Europa League Trotz Unterzahl - Frankfurt feiert späten Sieg in Marseille

Nach Rückstand und mit neun Feldspielern: Eintracht Frankfurt darf sich zum Start der Europa League über einen Last-minute-Erfolg freuen. Das Duell bei Olympique Marseille fand ohne Zuschauer statt.

SGE-Profis jubeln über den Ausgleichstreffer
DPA

SGE-Profis jubeln über den Ausgleichstreffer


Eintracht Frankfurt hat beim Comeback im Europapokal einen Sieg erkämpft. Zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase erreichte der Bundesligist bei Olympique Marseille ein 2:1 (0:1). Das Team von SGE-Trainer Adi Hütter spielte knapp 30 Minuten in Unterzahl.

Für Frankfurt begann die Rückkehr in den europäischen Wettbewerb denkbar schlecht: Lucas Ocampos brachte den französischen Vertreter bereits nach drei Minuten in Führung. Frankfurts Sommerverpflichtung Lucas Torró gelang in der zweiten Hälfte der Ausgleich, er traf per Kopf nach einem Eckball (52. Minute).

Kurz danach flog Frankfurts Jetro Willems nach einem harten Foul gegen Dimitri Payet mit Gelb-Rot vom Platz (59.). Für den Niederländer war es nach einer Roten Karte am zweiten Bundesligaspieltag bereits der zweite Platzverweis in dieser Saison. In Unterzahl musste Frankfurt zittern und hatte Glück, dass Schiedsrichter Matej Jug bei einer strittigen Szene auf einen Elfmeter verzichtete (82.). Für den Schlusspunkt sorgte dann der eingewechselte Luka Jovic mit einem schönen Schuss aus 13 Metern (89.).

Willems beim Foul gegen Payet
REUTERS

Willems beim Foul gegen Payet

Die Partie in Marseille fand ohne Zuschauer statt. Ausschreitungen von Olympique-Fans in der vergangenen Europapokal-Saison sorgten für eine Strafe der Uefa und das Geisterspiel. Zudem erließ eine französische Behörde ein Aufenthaltsverbot gegen Frankfurt-Fans im gesamten Stadtgebiet Marseilles, um mögliche Krawalle in der Innenstadt zu verhindern. Bei der Eintracht herrschte darüber große Verärgerung.

Keine Fans, keine Stimmung - die Partie wirkte dadurch wenig unterhaltsam. Auf dem Rasen standen sich zwei gleichwertige Teams gegenüber, die sich eine kämpferische Partie mit einigen Möglichkeiten lieferten. Einer der stärksten Eintracht-Spieler war Torwart Kevin Trapp, der unter anderem zwei gefährliche Aktionen von Valère Germain (9./29.) entschärfte.

Am zweiten Spieltag kann Frankfurt wieder auf die Unterstützung seiner Fans setzen. Dann hat das Team sein erstes Heimspiel im Europapokal seit knapp viereinhalb Jahren, Lazio ist zu Gast (4. Oktober). Marseille muss nach Zypern zu Apollon Limassol. Die Römer siegten im zweiten Duell der Gruppe H 2:1 (1:0) gegen Limassol.

Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:0)
1:0 Ocampos (3.)
1:1 Torró (52.)
1:2 Jovic (89.)
Marseille: Pelé - Sarr, Rami (7. Luiz Gustavo), Caleta-Car, Kamara - Lopez, Strootman - Thauvin (84. Mitroglou), Payet, Ocampos (72. Radonjic) - Germain
Frankfurt: Trapp - Da Costa, Abraham, Ndicka, Willems - Hasebe, de Guzman (62. Falette) - Torró, Kostic, Gacinovic (46. Nicolai Müller) - Haller (75. Jovic)
Schiedsrichter: Matej Jug (Slowenien)
Gelb-Rot: Willems (59.)

jan



insgesamt 2 Beiträge
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hileute 20.09.2018
1. Sehr wichtiger sieg in einer schweren gruppe
herzlichen Glückwünsch
aurichter 20.09.2018
2. Glückwunsch SGE
Hüter scheint die richtige Mischung gefunden zu haben. Der Sieg hat mich überrascht, aber positiv überrascht :-) Gut für die Bundesliga, dafür beweisst der Professor in Leipzig welch grandioser Trainer und Kenner er beim Red Bull Konzern ist. Hoffenheim sollte mal bei Rose anklopfen als neuen Trainer nach Abgang Nagelmann. Der scheint sein Handwerk zu beherrschen. Selbst in Austria würde RBL in der Liga ganz alt aussehen.
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