Eklat bei Manchester City: Stürmerstar Tevez entschuldigt sich

"Missverständnis": Manchester Citys Carlos Tevez streitet ab, sich während des Champions-League-Spiels beim FC Bayern einer Einwechslung verweigert zu haben. Der Argentinier hat sich bei den Fans entschuldigt, sein Rauswurf ist aber noch nicht vom Tisch.

ManCity-Stürmer Tevez: Streit mit Trainer Mancini Zur Großansicht
AFP

ManCity-Stürmer Tevez: Streit mit Trainer Mancini

Hamburg - Carlos Tevez von Manchester City hat den Ärger um seine Person beim Champions-League-Spiel in München als "Missverständnis" bezeichnet und sich bei den Fans entschuldigt.

Möglicherweise sei seine Position angesichts einiger Verwirrung auf der Bank missverstanden worden, sagte Tevez nach dem 0:2 beim FC Bayern zu Sky Sports. "Ich möchte mich bei allen Manchester-City-Fans, mit denen ich immer eine enge Beziehung hatte, für ein Missverständnis entschuldigen."

Laut Trainer Roberto Mancini hatte sich Tevez Mitte der zweiten Halbzeit geweigert, zu spielen. Der Stürmer, der 2009 für rund 30 Millionen Euro zu den "Citizens" gekommen war und in rund 60 Spielen über 40 Treffer erzielte, soll es abgelehnt haben, sich aufzuwärmen.

Tevez hatte nach dem Spiel zunächst folgende Sichtweise parat: "Ich habe mich einfach nicht wohlgefühlt, war mental nicht in der Lage dazu. Deshalb war es besser, nicht zu spielen", sagte er.

"Ich hatte mich aufgewärmt und war einsatzbereit"

Direkt nach dem Schlusspfiff in der Münchner Arena sagte Mancini: "Wenn wir uns als Team verbessern wollen, kann er nicht mehr spielen. Wir sind fertig. Tevez wird unter mir nie wieder für City spielen." Tevez widerspricht der Darstellung seines Trainers. "Ich hatte mich aufgewärmt und war einsatzbereit."

Ob diese Worte seine Zukunft bei den "Citizens" sichern, ist ungewiss. "Können Sie sich vorstellen, dass so etwas ein Spieler von Bayern München, AC Mailand oder Manchester United tut?", fragte Mancini, der nicht zum ersten Mal Ärger mit Tevez bekam.

Im Sommer hatte der Spieler darauf gedrängt, City verlassen zu dürfen. Der Fall schien mit dem Umzug seiner Familie nach England geklärt. Die Kapitänsbinde nahm ihm Mancini trotzdem weg.

In der laufenden Premier-League-Saison hat Tevez bisher erst ein Spiel über die volle Distanz bestritten, im Liga-Cup gegen Birmingham City. Mancini vertraute bisher dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko und Zugang Sergio Agüero. Nun soll es in den nächsten Tagen ein Gespräch mit den Club-Verantwortlichen in Sachen Tevez geben. Mancini will bei Präsident Khaldoon al-Mubarak eine Kündigung des bis 2014 gebundenen Argentiniers erwirken.

FC Bayern - Manchester City 2:0 (2:0)
1:0 Gomez (38.)
2:0 Gomez (45.+1)
München: Neuer - Rafinha, van Buyten, Boateng, Lahm - Schweinsteiger, Luiz Gustavo - Thomas Müller, Toni Kroos (83. Timoschtschuk), Ribéry (90. Robben) - Gomez
Manchester: Hart - Richards, Kompany, K. Touré, Clichy - Nasri (69. Milner), Barry (73. Kolarov), Y. Touré, Silva - Agüero, Dzeko (56. de Jong)
Schiedsrichter: Kassai (Ungarn)
Zuschauer: 66.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Agüero, Clichy, Y. Touré, K. Touré

chp/AP/dpa/sid

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insgesamt 8 Beiträge
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1. 200000 die Woche
Nonvaio01 28.09.2011
Zitat von sysop"Missverständnis": Manchester Citys Carlos Tevez streitet ab, sich während des Champions-League-Spiels beim FC Bayern einer Einwechslung verweigert zu haben.*Der Argentinier hat sich*bei den Fans entschuldigt, sein Rauswurf ist aber noch nicht vom Tisch. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,788776,00.html
der Typ kriegt 200.000€ die Woche, da gibt es einfach keinen grund nicht zu spielen. Wie das bei Felix augehen wuerde weiss man ja. Aus dem Kader geschmissen (nicht mal auf die Bank) und dann noch verklagt auf schadens ersatz, welches die Summe des transfers sein sollte 30Mio Euro. Denn soviel hat City gezahlt.
2. Der hat sie doch nicht mehr alle
Cancun 28.09.2011
"He's a disgrace to football, he epitomises everything that the man on the street thinks is wrong with modern footballers" Sky Kommentator Graeme Souness 'nuff said.
3. Tevez...
Linus Haagedam 28.09.2011
...ist ein begnadeter Stürmer.
4. Keiner war dabei...
elheppa@googlemail.com 28.09.2011
Es war keiner der Herren oder Damen, die sich im TV oder hier äußern bei der Situation dabei. Ich bin auch kein Fan des Herrn Tevez, aber diese Szene wird mir irgendwie etwas überbewertet ohne genau zu wissen, was vorgefallen ist, denn: 1. Spricht der Herr Mancini sehr schlechtes Englisch 2. Spricht der Herr Tevez überhaupt kein Englisch. 3. Könnte er zb. auch gemeint haben, dass es fürs Team besser sei, wenn er heute nicht spielen würde, da er sich einfach nicht fit fühlt. Ich bin zwar auch der Meinung, dass ein Fussballprofi, der soviel Geld verdient, immer vollen Einsatz zeigen müsste, und auch jederzeit Bereit sein müsste (abgesehen von Verletzungen und Krankheit), aber trotzdem sollte man in diesem Fall erstmal genau abwägen, bevor man verurteilt...
5. Blindgänger
grafspee 28.09.2011
Zitat von Cancun"He's a disgrace to football, he epitomises everything that the man on the street thinks is wrong with modern footballers" Sky Kommentator Graeme Souness 'nuff said.
Absolut. Der Gurkenkönig hat bei der Copa America 2011 in Argentinien den entscheidenden Elfmeter gegen Uruguay versemmelt. Uruguay hat später die Copa in Argentinien gewonnen. Danke Carlos.
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Sieger Uefa Champions League
Jahr Verein
2013 FC Bayern München
2012 FC Chelsea
2011 FC Barcelona
2010 Inter Mailand
2009 FC Barcelona
2008 Manchester United
2007 AC Mailand
2006 FC Barcelona
2005 FC Liverpool
2004 FC Porto
2003 AC Mailand
2002 Real Madrid
2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille

Financial Fair Play
Das Financial Fair Play (FFP) ist ein Uefa-Reglement zur Lizenzierung der Clubs für die Teilnahme an europäischen Clubwettbewerben. Darin sind unter anderem sportliche, infrastrukturelle, rechtliche und finanzielle Bedingungen aufgeführt, die von den Clubs erfüllt werden müssen. So müssen im Verlauf der letzten drei Jahre beispielsweise die Einnahmen die Ausgaben ausgleichen. Ist das nicht der Fall, kann die Differenz durch private Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden, allerdings bislang nur bis zu einem Betrag von 45 Millionen Euro. Ab 2018 soll neu verhandelt werden, wie hoch dieser Betrag sein darf. Das langfristige Ziel besteht darin, den Betrag auf null zu senken. Bei Verstößen kann die Uefa die Clubs sanktionieren. Dies können Geldstrafen bei kleineren Verstößen sein und sogar der Ausschluss vom Europapokal bei schweren Vergehen gegen das FFP. Die Vereine haben mit der Uefa vereinbart, die Sanktionen zu akzeptieren.
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