2. Fußball-Bundesliga Aue trennt sich von Trainer Baumann

Vier Spiele ohne Niederlage waren offenbar nicht gut genug: Überraschend muss Trainer Karsten Baumann bei Erzgebirge Aue gehen. Für den Zweitligisten habe der Klassenerhalt oberste Priorität, sagte Präsident Lothar Lässig. Baumanns Nachfolger soll schon in Kürze präsentiert werden.

Trainer Baumann: Nur etwas mehr als ein Jahr beim FC Erzgebirge
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Trainer Baumann: Nur etwas mehr als ein Jahr beim FC Erzgebirge


Hamburg - Einen Tag nach dem torlosen Remis gegen den MSV Duisburg hat sich Zweitligist Erzgebirge Aue von Trainer Karsten Baumann und dessen Assistent Marco Kämpfe getrennt. Die Beurlaubung der beiden wurde nach einer kurzfristig anberaumten Vorstandssitzung bekanntgegeben. Ein Nachfolger für Baumann soll bereits am Montag präsentiert werden, im Gespräch ist Falko Götz, früher Coach von Hertha BSC.

"Wir haben Karsten Baumann und Marco Kämpfe unsere Gründe für die sofortige Beurlaubung erläutert. Wir mussten handeln und eine Entscheidung im Sinne unseres Vereins treffen", sagte Aues Präsident Lothar Lässig: "Der Klassenerhalt hat oberste Priorität." Baumann hatte das Amt im Februar 2012 von Rico Schmitt übernommen. Zuletzt hatte Aue viermal in Folge nicht verloren und dabei sechs Punkte geholt. Erst Anfang März hatte sich der Club von Sportdirektor Steffen Heidrich getrennt.

Durch das 0:0 gegen Duisburg war Aue auf Tabellenplatz 15 abgerutscht, der Vorsprung auf Relegationsrang 16, den derzeit Dynamo Dresden belegt, beträgt nur drei Punkte. In den abschließenden drei Saisonspielen trifft der FC Erzgebirge auf Aufsteiger Hertha BSC (3. Mai), den FC Ingolstadt (12. Mai) und den SV Sandhausen (19. Mai).

Das Aus von Baumann in Aue ist der zehnte Trainerwechsel der Saison. Zuvor hatten sich schon Duisburg (Oliver Reck), der FC St. Pauli (André Schubert), 1860 München (Reiner Maurer), SV Sandhausen (Gerd Dais), Dynamo Dresden (Ralf Loose) sowie je zweimal Jahn Regensburg (Oscar Corrochano, Franz Gerber) und der VfL Bochum (Andreas Bergmann, Karsten Neitzel) von ihren Chef-Coaches getrennt.

max/dpa



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Attila2009 28.04.2013
1.
Zitat von sysopDPAVier Spiele ohne Niederlage waren offenbar nicht genug: Überraschend muss Trainer Karsten Baumann bei Erzgebirge Aue gehen. Für den Zweitligisten habe der Klassenerhalt oberste Priorität, sagte Präsident Lothar Lässig. Baumanns Nachfolger soll schon in Kürze präsentiert werden. http://www.spiegel.de/sport/fussball/erzgebirge-aue-trennt-sich-von-trainer-karsten-baumann-a-897012.html
Hoffentlich nicht zu spät. Statt Heidrich hätte der gehen müssen, denn mit dem Spielerkader muss man nicht gegen den Abstieg kämpfen wie jetzt. Es ist einfach kein vernünftiges Spielsystem erkennbar und das zu schaffen ist die ordinäre Aufgabe des Trainers.
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