Magdeburger Fan Ermittlungen nach Todessturz eingestellt

Der tragische Vorfall hat die Magdeburger Fanszene über Monate bewegt: Ein Fan des FCM war aus einem Regionalzug gestürzt und gestorben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unglück aus - nicht alle sehen das so.

Gedenkzug der Magdeburger Fans aus dem vergangenen Oktober
DPA

Gedenkzug der Magdeburger Fans aus dem vergangenen Oktober


Fünf Monate nach dem tödlichen Sturz eines Fußballfans aus einem fahrenden Regionalzug in Sachsen-Anhalt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Es gebe keine Hinweise, dass jemand den Sturz des 25-Jährigen verursacht haben könnte, teilte die Behörde in Magdeburg mit.

Damit ist aus Sicht der Ermittler der Verdacht ausgeräumt, dass der 25 Jahre alte Fan des 1. FC Magdeburg (FCM) von Anhängern des gegnerischen Halle'schen FC bedroht oder gar aus dem Zug gedrängt worden sein könnte. Dieser Vorwurf hatte nach dem Vorfall vom Oktober im Raum gestanden und zu heftigen Diskussionen über Fangewalt geführt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 25-Jährige angesichts der HFC-Fans in der Nacht zum 2. Oktober die Waggontür des anfahrenden Zugs selbst geöffnet hat und bei Haldensleben aus dem Zug sprang. Dabei hatte er sich tödliche Kopfverletzungen zugezogen.

aha/dpa



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