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10. Juni 2012, 19:02 Uhr

EM 2012

Uefa ermittelt gegen DFB, Stark darf pfeifen

Der DFB muss sich für das Verhalten einiger Fans in der Partie gegen Portugal vor der Uefa rechtfertigen. Schiedsrichter Wolfgang Stark wird das zweite Spiel der Polen leiten. Und: Die Griechen bangen um den Einsatz von Georgios Fotakis gegen Tschechien.

Hamburg - Die Europäische Fußballunion Uefa hat gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein Disziplinarverfahren eröffnet. Beim 1:0-Sieg von Deutschland gegen Portugal am Samstag hätten deutsche Fans Gegenstände auf den Platz geworfen, teilte die Uefa mit. Am Donnerstag soll der Fall vor dem Kontroll- und Disziplinarausschuss verhandelt werden. Dann muss sich auch Portugals Verband vor den Sportrichtern verantworten, weil das Team den Anstoß zur zweiten Halbzeit verzögert habe.

Schiedsrichter Wolfgang Stark wird das Vorrundenspiel zwischen Polen und Russland am Dienstag in Warschau (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) leiten. Das gab die Uefa am Sonntag bekannt. Für den 42-Jährigen hat das Warten nach zwei erfolglosen Nominierungsrunden somit ein Ende.

Griechenland bangt vor seinem zweiten EM-Spiel am Dienstag gegen Tschechien (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) um den Einsatz von Georgios Fotakis. Der 20 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler brach das Training am Sonntag wegen Oberschenkelproblemen ab. Damit fehlt Nationaltrainer Fernando Santos neben den Innenverteidigern Sokratis (Gelb-Rot-Sperre) und Avraam Papadopoulos, der im Eröffnungsspiel gegen Polen einen Kreuzbandriss erlitten hatte, womöglich ein weiterer Spieler.

Die Dopingkontrolleure der Uefa haben laut eigenen Angaben bei ihren Tests vor der EM keinen positive Probe gefunden. Insgesamt waren 160 Spieler getestet worden, aus jeder teilnehmenden Mannschaft zehn. Es wurden Urin- und Blutproben genommen. Die Tests wurden in den Trainingslagern der Teams durchgeführt, die Proben danach im Analyselabor der Welt-Anti-Dopingagentur (Wada) in Warschau überprüft.

Die angeschlagenen Yann M'Vila und Blaise Matuidi sind in das französische Mannschaftstraining zurückgekehrt und stehen für den EM-Auftakt gegen England am Montag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zur Verfügung. Den Einsatz der beiden Mittelfeldspieler in der Startelf stufte Nationaltrainer Laurent Blanc zwar als "schwierig" ein, eine Einwechslung schloss er aber nicht aus. Für die Position vor der Abwehr ist Alou Diarra vorgesehen.

psk/sid/dpa

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