen Rückenproblemen.

mig/sid

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