Hamburg - Athletic Bilbao und Atlético Madrid bestreiten das Endspiel der Europa League. Bilbao zog durch ein 3:1 (2:1) gegen Sporting Lissabon ins Finale am 9. Mai im Nationalstadion von Bukarest ein. Madrid siegte beim FC Valencia 1:0 (0:0) und erreichte somit ebenfalls das Endspiel in der rumänischen Hauptstadt.
In Valencia wollte das Heimteam mit aller Macht das 2:4 aus dem Hinspiel aufholen. Doch die Madrider Abwehr stand sicher. Adrian Lopez zerstörte mit einem Traumtor in der 60. Minute nach Vorlage des früheren Bundesliga-Profis Diego die Hoffnungen der Hausherren endgültig.
Atlético hat die Europa League schon 2010 im Finale in Hamburg gegen den FC Fulham 2:1 nach Verlängerung gewonnen. Im Endspiel fehlen wird Kapitän Tiago. Der Portugiese sah nach einer Tätlichkeit in der 79. Minute die Rote Karte. Zuvor hatte es Tumulte auf dem Platz gegeben, in die etliche Spieler verwickelt waren. Auslöser war ein vermeintliches Handspiel von Tiago im eigenen Strafraum. Schiedsrichter Damir Skomina entschied zunächst auf Strafstoß, revidierte später aber seine Entscheidung, denn es war Valencias Tino Costa, der den Ball mit der Hand gespielt hatte. In Folge der Rudelbildung ohrfeigte und trat Tiago Roberto Soldado und Jordi Alba.
Llorente erzielt spät entscheidenden Treffer
Für Bilbao ist es der erste Einzug in ein Europapokal-Endspiel seit 1977, als man Juventus Turin unterlag. Die Basken stehen auch noch im spanischen Pokalfinale am 25. Mai gegen den FC Barcelona.
Markel Susaeta (17.), Ibai Gomez (45.+1) und Fernando Llorente (88.) erzielten die Tore für Bilbao. Für Lissabon traf Ricky van Wolfswinkel (44.) - der Treffer nützte aber nichts. Das Hinspiel hatte Lissabon 2:1 gewonnen. Als alle schon mit einer Verlängerung rechneten, schlug Llorente mit seinem späten Treffer doch noch zu.
Damit kommt es zum neunten Mal in der Geschichte der Europa League beziehungsweise des Uefa-Cups zu einem Endspiel mit zwei Teams aus einem Land. Schon bei der Premiere 1971/72 war dies mit Sieger Tottenham Hotspur gegen die Wolverhampton Wanderers der Fall gewesen. 1980 setzte sich Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach durch. Zwei spanische Teams standen erstmals 2007 mit dem siegreichen FC Sevilla und Espanyol Barcelona im Endspiel. Im Vorjahr setzte sich der FC Porto in einem rein portugiesischen Finale gegen SC Braga durch.
Bilbao hatte im Viertelfinale den FC Schalke 04 ausgeschaltet. Nach einem 4:2 auf Schalke reichte den Basken im Rückspiel ein 2:2. Auch Atlético Madrid war Endstation für einen deutschen Verein. Hannover 96 verlor im Viertelfinale zweimal 2:1 gegen den spanischen Hauptstadtclub. Der dritte deutsche Vertreter, Mainz 05, war bereits in der Qualifikation am rumänischen Vertreter Gaz Metan Medias gescheitert.
jar/dpa
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