Hamburg - Die Uefa hat weitere Details zur europaweit ausgetragenen EM 2020 bekannt gegeben: Das Turnier findet in 13 Städten in 13 verschiedenen Ländern statt. Damit kann auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nur mit einem Austragungsort bei der ersten dezentralen Endrunde der EM-Geschichte vertreten sein. Den Zuschlag kann es dabei entweder für drei Gruppenspiele sowie ein K.-o.-Spiel oder für die Finalrunde mit den beiden Halbfinals und dem Endspiel geben.
"Alle 53 Verbände sind ausdrücklich eingeladen, sich zu bewerben. Wir wollen nicht nur eine Region einbeziehen, sondern ganz Europa. Vom Osten bis zum Westen, vom Norden bis zum Süden", sagte Uefa-Präsident Michel Platini. "So kann es zu einem Derby zwischen Portugal und Kasachstan kommen, das wird doch bestimmt interessant."
Laut Platini habe noch kein Land eine konkrete Bewerbung eingereicht. "Ich fühle aber, dass viele interessiert sind", sagte der ehemalige französische Weltklassespieler. Der DFB hatte bereits signalisiert, als Gastgeber fungieren zu wollen. Zuletzt hatte sich der Verband entschieden, dabei auf die Stadien in Berlin, Dortmund, Stuttgart und München zu setzen. Das sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach einer Sitzung der Uefa-Arbeitsgruppe der "Sport Bild". Für die Auswahl war vor allem die Stadionkapazität entscheidend.
Die Endrunde mit 24 Mannschaften wird in sechs Gruppen mit vier Teams ausgetragen. Für die Gruppenspiele sind zwölf Städte vorgesehen, im Idealfall zwei pro Gruppe. Die beiden Halbfinals und das Endspiel werden in einer 13. Stadt ausgetragen. "Jeder der 53 Mitgliedsverbände darf zwei Bewerbungen abgeben, eine für die Gruppenspiele, eine für die Finalrunde. Nur eine darf aber Erfolg haben, so dass letztlich 13 Länder beteiligt sind", sagte Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino.
leh/sid/dpa
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