Capello-Nachfolger: Hodgson ist neuer Nationaltrainer

England hat einen neuen Fußball-Nationaltrainer: Roy Hodgson wird Nachfolger von Fabio Capello. Der 64-Jährige trainiert noch bis zum Saisonende West Bromwich Albion und wechselt dann zum Verband. Hodgson hat in seiner Karriere bereits drei andere Länder betreut.

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Trainer Hodgson: 20. Station seiner Laufbahn

Hamburg - Vor zwei Tagen fragte der englische Fußballverband FA offiziell bei ihm an, jetzt ist Roy Hodgson als neuer Nationaltrainer der "Three Lions" vorgestellt worden. Der 64-Jährige ist damit Nachfolger von Fabio Capello. Hodgson wird das Team erstmals am 2. Juni im Spiel gegen Belgien betreuen.

Bis zum Saisonende der englischen Premier League coacht Hodgson zunächst noch seinen aktuellen Club West Bromwich Albion. Danach beginnt er mit der Nationalmannschaft die Vorbereitung auf die EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli). Bei der Europameisterschaft trifft England auf Frankreich, die Ukraine und Schweden. Das Team spielt zuerst am 11. Juni gegen die Franzosen.

Von der FA erhielt Hodgson einen Vierjahresvertrag. Er ist ein ebenso erfahrener wie weitgereister Coach: Unter anderem trainierte er Inter Mailand, Udinese Calcio und den FC Liverpool. Hodgson war Nationaltrainer der Schweiz, der Vereinigten Arabischen Emirate und von Finnland. Seit Februar 2011 betreut er West Bromwich.

Am Sonntag hatte die FA mitgeteilt, dass Hodgsons Club ihm die Freigabe gegeben hatte, mit dem Verband über ein Engagement zu verhandeln.

Nach Capellos Rücktritt hatte U21-Trainer Stuart Pearce die Auswahl im Freundschaftsspiel gegen die Niederlande (2:3) betreut. Der 49-Jährige hatte jedoch betont, auf Dauer nicht zur Verfügung zu stehen. Zuletzt waren Harry Redknapp (Tottenham Hotspur) und Ex-Nationaltrainer Glenn Hoddle als Kandidaten für Capellos Nachfolge gehandelt worden. Der Italiener hatte das Amt im Februar im Streit um das Kapitänsamt in der Mannschaft niedergelegt.

max/sid

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1.
sonnenzwirbel 01.05.2012
Roy Hodgson ist eine gute Wahl der Engländer. Er war der zweitbeste Nationaltrainer, den die Schweiz je hatte, gleich hinter dem legendären Karl Rappan, der den Schweizer Riegel, das Vorbild für den Catenaccio, erfunden hat. Möge er mit den Three Lions Erfolg haben! Ein dankbarer Verehrer aus der Schweiz.
2.
Solschenizyn 01.05.2012
Hodgson ist ein guter Trainer für die Schweiz oder einen Verein wie Fulham. Für England aber genau so eine Fehlbesetzung, wie er es in Liverpool war: http://ziegenhodensuppe.wordpress.com/2012/05/01/aprilscherz-am-1-mai-roy-hodgson-neuer-england-trainer/
3. Liverpool ist kein Nationalteam
sonnenzwirbel 01.05.2012
Zitat von SolschenizynHodgson ist ein guter Trainer für die Schweiz oder einen Verein wie Fulham. Für England aber genau so eine Fehlbesetzung, wie er es in Liverpool war: Aprilscherz am 1. Mai: Roy Hodgson neuer England Trainer « Ziegenhodensuppe ********** (http://ziegenhodensuppe.wordpress.com/2012/05/01/aprilscherz-am-1-mai-roy-hodgson-neuer-england-trainer/)
Vielleicht sollten Sie hier deklarieren, dass Sie Liverpool-Fan sind. Hodgson Scheitern in Liverpool oder sein Erfolg in Fulham haben mE nur indirekt mit seinen Fähigkeiten als Nationalcoach zu tun. Wenn schon, darf man einwenden, dass er mit Finnland und den VAE nicht den selben Lauf hatte wie einst mit der Schweiz. England ist keine Nation wie Spanien, Argentinien oder Brasilien, wo nicht einmal der erweiterten Kader Platz für alle guten Talente bietet. Englands Nationalelf besteht im Wesentlichen aus überbezahlten Grossmäulern. Es kommt nicht von ungefähr, dass England in den letzten 40 Jahren nichts zu reissen vermochte. Wenn man nur über wenige gute Fussballer verfügt, ist ein vorsichtiger und pedantischer Trainer wie Hodgson vielleicht genau das Richtige. Mindestens hat er eine faire Chance verdient. Das durch keine Fakten gestützte Grosssprechertum der britischen Presse allein bringt per se mal sicher keine Erfolge ein.
4. Ein Titelkandidat weniger!
migeem 01.05.2012
Neun Tage vor dem ersten Gruppenspiel Englands gegen Frankreich tritt der neue Trainer seinen Posten an? Die drei Wochen Vorbereitung werden von Pearce, einem völlig anderen Trainertypen, geleitet? Will die FA keinen Erfolg? Maximal ein Sieg gegen die Ukraine wird bei der EM herausspringen. Sang- und klanglos fahren die Three Lions nach der Vorrunde nach Hause!!
5. Einspruch
Solschenizyn 01.05.2012
Zitat von sonnenzwirbelVielleicht sollten Sie hier deklarieren, dass Sie Liverpool-Fan sind. Hodgson Scheitern in Liverpool oder sein Erfolg in Fulham haben mE nur indirekt mit seinen Fähigkeiten als Nationalcoach zu tun. Wenn schon, darf man einwenden, dass er mit Finnland und den VAE nicht den selben Lauf hatte wie einst mit der Schweiz. England ist keine Nation wie Spanien, Argentinien oder Brasilien, wo nicht einmal der erweiterten Kader Platz für alle guten Talente bietet. Englands Nationalelf besteht im Wesentlichen aus überbezahlten Grossmäulern. Es kommt nicht von ungefähr, dass England in den letzten 40 Jahren nichts zu reissen vermochte. Wenn man nur über wenige gute Fussballer verfügt, ist ein vorsichtiger und pedantischer Trainer wie Hodgson vielleicht genau das Richtige. Mindestens hat er eine faire Chance verdient. Das durch keine Fakten gestützte Grosssprechertum der britischen Presse allein bringt per se mal sicher keine Erfolge ein.
Wenn ein Trainer nach über 35 Jahren Berufstätigkeit nur zwei große Arbeitgeber hatte, bei denen er beide ziemlich schnell vorzeitig entlassen wurde, spricht das für sich. Hinzu kommt vor allem der Fußball, den er spielen lässt. England hatte immer gute Spieler und hat sie noch. Manchmal fehlte Glück, manchmal hatten sie den falschen Trainer, manchmal war es das Elfmeterschießen. In den letzten Jahren war das Ego viele Spieler dazu größer als ihr Talent, aber wollen Sie mir erzählen, dass eine Mannschaft mit beispielsweise Hart, Johnson, Ferdinand, Terry, Cole, Barry, Lampard, Gerrard, Young, A.Johnson und Rooney nicht zumindest auf dem Papier ziemlich gut besetzt wäre?
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