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Steuervorteile: EU will Verfahren gegen spanische Fußballclubs einleiten

Camp Nou in Barcelona: Barça droht EU-Verfahren Zur Großansicht
AFP

Camp Nou in Barcelona: Barça droht EU-Verfahren

Die EU-Kommission hat sieben spanische Fußball-Erstligisten ins Visier genommen, darunter Barca und Real. Den Clubs werden Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht zur Last gelegt. Sie sollen steuerliche Vorteile daraus ziehen, dass sie als Vereine, nicht als AG firmieren.

Hamburg - Die EU-Kommission will gegen sieben spanische Fußballclubs Verfahren einleiten, darunter gegen die Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona. Wie der spanische Außenminister José Manuel García-Margallo am Montag in Brüssel mitteilte, werden den Profi-Clubs verschiedene Verstöße gegen das EU-Recht zur Last gelegt.

Real und Barça werde ebenso wie Athletic Bilbao und CA Osasuna vorgeworfen, steuerliche Vorteile daraus zu ziehen, dass sie keine Aktiengesellschaften sind, sondern den Status von Sportvereinen haben. Der Minister betonte, die spanischen Clubs hätten gegen keine EU-Bestimmungen verstoßen. "Die Madrider Regierung wird alles daran setzen, die Clubs zu verteidigen", sagte García-Margallo nach spanischen Medienberichten.

Den Vereinen FC Valencia, Herculés Alicante und FC Elche werde zur Last gelegt, von der Regierung der Region Valencia unzulässige Staatshilfen erhalten zu haben. Die Regionalregierung hatte für Kredite der Vereine gebürgt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, droht Real Madrid zudem Ungemach wegen Grundstücksgeschäften. Dabei gehe es um den Tausch von vergleichsweise wertlosem Brachland, das dem Verein gehörte, gegen lukrative Grundstücke rund um das Bernabéu-Stadion, schreibt die Zeitung in ihrer Dienstagsausgabe.

mib/dpa/sid

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insgesamt 33 Beiträge
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1. Die Wahl
donjunta 16.12.2013
der Rechtsform ist ja wohl die Entscheidung des Unternehmens und nicht der EUkommission. Die haben echt nichts besseres zu tun als die Freiheit anderer einzuschränken und sich in alles einzumischen. Wie wärs mal mit ner Lösung für Hellas oder einer deutlichen Antwort auf NSA oder 1000 anderen wichtigeren Dingen.
2. Super!
Skakesbier 16.12.2013
1) Endlich mal eine im Prinzip sinnvolle Aktion der EU! 2) Professionelle Steuer-Betrüger wie FC Barcelona, Real Madrid, FC Valencia, Atletico Madrid undundund gehören längst liquidiert. 3) Bei dem bis auf die Knochen korrupten pol. System inklusive Königshaus kann das natürlich nur "von Außen" kommen. 4) Immerhin ein bescheidener Anfang!
3. machen wir doch bei der Bundesliga weiter
pewibe 16.12.2013
alle Großunternehmen, von Daimler (Nationalmannschaft) Adidas, Audi über VW und BMW, Telekom, Bahn... alle schön im Fussball involviert und so gut wie kein Steuerzahler mehr. Möchte mal da hinter die Kulissen sehen was da läuft. Immer erst vor der eigenen Haustüre kehren bevor man auf andere mit dem Finger zeigt ;-)
4. Stand schon so ähnlich...
danelectro 16.12.2013
...am 18.10.2012 in MMNews. http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/11100-oezil-khedira-und-target-2
5. Es geht nicht um die Sponsoren,
klube 16.12.2013
Zitat von pewibealle Großunternehmen, von Daimler (Nationalmannschaft) Adidas, Audi über VW und BMW, Telekom, Bahn... alle schön im Fussball involviert und so gut wie kein Steuerzahler mehr. Möchte mal da hinter die Kulissen sehen was da läuft. Immer erst vor der eigenen Haustüre kehren bevor man auf andere mit dem Finger zeigt ;-)
es geht darum, dass die Spanischen Clubs keine Steuern zahlen müssen, auf der anderen Seite aber der span. Staat am Tropf der EU hängt weil seine Banken marode sind. Warum soll die EU hier zulassen, dass die span. Fußballclubs vom Staat steuerbefreit sind. Das ist u.a. auch nicht im Sinne des Wettbewerbes, wenn hier Unternehmen mit Millionen Umsätzen anders behandelt werden als. z.B. in Deutschland. Ich möchte Sie mal hören, wenn es heißen würde, dass wir Bayern,. Dortmund etc., die Steuern erlassen würden.
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