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EM-Qualifikation: WM-Dritter Niederlande verliert gegen Island

Blamage für den WM-Dritten: Die Niederlande unterlagen Island in der EM-Qualifikation 0:2. Auch Italien tat sich schwer, gewann aber. Bei Norwegen stellte Talent Martin Ødegaard einen Rekord auf.

Niederlande-Spieler Robben: Hinter Island und Tschechien Zur Großansicht
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Niederlande-Spieler Robben: Hinter Island und Tschechien

Hamburg - Die Niederlande kommen in der Qualifikation für die Fußball-EM 2016 in Frankreich nicht in Schwung: Am dritten Spieltag kassierte das Team um die Bundesliga-Profis Arjen Robben und Klaas-Jan Huntelaar auf Island ein 0:2 (0:2).

Bei den Niederlanden saß Huntelaar trotz seines Treffers beim mühsamen 3:1-Sieg gegen Kasachstan zunächst nur auf der Bank, erst zur zweiten Halbzeit kam er für Wesley Sneijder. Robben durfte erneut von Beginn an spielen. Der Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson brachte Island vor der Pause per Strafstoß und dann mit einem Halbvolley-Schuss 2:0 in Führung. Nach dem Wechsel gab es sogar Chancen auf ein drittes Tor.

Mit nur drei Punkten aus drei Spielen sind die Niederlande unter ihrem neuem Bondscoach Guus Hiddink in Gruppe A nur Dritter hinter den jeweils dreimal siegreichen Isländern und Tschechen, die sich in Kasachstan 4:2 (2:0) durchsetzten. Kasachstan hat ebenso wie die Türkei einen Punkt auf dem Konto. Der WM-Dritte von 2002 spielte 1:1 (0:0) in Lettland.

WM-Viertelfinalist Belgien kam in Bosnien-Herzegowina zu einem 1:1 (0:1). Kroatien hingegen feierte auch dank zwei Toren von Wolfsburgs Ivan Perisic ein 6:0 (4:0) gegen Aserbaidschan mit dessen Trainer Berti Vogts.

Ødegaard wird zum jüngsten Spieler der EM-Quali

Ex-Bundesligaprofi Edin Dzeko (Manchester City) erzielte gegen Belgien den Führungstreffer für Bosnien-Herzegowina (28. Minute). Wales behauptete seine Tabellenführung mit nun sieben Punkten durch ein 2:1 (2:1) gegen Zypern. Verfolger Israel tat sich beim 4:1 (2:1) in Andorra lange schwer.

Wenig Glanz versprühte Italien mit BVB-Neuzugang Ciro Immobile in der Startelf beim 1:0 (1:0) auf Malta. Das Siegtor erzielte Graziano Pellè (24.). Der ehemalige Kaiserslauterer Michael Mifsud erschwerte den Gastgebern durch seinen Platzverweis nach einer knappen halben Stunde die Aufgabe noch zusätzlich.

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel führen Kroatien, für das Wolfsburgs Ivan Perisic schon vor der Pause gleich zweimal traf (34. und 45.), und Italien die Gruppe H vor Norwegen an, das 2:1 (1:1) gegen Bulgarien gewann. Bundesliga-Profi Tarik Elyounoussi brachte Norwegen in der 13. Minute nach Vorarbeit von Herthas Per Skjelbred in Führung, auch Havard Nordtveit (Borussia Mönchengladbach) stand in der norwegischen Startelf.

Das 15 Jahre und 300 Tage alte norwegische Talent Martin Ødegaard kam zu seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Norwegen und stellte damit einen Rekord als jüngster Spieler in der Geschichte der EM-Qualifikation auf. Ødegaard wurde in der 64. Minute eingewechselt. In Malta hatte er das Spiel am vorigen Freitag noch von der Bank aus verfolgt.

Den bisherigen Rekord hielt der Isländer Sigurdur Jónsson, der 1983 bei seinem EM-Qualifikations-Debüt 16 Jahre und 251 Tage und damit fast ein Jahr älter als Ødegaard war.

kha/dpa

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1. Siehste
aurichter 14.10.2014
nicht nur Duitsland fällt auf die Nase. Liebe Oranjes willkommen im Club ;-)
2.
bekkawei 14.10.2014
Yoooooh, und trotzdem sind die Chancen der Niederlande, Europameister zu werden gigantisch viel hoeher als die der Islaender. Genau so wie im Verhaeltnis Polen - D. Diese Ausrutscher gibt es immer ieder.
3.
tegele 14.10.2014
Underdog´s bei der nächsten EM unter sich , könnte eine interessante werden , oder haben die Millionäre im Fußball keine lust auf EM Endrunde
4. V Marwijck
joppop 14.10.2014
Trage,trage,trage zuruck und breit, echt v Marwijck fussball! Der ist da mit angefangen.
5. künstliche Aufregung (gähn)
bilch_76 14.10.2014
...weil man nix anderes hat? NL hat nicht so recht Lust, ja was für ne Überraschung in einer Quali, wo quasi auch die schlechten Dritten jeder Gruppe noch iwie teilnehmen werden. Bei sovielen Teilnehmern, UEFA hat's Teilnehmerfeld schließlich ohne Not massivst aufgeblasen. Sowas ist in den Köpfen aller Spieler drin. Logo. Und jeder bis 3 zählen könnende Spieler "spielt" dann eben so. Warum also, Spon, sollten u.a. die Käseanbeter jetzt mehr machen, als wirklich notwendig? Zumal in einem Kontext, der die Belastungen stark hat wachsen lassen?!? Da gönnt man sich halt mal ne kleene Auszeit. Verständlich... Gilt letztlich für alle, diese Quali wird sich erst am Ende entscheiden. Und: es besteht zu Anfang (also jetzt) überhaupt kein Grund, sich anzustrengen. Und nur vor diesem Kontext bekommen kleinere Mannschaften, wie zB. Island, die Chance, mal bisken zu glänzen. Die Presse findet das (natürlich) alles wieder sensationell (et al.) und beguckt jeden Pups mal wieder als unglaublich + noch nie dagewesen. Dabei ist es höchstens banal...
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