Bilanz der EM-Gruppenphase: Stumpf ist Trumpf

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Spektakuläre Spiele, tolle Tore und Stars in Top-Form - die EM-Vorrunde hatte kaum etwas davon. Stattdessen gab es enttäuschende Gastgeber und wenig taktische Finessen. Die Turnier-Zwischenbilanz von SPIEGEL ONLINE.

Bilanz der EM-Gruppenphase: Die Highlights der Vorrunde in Bildern Fotos
Getty Images

Die Vorrunde der Fußball-EM war hart. Zumindest für jene, die sehr guten, modernen Fußball erwartet hatten. Okay, die 70 Minuten, in denen Deutschland den Erzrivalen Niederlande dominierte, zauberte den Fans ein Grinsen ins Gesicht. Also, den deutschen. Aber sonst?

Für Hochgeschwindigkeitskombinationen war den meisten Teams
a) der Rasen zu stumpf,
b) der Rasen zu rutschig,
c) der Rasen zu lang.

Die Beschwerden der Niederlande, England oder Spanien über das Grün in den EM-Stadien machten die Fans stutzig. Meinen die das ernst? Meinten sie, quasi als Entschuldigung vorab. Und wenn schon nicht a), b) oder c) als Erklärung für sehr durchschnittlichen Fußball akzeptiert wurde, dann doch bitte schön d) die viel zu hohen Temperaturen.

Bei derart widrigen Bedingungen versprühte in Polen und der Ukraine auch niemand taktischen Glanz. Das 4-2-3-1-System wartet noch auf seine nächste Evolutionsstufe. Diese EM wirkt bisher, als hätte sie so schon einmal stattgefunden, 2004 zum Beispiel. Es kann schließlich kein Zufall sein, dass die Griechen immer noch dabei sind.

SPIEGEL ONLINE zieht Bilanz zur Vorrunde.

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insgesamt 59 Beiträge
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1. wie bitte???
JESM 20.06.2012
Diese EM-Vorrunde war vor allem im Vergleich zum letzten großen Turnier, der WM 2010 ja wohl mal ein riesen Schritt nach vorne. Keine spektakulären und aufregenden Spiele? Ich fand eigentlich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jedes Spiel interessant und gut, einige sogar wirklich überraschend (wer hätte gedacht, dass Gruppe A so spannend wird?). Diese EM war für mich bisher richtig gut (wie eigentlich die meisten EMs), was ja auch daran liegt, dass nur 16 - und somit hauptsächlich gute - Mannschaften teilnehmen. Deswegen versteh ich die geplante Aufstockung auf 24 Teams auch überhaupt nicht. Da drohen dann so Spiele wie wir sie bei den WM-Vorrunden häufig sehen (Angola vs Neuseeland oder so)..
2.
regensommer 20.06.2012
Das müßte eigentlich korrekt heißen: UEFA Fußballeuropameisterschaft. Das heißt eine Austragung von Fußballspielen nach den Regeln der FIFA und UEFA. Bilder die gesteuert werden und Bedingungen denen sich jeder zu unterwerfen hat, bis hin zum Bierverkauf. Wahrlich, so eine Veranstaltung kann nicht toll sein.
3. Unverständlich
bru.zag 20.06.2012
Diese EM zeigt insgesamt Fussbal auf hohem Niveau und erfreulicherweise immer noch spannende Spile, falls es mit der taktischen und technischen Finesse mal hapert. Abgesehen vom Spiel England gegen Frankreich kann ich mich an kein "schlechtes" Spiel erinnern. Von "Taktischem Einheitsbrei" kann nicht die Rede. Mit welcher Begründung? Es ist ein altbekanntes Lied bei grossen Turnieren auf dem schlechten Niveau der Spiele herumzureiten, selten zurecht. Denn taktisch anspruchsvoller Fussball muss nicht immer attraktiv für den Eventfan sein (siehe Portugal-Deutschland). Meiner Meinung nach liegt diese wiederkehrende, und insbesondere bei dieser hochattraktiven EM, unsachliche Einschätzung an den überzogenen Erwartungen von Menschen, die sich lediglich bei grossen Turnieren ein Spiel über 90 Minuten ansehen.
4. Fehler
wind_stopper 20.06.2012
Ronaldo hat gegen Dänemark das Tor nicht getroffen. Die 2 Tore hat er gegen die Holländer geschossen!
5.
franneck 20.06.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSpektakuläre Spiele, tolle Tore und Stars in Topform - die EM-Vorrunde hatte kaum etwas davon. Stattdessen gab es enttäuschende Gastgeber und wenig taktische Finessen. Die Turnier-Zwischenbilanz von SPIEGEL ONLINE. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,839581,00.html
Kann die Kritik an den Vorrundenspielen nicht nachvollziehen. Zumindest die ersten beiden Spieltage wurde überwiegend guter Fußball geboten. Nicht immer mitreißend, aber durchaus ansehnlich. Da habe ich schon ganz andere Turniere gesehen. Bis auf Griechenland hat es eigentlich keine Mannschaft mit ausschließlichem Defensivfußball versucht.
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