Turnier in Frankreich Müller kritisiert EM-Modus

Nationalspieler Thomas Müller findet den neuen EM-Modus nicht gelungen. Aus Sicht der Fans seien 51 Spiele zwar schön - sportlich jedoch nicht unbedingt von Vorteil.

Thomas Müller
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Thomas Müller hat kurz vor dem Turnierstart in Frankreich den neuen EM-Spielplan kritisiert. "Ich bin über diesen Modus nicht ganz glücklich", sagte der 26 Jahre alte Torjäger der deutschen Nationalmannschaft der "Bild am Sonntag".

In Frankreich werden erstmals 24 Mannschaften teilnehmen, aufgeteilt in sechs Vierer-Gruppen. Die ersten beiden jeder Gruppe sind sicher für das Achtelfinale qualifiziert, auch die vier besten Gruppendritten dürfen weiter mitmachen.

Aus Sicht der Zuschauer sei die Aufstockung auf 24 Teams nachvollziehbar, sagt Müller, für den sportlichen Stellenwert sei diese Aufblähung mit dann insgesamt 51 Spielen aber nicht sinnvoll: "Ja, du hast ein Spiel mehr. Als Fan würde ich mich auch freuen, wenn's noch mal ein Spiel mehr gibt zum Anschauen bei schönem Wetter mit einer schönen Grillwurst. Aber für den Wettbewerb an sich ist es vielleicht nicht unbedingt von Vorteil."

Vor Müller hatten bereits Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff Kritik geäußert. "Als Trainer halte ich die Aufstockung des Teilnehmerfelds bei einer Europameisterschaft für fragwürdig", sagte Löw bereits im vergangenen Jahr: "Der sportliche Wert einzelner Spiele, aber auch des gesamten Wettbewerbs sinkt." Und Bierhoff sagte: "Gefühlt ist der neue Modus eine Verwässerung."

bka/sid/dpa



insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
Nr43587 29.05.2016
1.
Aufstockung von 16 auf 20 Teilnehmer hätte es auch getan. Fünf Vierergruppen, vier statt drei Gruppenspiele, Erster und Zweiter kommen wie gehabt ins Viertelfinale.
feri-aus-berlin 29.05.2016
2.
bla bla sportlicher Wert bla .. hat man ja gesehen, sportliche Qualität, im Champions League Finale. und Pepe war das Sahnehäubchen. Vermutlich sind es weniger intensive Spiele. außerdem ist es ja keine spielverdoppelung für die Mannschaften. es ist halt die eigene Arroganz die einen annehmen lässt einen Anspruch auf das Finale zu haben. aber Sa werden nur zwei Teams am Ende sein. Soll die UEFA halt einen größeren Kader zulassen. freuen sich die Spieler, die sonst mach Hause müssen. was waren das noch für Zeiten als Matthäus, Brehme, Völler und Co stolz waren spielen zu können, wenn es sein soll bis 40 Jahre.
Freifrau von Hase 29.05.2016
3.
Ach Thomas, vielleicht sind wir Deutschen noch ganz glücklich, dass man auch als Gruppendritter weiterkommen kann.....
maximinus 29.05.2016
4. Begründung?
Welche Begründung führt Müller denn nun konkret an, weshalb es sportlich gesehen nicht ganz ideal sei? Auch Löws und Bierhoffs Aussagen finde ich mehr als schwammig: wertet einzelne Spiele und den Wettbewerb ab? Warum denn nun? Weil man auch als Gruppendritter weiter kommen kann? Es gibt schlicht eine Spielrunde mehr (Achtelfinale) und meiner Meinung nach wertet das den Wettbewerb eher auf, denn je mehr Spiele eine Mannschaft für sich entscheiden muss, um den Titel zu holen, desto verdienter ist der Titel dann auch letztlich.
zwi1 29.05.2016
5.
Unrecht hat er ja nicht. Am besten man hätte gleich 32 Mannschaften zugelassen wie bei der wm und fertig. Wäre fairer gewesen. Ich bin mir auch sicher der Thomas wird es verschmerzen können, bekommt das Spiel sicherlich nicht schlecht vergütet.
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