Hamburg - In der Europa-League-Partie zwischen Lazio Rom und Tottenham ist es zu einem Eklat gekommen. Mitgereiste Anhänger des italienischen Clubs, bei dem auch Nationalstürmer Miroslav Klose unter Vertrag steht, haben die dunkelhäutigen Tottenham-Profis Jermain Defoe, Aaron Lennon und Andros Townsend rassistisch beleidigt. Laut Berichten englischer Medien waren mehrfach "Affenlaute" zu hören.
Tottenhams Trainer André Villas-Boas, der die Beleidigungen selbst nicht gehört hatte, positionierte sich dennoch klar gegen jede Form der Beleidigung. "Das Ziel von uns alles ist es, Rassismus aus dem Fußball zu verbannen", so der Coach. Mittlerweile hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) ein Ermittlungsverfahren gegen Lazio eingeleitet.
Im Stadion zu Gast war auch Uefa-Präsident Michel Platini. Laut des Twitter-Dienstes des TV-Senders BBC will die Uefa den Spielbericht abwarten und dann entscheiden, ob sie Untersuchungen einleiten wird. Villas-Boas geht davon aus, dass der Verband etwas unternimmt: "Normalerweise ist die Uefa bei solchen Angelegenheiten sehr aktiv."
Die Anhänger von Lazio Rom waren in der Vergangenheit schon öfter mit rassistischen oder fremdenfeindlichen Beleidigungen aufgefallen. Tore des Vereins werden schon mal mit "Duce, Duce"-Rufen gefeiert, mit dem sie den faschistischen Diktator Benito Mussolini hochleben lassen. Auch Hakenkreuzflaggen hissten sie schon.
bka/dpa
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