Europa League Jedvaj köpft Leverkusen weiter, Leipzig wird doppelt überrumpelt

Leverkusen zieht durch einen Sieg in Zürich in die K.-o.-Phase ein. Leipzig durfte in Glasgow nur eine gute Minute jubeln.

Tin Jedvaj
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Tin Jedvaj


Bayer Leverkusen - FC Zürich 1:0 (0:0)

Leverkusen hat sein Heimspiel gegen Zürich gewonnen und nach dem vierten Spieltag die Tabellenführung der Europa-League-Gruppe A zurückerobert. Wie schon bei der Niederlage in der Schweiz (2:3) blieb das Team von Heiko Herrlich in der ersten Hälfte zu harmlos - immerhin diesmal ohne Gegentor. Kurz vor der Halbzeit hätte Lucas Alario die Leverkusener Führung erzielen müssen, scheiterte jedoch an Torwart Yannick Brecher. Nach einer Stunde war es ein Standard, der die Partie entschied: Tin Jedvaj köpfte den Ball nach einer Ecke von Julian Brandt aus fünf Metern ins Zürcher Tor (60. Minute).

RB Leipzigs Matheus Cunha
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RB Leipzigs Matheus Cunha

Celtic - RB Leipzig 2:1 (1:0)

Nach dem 2:0-Hinspielerfolg in Leipzig musste RB in Glasgow eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Das Team von Ralf Rangnick ließ sich gleich zweimal überrumpeln. Zehn Minuten waren gespielt, als Celtic das erste Mal zuschlug: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß sprintete James Forrest über den rechten Flügel und legte den Ball auf die andere Seite zu Kieran Tierney quer, der das 1:0 erzielte (11.).

Leipzig gelang in der 78. Minute der Ausgleich durch Jean-Kévin Augustin - und lag nur gut eine Minute später wieder hinten, als Odsonne Édouard die Celtic-Führung direkt wieder herstellte (79.). Beide Teams haben nun sechs Punkte und verfolgen Salzburg, das in Trondheim gleich fünfmal traf und mit zwölf Punkten an der Tabellenspitze steht.

Weitere Europa-League-Ergebnisse:

Apollon Limassol - Eintracht Frankfurt 2:3 (0:1)
Rosenborg BK - Salzburg 2:5 (0:4)
FC Arsenal - Sporting 0:0
Real Betis - AC Mailand 1:1 (1:0)
Bordeaux - Zenit St. Petersburg 1:1 (1:0)
Slavia Prag - FC Kopenhagen 0:0

tip



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
widower+2 08.11.2018
1. Gut so!
Der Fußball hat gewonnen. Ein Fußballverein mit leidenschaftlichen aber stets fairen Fans und Fußballern (Celtic) hat glücklich gegen eine der Marketing-Unterabteilungen des Herstellers einer überteuerten und nahezu ungenießbaren Brause gewonnen. Das ist schön! Die Atmosphäre im Celtic Park vor dem Spiel und während des Spiels war atemberaubend. So etwas werden die Kunden, Event-Fans und Marketing-Opfer in München, Leipzig oder Wolfsburg nur erleben können, wenn sie sich mal auf Auswärtsfahrt begeben.
spon1899 09.11.2018
2.
@widower2: Das stimmt vollkommen. Nur wird Celtic das nichts nützen. Jetzt kommt das Spiel, das sich RB von Herzen gewünscht hat. Salzburg ist durch und RB kann den Leipziger Sieg anordnen. Ganz zufällig wird Salzburg mehrere Verletzte für einen Spieltag haben und Leipzig wird entgegen aller anderen Spiele bei Bedarf mit allen Topleuten spielen. Es ist also genau die Konstellation eingetreten, die alle befürchtet haben. Eine Firma entscheidet über sportliches Weiterkommen. Das ist der Anfang vom Ende.
Hasenvogel 09.11.2018
3. klar
bei Celtic spielen nur Ehrenamtliche und die TV-und Stadion-Einnahmen werden an die Caritas gespendet. Träumt weiter...
fatal.justice 09.11.2018
4. Theoretisch...
Zitat von spon1899@widower2: Das stimmt vollkommen. Nur wird Celtic das nichts nützen. Jetzt kommt das Spiel, das sich RB von Herzen gewünscht hat. Salzburg ist durch und RB kann den Leipziger Sieg anordnen. Ganz zufällig wird Salzburg mehrere Verletzte für einen Spieltag haben und Leipzig wird entgegen aller anderen Spiele bei Bedarf mit allen Topleuten spielen. Es ist also genau die Konstellation eingetreten, die alle befürchtet haben. Eine Firma entscheidet über sportliches Weiterkommen. Das ist der Anfang vom Ende.
... mag das so sein. Nur geht es hier um Personen, die ihrer Leidenschaft nachgehen - in Funktionärsämtern oder als professionell Fußball Spielende. Ich weigere mich, hier eine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen. Vor nicht allzu langer Zeit liefen einige Mannschaften - quer durch den Kontinent - mit dem Werbeschriftzug ein und desselben Sponsors über den Rasen. Kann mich nicht entsinnen, dass damals darüber diskutiert wurde, dass die Wettbewerbe von unlauteren Geschäftsinteressen beeinflusst würden. Andererseits: Im Fußballgewerbe ist alles undenkbar Niederträchtige möglich. Auszuschließen ist letztendlich nichts...
joeho88 09.11.2018
5. Wer ist hier der Event-Fan?
Zitat von widower+2Der Fußball hat gewonnen. Ein Fußballverein mit leidenschaftlichen aber stets fairen Fans und Fußballern (Celtic) hat glücklich gegen eine der Marketing-Unterabteilungen des Herstellers einer überteuerten und nahezu ungenießbaren Brause gewonnen. Das ist schön! Die Atmosphäre im Celtic Park vor dem Spiel und während des Spiels war atemberaubend. So etwas werden die Kunden, Event-Fans und Marketing-Opfer in München, Leipzig oder Wolfsburg nur erleben können, wenn sie sich mal auf Auswärtsfahrt begeben.
In erster Linie sehe ich mir ein Fußballspiel aus sportlichen Gründen an. Wenn die Fans im Stadion Stimmung machen, dann wird daraus ein Event. Nun, es gibt Fans, die das mit dem Event wichtiger nehmen als das sportliche auf dem Rasen - wer ist also dann der Event-Fan? @widower+2: Für Sie scheint wichtig zu sein, wer am lautesten oder schönsten singt, was der Anlass für die Vereinsgründung war, wie lange das schon her ist, ob das Produkt des finanziellen Unterstützers des Vereins schmackhaft ist ... sei es drum. Ich habe ein schönes Spiel gesehen, mit viel Leidenschaft auf dem Rasen. Ein Unentschieden wäre aus Leipziger Sicht nicht unverdient gewesen, aber das zählt im Fußball nicht. Glückwunsch an Celtic, das macht die Gruppe sehr spannend.
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