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Fußball-WM 2014: Italien gewinnt Hitzeschlacht gegen England

England gegen Italien: Mann im Tor Fotos
AFP

Es war schwül, es war heiß - doch die Italiener trotzten im tropischen Manaus den schwierigen Bedingungen. Beim Klassiker gegen England spielte der viermalige Weltmeister einfach effizienter.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der Sieg im Klassiker geht an Italien. Auch ohne den verletzten Kapitän Gianluigi Buffon hat der viermalige Weltmeister sein erstes Spiel bei der WM in Brasilien gegen England gewonnen. Claudio Marchisio (35. Minute) und Mario Balotelli (50.) erzielten die Tore beim 2:1 (1:1)-Sieg über die "Three Lions". Daniel Sturridge (37.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Im schwülwarmen Manaus, tief im brasilianischen Dschungel, zeigten beide Mannschaften zu Beginn alles andere als modernen Tempofußball, besonders die Italiener fanden nur schwer in die Partie. Die jungen Engländer Raheem Sterling (4.) Jordan Henderson (5.) und Danny Welbeck (11.) sorgten indes für die ersten guten Chancen - die Anfangsphase gehörte ganz klar der Auswahl von Trainer Roy Hodgson.

Während Italien nur durch Fernschüsse von Antonio Candreva (19.) und Balotelli (23.) zum Abschluss kam und ansonsten kaum für Gefahr sorgte, schienen sich die Engländer der Führung immer mehr anzunähern: Welbeck wurde vor dem Tor von zwei Italienern in letzter Sekunde abgedrängt (22.), Andrea Barzagli musste zwei Minuten später mit einer Grätsche klären - der Ball flog nur wenige Zentimeter am Tor vorbei (24.).

Candreva stark, Balotelli muss nur noch einnicken

Aus dem Nichts erzielten dann aber die Italiener das erste Tor: Nachdem Spielmacher Andrea Pirlo einen Querpass geschickt durchließ, traf Marchisio aus 21 Metern in die untere linke Ecke (35.). Doch England schlug umgehend zurück: Nach einer perfekten Hereingabe von Wayne Rooney drückte Sturridge den Ball aus vier Metern per Dropkick über die Linie (37.). Da in der Nachspielzeit Balotellis Lupfer von Phil Jagielka auf der Linie geklärt wurde und Antonio Candreva nur den Pfosten traf, ging es mit dem gerechten Remis in die Halbzeit.

Nach der Pause erwischten die Italiener den besseren Start: Nach einer tollen Einzelleistung auf der rechten Seite flankte Candreva perfekt auf den zweiten Pfosten, wo Balotelli problemlos aus kurzer Distanz zur erneuten Führung einnickte (50.). Und diesmal schlugen die Engländer nicht direkt zurück: Rooney (54., 62.), Sturridge (61.), der eingewechselte Barkley (64.), Glen Johnson (72.) und Leighton Baines (77.) scheiterten mit Schussversuchen.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Bedingungen in Manaus immer schwieriger, die Luft feuchter und die Angriffsbemühungen der Engländer verzweifelter. Die Fehler auf beiden Seiten häuften sich, dabei hatten die Italiener aber den Vorteil, mit der Führung im Rücken tief stehen und damit Kraft sparen zu können. In der Schlussphase wurden immer wieder Spieler von Krämpfen geplagt, die Partie war oft unterbrochen.

Die größte Chance auf den Ausgleich vergab Englands Kapitän Steven Gerrard (85.) mit einem Freistoß aus 18 Metern, den er zwar über die Mauer, aber auch über das Tor schlenzte. In der Nachspielzeit setzte Italiens Pirlo zudem noch einen Freistoß an die Latte.

England - Italien 1:2 (1:1)
0:1 Marchisio (35.)
1:1 Sturridge (37.)
1:2 Balotelli (50.)
England: Hart - Johnson, Cahill, Jagielka, Baines - Gerrard, Henderson (73. Wilshere) - Sterling, Rooney, Welbeck (61. Barkley) - Sturridge (80. Lallana)
Italien: Sirigu - Darmian, Barzagli, Paletta, Chiellini - De Rossi - Marchisio, Verratti (57. Thiago Motta), Pirlo, Candreva (79. Parolo) - Balotelli (73. Immobile)
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)
Zuschauer: 42.500
Ballbesitz in Prozent: 45 / 55
Schüsse: 18 / 13
Torschüsse: 5 / 4
Gewonnene Zweikämpfe in Prozent: 56 / 44

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insgesamt 14 Beiträge
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1. Interessantes Spiel,
nemensis_01 15.06.2014
England war dran, aber dann doch zu ungelenk für den Ausgleich. Italien gewohnt lässig. But off the records. Reinhold Beckmann ist eine Qual. Der quatscht einen Mist, also m. M. nach der schlimmste der Hasenhirne von Reportern. Hätten sie nicht wenigstens den weglassen können? Man muss in der Pause und zwischen den Spielen wegschalten, denn bei dem verkommt die Analyse zur Qual. Volldepp.
2. harter sieg für italien
hotbob82 15.06.2014
das spiel, auch dem wetter geschuldet, war sicherlich nicht das beste. italien hat etwas glücklich aber nicht unverdient gewonnen.
3. oh weh öffentlich rechtliche..
Matyaz 15.06.2014
man kann nur hoffen dass die nächste WM/EM nicht mehr an die öffentlich-rechtlichen vergeben wird.Das unglaublich amateurhafte Geblubbere von Beckmann heute war nur der peinliche Höhepunkt einer völlig unprofessionellen langweiligen und grottenschlechten Präsentation ( ein Höhepunkt war das "Wort zum Sonntag" in der HZ-Pause Italien-England). Ich bin wirklich kein Anhänger des Pay -Tv, aber die dortigen Nachbereitungen (sogar mit Lothar Matthäus!) sind im Vergleich zum Gesabbere von ZDF und ARD geradezu ein Füllhorn pregnanter Erkenntnisse.
4. Glücklich?
whiteweasel 15.06.2014
@hotbob82 - Italien hat etwas glücklich gewonnen? 1 Ball auf der Linie gerettet, einen Pfosten eine Querlatte. Italien hat also etwas glücklich gewonnen... Sie haben eine eigenartige Anschauung von Glück.
5.
schmusel 15.06.2014
Zitat von nemensis_01England war dran, aber dann doch zu ungelenk für den Ausgleich. Italien gewohnt lässig. But off the records. Reinhold Beckmann ist eine Qual. Der quatscht einen Mist, also m. M. nach der schlimmste der Hasenhirne von Reportern. Hätten sie nicht wenigstens den weglassen können? Man muss in der Pause und zwischen den Spielen wegschalten, denn bei dem verkommt die Analyse zur Qual. Volldepp.
Der Schlimmste ist Tom Bartels. Ist bei Beckmann in die Lehre gegangen und hat seinen Meister noch übertroffen. Ohne Sprüche, dem Mann möchte ich jedesmal eine klatschen wenn ich ihn quatschen höre.
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Fußball-WM: Alle Gastgeber und Gewinner
Jahr Gastgeber Weltmeister
2022 Katar ???
2018 Russland ???
2014 Brasilien Deutschland
2010 Südafrika Spanien
2006 Deutschland Italien
2002 Japan und Südkorea Brasilien
1998 Frankreich Frankreich
1994 USA Brasilien
1990 Italien Deutschland
1986 Mexiko Argentinien
1982 Spanien Italien
1978 Argentinien Argentinien
1974 Deutschland Deutschland
1970 Mexiko Brasilien
1966 England England
1962 Chile Brasilien
1958 Schweden Brasilien
1954 Schweiz Deutschland
1950 Brasilien Uruguay
1938 Frankreich Italien
1934 Italien Italien
1930 Uruguay Uruguay


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