Europa League Leverkusen scheitert an Krasnodar

Nur 1:1 gegen FC Krasnodar - das Achtelfinale der Europa League findet ohne Bayer Leverkusen statt. Die Entscheidung fiel in der Schlussphase, auch ein später Ausgleichstreffer verhinderte das Aus nicht.

Enttäuschung bei Bayer Leverkusens Kai Havertz (v.)
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Enttäuschung bei Bayer Leverkusens Kai Havertz (v.)


Bayer Leverkusen ist in der Zwischenrunde der Europa League überraschend an FK Krasnodar gescheitert. Im Rückspiel in Leverkusen fielen bis in die Schlussphase hinein keine Tore, dann traf zunächst Krasnodars Joker Magomed-Shapi Suleymanov (84. Minute). Keine 180 Sekunden später glich Charles Aránguiz aus - doch aufgrund der Auswärtstorregel war dieser eine Treffer nach dem 0:0 aus dem Hinspiel zu wenig für Leverkusen.

Damit steht Eintracht Frankfurt nach dem 4:1 (2:0) gegen Schachtar Donezk als einziger deutscher Verein im Achtelfinale. Für Leverkusen war es nach dem Aus im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim die zweite bittere Niederlage in einem K.o.-Wettbewerb innerhalb weniger Tage.

Dabei war Leverkusen auch gegen Krasnodar lange die spielerisch überlegene Mannschaft, hatte beinahe 70 Prozent Ballbesitz und einige gute Chancen. Nur Tore erzielte das Team von Trainer Peter Bosz nicht. Die beste Möglichkeit hatte Lucas Alario, doch Matvei Safonov lenkte den Schuss des Argentiniers noch an die Latte (72.).

Ein Foul mit Folgen

Auch Krasnodar kam zu Tormöglichkeiten, vor allem in Hälfte eins musste Hradecky einige Male sein Können unter Beweis stellen. Erst lenkte er einen Kopfball des Schweden Viktor Claesson so eben noch über das Tor (25.), später parierte er auch noch dessen Schuss aus kurzer Distanz (45.).

Es lief bereits die Schlussphase, als Leverkusens Julian Baumgartlinger kurz vor dem eigenen Strafraum den Ball verlor und sich dann nur noch mit einem Foul an Mauricio Pereyra zu helfen wusste. Es sollte ein Freistoß folgen, an den man sich in Leverkusen ungern erinnern wird: Suleymanov schnappte sich den Ball und schlenzte ihn genau neben den rechten Pfosten, Lukas Hradecky war chancenlos (84.).

Nun war klar: Leverkusen musste in den verbleibenden Minuten aufgrund der Auswärtstorregel gleich zwei Treffer erzielen, um weiterzukommen. Aranguiz glich in der 87. Minute nach einer Ecke von Julian Brandt aus, doch dabei blieb es.

Bayer Leverkusen - FK Krasnodar 1:1 (0:0)
0:1 Suleymanov (84.)
1:1 Aranguiz (87.)
Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, Dragovic, Wendell - Aranguiz - Havertz (66. Baumgartlinger), Brandt - Volland, Alario, Bailey
Krasnodar: Safonov - Petrov, Martynovich, Spajic, Ramirez - Olsson (61. Gazinsky), Kaboré - Wanderson, Pereyra - Claesson (78. Stotsky) - Ignatyev (70. Suleymanov)
Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen)
Zuschauer: 16.084
Gelbe Karten: Dragovic / Olsson, Pereyra

tbe



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skeptikerjörg 21.02.2019
1. Nicht unverdient
Bayer unterm Strich ideenlos, beste Chance ein abgefälschter Notschuss. Krasnodar mit den besseren Möglichkeiten im ersten Durchgang. Aber entscheidend, dass die Russen Bayer nicht den Gefallen taten, die Räume für Konter zu öffnen, wie es Bayern München tat. 70% Ballbesitz nützen eben nichts, wenn man nichts draus macht. Aber davon ab, wer in der EL zu Hause in einem halbleeren Stadion spielen muss, sollte auch nicht weiter kommen. Galt für Leipzig und gilt auch für Leverkusen. Halt Plastikvereine.
zauberer2112 22.02.2019
2. Zum Glück
gibt es noch die Auswärtstorregel. Schlimm, wenn Leverkusen damit weitergekommen wäre, Fans werden sie nicht vermissen - sie haben ja keine, wie man gestern wieder einmal eindrucksvoll gesehen hat. Schlimm nur, dass Krasnodar mit diesem Anti-Fußball über 180 Minuten weiter ist. Für Ästheten wäre besser, wenn beide Vereine 'raus wären. Aber bitte behaltet die Auswärtstorregel bei, sonst hätte man gestern womöglich noch eine Verlängerung ertragen müssen.
kopi4 22.02.2019
3.
Leverkusen,Leipzig oder Hoffenheim starten mit dem Anspruch Champions League in jede Saison, wenn es dann nur für die Euroleague reicht scheint das bei denen mehr als Strafe ausgelegt zu werden. So spielen sie dann auch,Dienst nach Vorschrift. Hoffenheim kam 2017 nicht durch die (leichte) Gruppe, Leipzig 2018. Auch Leverkusen machte schon in der Gruppenphase nicht den Eindruck das sie gerne in der EL spielen, jetzt haben sie sich lustlos verabschiedet.Keine Spiele mehr am Donnerstag, volle Konzentration auf das Ziel doch noch in die CL einzuziehen.Wenn es dann doch wieder die EL wird geht das Elend im Herbst von vorne los. Das es anders geht zeigt Frankfurt, die empfinden den Wettbewerb als Lust und nicht als Bürde und spielen dementsprechend.
achilles2017 22.02.2019
4. Kann es nicht mehr. ...
lesen und hören, dieses unersägliche Bashing gegen Vereine wie Bayer04 oder Leipzig. Der so grosse BvB hat in der Euro League auch vor halbleeren Rängen gespielt. Hört mit dieser blöden Fussball Romantik endlich auf. Es ist Profisport und fertig. Bayern oder BvB sind nicht durch die Einnahmen der Tickets aus Zuschauerzahlen so erfolgreich geworden sondern durch Sponsoren und CL-Einnahmen. Wenn man ehrlich sein muss würde BvB heute nicht da stehen wo sie stehen sondern wären nach einen Zwangsabstieg, vor über 10 Jahren, was nach DFB Statuten richtig gewesen wäre, irgendwo zwischen Platz 10 in Bundesliga oder gar 2.Bundesliga.Hört endlich auf, Real, Barca, Bayern oder Juventus so zu glorifizieren. Alle oder ähnlich erfolgreiche Vereine haben in der Vergangenheit so gegen das Fincial Fairplay verstoßen das einem Schlecht wird, ohne Konsequenzen!
gammoncrack 22.02.2019
5. Derartige Kommentare sind immer für den Müll,
Zitat von achilles2017lesen und hören, dieses unersägliche Bashing gegen Vereine wie Bayer04 oder Leipzig. Der so grosse BvB hat in der Euro League auch vor halbleeren Rängen gespielt. Hört mit dieser blöden Fussball Romantik endlich auf. Es ist Profisport und fertig. Bayern oder BvB sind nicht durch die Einnahmen der Tickets aus Zuschauerzahlen so erfolgreich geworden sondern durch Sponsoren und CL-Einnahmen. Wenn man ehrlich sein muss würde BvB heute nicht da stehen wo sie stehen sondern wären nach einen Zwangsabstieg, vor über 10 Jahren, was nach DFB Statuten richtig gewesen wäre, irgendwo zwischen Platz 10 in Bundesliga oder gar 2.Bundesliga.Hört endlich auf, Real, Barca, Bayern oder Juventus so zu glorifizieren. Alle oder ähnlich erfolgreiche Vereine haben in der Vergangenheit so gegen das Fincial Fairplay verstoßen das einem Schlecht wird, ohne Konsequenzen!
wenn hier Aussagen in den Ring geworfen werden, die weit ab von der Wahrheit sind. Beim Spiel BVB gegen Salzburg am 8.3.18 befanden sich 53.700 Zuschauer im Stadion. Das sind bei Ihnen natürlich halbleere Ränge, genau wie der von Ihnen hier eingestellte Kommentar nur zur Hälfte den Tatsachen entspricht.
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