Hamburg - Hannover und Leverkusen haben das durchwachsene Abschneiden der deutschen Mannschaften beim Europa-League-Auftakt komplettiert. Das Team von Trainer Mirko Slomka spielte remis gegen den niederländischen Club Twente Enschede. Bayer trennte sich torlos von Metalist Charkow. Zuvor hatten sich bereits Stuttgart gegen Bukarest und Mönchengladbach im Aufeinandertreffen mit Limassol die Punkte geteilt.
Die Tore für Twente erzielten Willem Janssen in der siebten Minute und Nacer Chadli (54. Minute), Artur Sobiech gelang für 96 zunächst der Anschlusstreffer (67.), ehe Peter Wisgerhof mit einem Eigentor für den Ausgleich sorgte (72.). "Meine Jungs haben sich den Punkt redlich verdient", sagte Slomka.
Nicht einmal eine Minute war gespielt, da schickte Dusan Tadic einen Steilpass Richtung Hannover-Tor. Bei der anschließenden Direktabnahme traf Luc Castaignos aber nur das Außennetz. Schon in dieser Situation wurde deutlich: Mirko Slomkas Entscheidung, Felipe für Karim Haggui in der Innenverteidigung aufzustellen, war kein glücklicher Zug. Denn auch beim frühen Tor durch Janssen wirkte der Brasilianer indisponiert.
Slomka wechselt früh
Die Gastgeber vergaben anschließend binnen sieben Minuten gleich drei große Chancen: Tadic scheiterte mit einem Kopfball und einem Lupfer, der auf dem Tornetz landete (14./18.). Nach einem erneuten Stellungsfehler von Felipe zielte auch Castaignos (21.) mit seinem Lob über den herausgeeilten Zieler nicht genau genug.
Slomka reagierte wenig später, nahm nach einer halben Stunde Sergio da Silva Pinto aus der Partie und brachte Adrian Nikci für die rechte Außenseite. Danach standen die Hannoveraner zumindest nicht mehr so stark unter Druck. Mehr als ein harmloser Freistoß von Szabolcs Huszti (33.) und ein Kopfballversuch im Fünfmeterraum von Felipe (42.) sprang für die 96er aber nicht heraus. Und das, nachdem die Gäste bei ihren vergangenen vier Siegen auf dem Weg in die Gruppenphase 15 Tore erzielt hatten.
Slomka brachte nach dem Seitenwechsel Artur Sobiech, Mohammed Abdellaoue musste weichen. Aber zuerst legte Enschede, das vom ehemaligen Bundesliga-Coach Steve McLaren trainiert wird, nach: Der Chadli-Freistoß von der linken Seite mit dem rechten Fuß wurde noch von Jan Schlaudraff abgefälscht. "Wir sind erst nach dem 0:2 richtig aufgewacht, und dann hat die Mannschaft ihre Klasse gezeigt", so 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler. Denn anschließend schlug der eingewechselte Sobiech zu.
Ein Rettungsversuch der Niederländer landete vor seinen Füßen, aus 14 Metern schob Sobiech den Ball ins Tor. Nur wenig später lenkte Wisgerhof eine Flanke von Konstantin Rausch ins Tor. Hannover machte weiter Druck, zum Siegtreffer reichte es nach vier Erfolgen in Serie in der Qualifikation aber nicht mehr. Vielmehr hielt Nationalkeeper Ron-Robert Zieler in der Nachspielzeit noch den Punkt fest.
Twente Enschede - Hannover 96 2:2 (1:0)
1:0 Janssen (7.)
2:0 Chadli (54.)
2:1 Sobiech (67.)
2:2 Wisgerhof (73., Eigentor)
Enschede: Mihaylov - Rosales, Douglas, Wisgerhof, Braafheid (50. Boyata) - Janssen, Brama, Schilder (46. Landzaat) - Tadic, Castaignos, Chadli (77. Gutierrez)
Hannover: Zieler - Cherundolo, Felipe, Eggimann, Rausch - da Silva Pinto (31. Nikci), Andreasen (75. Schmiedebach) - Stindl, Huszti - Schlaudraff, Abdellaoue (46. Sobiech)
Schiedsrichter: Michael Dean (England)
Zuschauer: 22.500
Gelbe Karten: Landzaat - Huszti, Rausch, Eggimann
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