Fußball-Bundesliga Boateng schießt die Eintracht auf Platz zwei

Frankfurt in der Champions League? Die Eintracht hat das Freitagabendspiel in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen - und ist nun Zweiter. In einer ruppigen Partie stand Kevin Prince Boateng im Mittelpunkt.

Frankfurts Kevin-Prince Boateng (r.), Ante Rebic
DPA

Frankfurts Kevin-Prince Boateng (r.), Ante Rebic


Eintracht Frankfurt hat den zweiten Tabellenplatz erobert - zumindest vorrübergehend. Dank der Treffer von Kevin Prince Boateng (43. Minute) und Luka Jovic (90.+3) siegte der Klub zum Auftakt des 20. Bundesliga-Spieltags gegen Borussia Mönchengladbach 2:0 (1:0).

Bayer Leverkusen, Schalke, RB Leipzig und Borussia Dortmund können jedoch mit Siegen am Samstag oder Sonntag an der Eintracht vorbeiziehen. Gladbach ist Sechster. (Hier finden Sie die aktuelle Bundesliga-Tabelle.)

Das Spiel begann für die Gladbacher mit einem Rückschlag: Keeper Yann Sommer musste in der 17. Minute wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Für ihn kam Tobias Sippel zum Einsatz. Zuvor hatte Frankfurt fast das 1:0 erzielt - doch nach einem Konter traf Marius Wolf aus fünf Metern nur neben das Tor (6.).

Eine kampfbetonte, geradezu ruppige erste Hälfte entwickelte sich, in der sich Frankfurts Ante Rebic das gröbste Foul leistete, als er Gladbachs Patrick Herrmann von hinten in die Hacken trat und Glück hatte, dass er von Schiedsrichter Marco Fritz nur die Gelbe Karte gezeigt bekam (30.).

Boatengs Bodycheck

Auch Torchancen gab es noch ein paar, die beste nutzte Kevin Prince Boateng zum 1:0 für Eintracht Frankfurt: Nachdem sich Timothy Chandler auf der linken Seite gegen Herrmann durchgesetzt hatte, passte er in die Mitte. Dort konnte Boateng einschieben (43.) und sich über seinen vierten Saisontreffer freuen.

Gladbach versuchte es in der zweiten Hälfte zunächst mit Fernschüssen, brachte Lukas Hradecky im Frankfurter Tor allerdings kaum in Bedrängnis. Deutlich gefährlicher war da schon Herrmanns Schuss in der 57. Minute, der allerdings von der Latte ins Toraus sprang.

Es war dann ausgerechnet Torschütze Boateng, der den Gladbachern eine Großchance ermöglichte (nachdem er sich zuvor bereits einen Bodycheck gegen Jannik Vestergaard geleistet hatte): Boateng behinderte Lars Stindl in der 77. Minute am Abschluss, Referee Fritz entschied auf Strafstoß. Doch Thorgan Hazard traf nur die Latte. So konnte Frankfurts Jovic mit einem Tor in der Nachspielzeit alles klar machen.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 2:0 (1:0)
1:0 Boateng (43.)
2:0 Jovic (90.+2)
Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Hasebe, Falette - Wolf, Mascarell, Chandler - Kevin-Prince Boateng, Gacinovic (85. Fernandes) - Haller (82. Jovic), Rebic (61. Barkok)
Mönchengladbach: Sommer (16. Sippel) - Ginter, Vestergaard, Elvedi - Herrmann, Kramer (74. Hofmann), Zakaria, Wendt (46. Jantschke) - Cuisance, Stindl - Hazard
Schiedsrichter: Marco Fritz
Zuschauer: 47.500
Gelbe Karten: Mascarell, Rebic (5), Salcedo (2), Barkok, Jovic - Zakaria (7), Jantschke
Besonderes Vorkommnis: Hazard schießt Foulelfmeter an die Latte (78.)

bka



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
gibmichdiekirsche 26.01.2018
1. One Night Stand
Ich empfinde es als eine ziemliche sportjournalistische Unsitte, vor Abschluss eines Spieltages zu schreiben: "...schießt Frankfurt auf Platz zwei." 16 Mannschaften kommen morgen und übermorgen noch aus der Kabine. Und sollte "mein" BVB morgen nach einem Sieg und Patzern der Konkurrenz auf "Platz zwei" stehen, fände ich eine solche Schlagzeile immer noch sensationsheischend und deplatziert. Lustig finde ich freilich die Bezeichnung "one night stand" für einen Tabellenplatz, der morgen schon wieder Makulatur sein dürfte.
peterw 26.01.2018
2. Nagelsmann? Kovac!
Alle reden von Nagelsmann. Aber Kovac, das ist in Wahrheit der beste Nachwuchstrainer.
diewildedreizehn 26.01.2018
3. Wozu?
Zitat von gibmichdiekirscheIch empfinde es als eine ziemliche sportjournalistische Unsitte, vor Abschluss eines Spieltages zu schreiben: "...schießt Frankfurt auf Platz zwei." 16 Mannschaften kommen morgen und übermorgen noch aus der Kabine. Und sollte "mein" BVB morgen nach einem Sieg und Patzern der Konkurrenz auf "Platz zwei" stehen, fände ich eine solche Schlagzeile immer noch sensationsheischend und deplatziert. Lustig finde ich freilich die Bezeichnung "one night stand" für einen Tabellenplatz, der morgen schon wieder Makulatur sein dürfte.
Wozu diese künstlich wirkende Aufregung? "Eintracht Frankfurt hat den zweiten Tabellenplatz erobert - zumindest vorübergehend." So steht es gleich am Anfang des Beitrags. Und weiter heißt es: "Bayer Leverkusen, Schalke, RB Leipzig und Borussia Dortmund können jedoch mit Siegen am Samstag oder Sonntag an der Eintracht vorbeiziehen. " Aber wer sich an etwas hochziehen will, der findet immer etwas. Insbesondere wenn man mit ansehen muss wie ein "Normaloclub" wie die Eintracht am selbsterklärten zweiten Leuchtturm vorbeizieht, mit einem Drittel dessen Umsatzes.
st.georges 26.01.2018
4. Makulatur hin oder her
Klassenerhalt ahoi! Das ist die Realität. Die Berichterstattung des Artikels ist dahingehend negativ, dass die Leistung der Eintracht konsequent geschmälert wird. Wer die Partie verfolgt hat sieht, dass keinerlei bösartige und absichtliche Fouls begangen wurden. Es war völlig im Rahmen. Deswegen auch keine Rote Karte. Verdienter Sieg. Gratulation.
kurcina 27.01.2018
5. Nichts als die Wahrheit
Ich habe mir die aktuelle Tabelle auf verschiedenen Sportportalen und im Videotext angesehen. Überall wird die Eintracht auf Platz 2 geführt. Und das bleibt noch ein paar Stunden so. Da kann man nichts machen.
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