Europa League: Hannover siegt nach spektakulärer Schlussphase

Hannover 96 hat in Helsingborg in einer dramatischen Partie gewonnen, beide Teams trafen in der Nachspielzeit. Einen klaren Sieg vor dem Bundesliga-Duell gegen den FC Bayern feierte hingegen Leverkusen. Bayer und 96 führen damit ihre Gruppen in der Europa League an.

EL: Leverkusen lässig, Hannover siegt dank Last-Minute-Tor Fotos
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Hamburg - Welch eine Dramatik in Helsingborg! Hannover 96 führte im Europa-League-Spiel lange, dann glich der Gastgeber in der Nachspielzeit durch Alvaro aus. Doch Didier Ya Konan schlug wenige Sekunden später zurück und sicherte 96 einen umjubelten 2:1 (1:0)-Auswärtserfolg. Mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel führt 96 die Gruppe L an. Rang zwei belegt UD Levante (6 Punkte), das zu Hause gegen Twente Enschede (2) 3:0 gewann. Schlusslicht ist Helsingborg (1).

"Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, aber so noch einmal ins Spiel zurückzufinden, ist natürlich eine schöne Sache", sagte Abwehrspieler Christian Schulz. Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte sich bei seiner Aufstellung für eine sehr offensive Variante entschieden und in Mame Diouf, Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue gleich drei Stürmer nominiert. Der Plan ging auf.

Vor 9000 Zuschauern im Stadion Olympia brachte Diouf seine Mannschaft in der zwölften Minute in Führung. Der Senegalese war per Kopfball aus sechs Metern Entfernung nach einem Eckball von Szabolcs Huszti erfolgreich. Schon vier Minuten zuvor war der Stürmer in aussichtsreicher Position an Helsingborgs Torhüter Pär Hansson gescheitert.

In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse

In der Folgezeit erwies sich Helsingborg insbesondere bei hohen Bällen als anfällig, 96-Innenverteidiger Mario Eggimann hätte per Kopfball in der 26. Minute beinahe einen zweiten Treffer für Hannover erzielt. Huszti verzog in der 34. Minute bei einem verdeckten Schuss nur um wenige Zentimeter. Die beste Chance der Gastgeber verteitelte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler gegen einen Kopfball von Nikola Djurdjic (40.).

Nach dem Seitenwechsel wurde Abdellaoue durch Artur Sobiech ersetzt. Die Dominanz der Gäste hielt zunächst an, binnen Sekunden vergaben erst Diouf und dann Huszti beste Gelegenheiten für Hannover (51.). In der Folgezeit verlief die Begegnung ausgeglichener, ohne dass sich das Team des norwegischen Coachs Age Hareide zunächst klare Torchancen erspielen konnten. Erst in der 74. Minute musste Zieler zweimal aus kurzer Distanz klären. In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Erst schockierte Alvaro 96, nur Sekunden später avancierte Ya Konan zum umjubelten Matchwinner.

Helsingborgs IF - Hannover 96 1:2 (0:1)
0:1 Diouf (12.)
1:1 Alvaro (90.+1)
1:2 Ya Konan (90.+2)
Helsingborg: Hansson - Andersson, Atta, Larsson, Uronen - Mahlangu, Gashi - Lindström (46. Accam), Bouaouzan (66. Alvaro) - Bedoya, Djurdic
Hannover: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Christian Schulz, Rausch - Stindl, da Silva Pinto - Ya Konan, Huszti (89. Pander) - Diouf (75. Schmiedebach), Abdellaoue (46. Sobiech)
Schiedsrichter: Stephan Studer (Schweiz)
Zuschauer: 8338
Gelbe Karten: Bouaouzan, Djurdic - Stindl (2)

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Europa League
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Seit der Saison 2009/2010 heißt der Uefa Cup Europa League. Der Wettbewerb wird - wie die Champions League - zentral vermarktet, die Einnahmen verteilt die Uefa je nach Abschneiden an die Teilnehmer. Im Zuge der Umstrukturierung ist der UI-Cup weggefallen, es geht nun über drei Qualifikationsrunden in eine Playoff-Runde. In der Gruppenphase der Europa League kämpfen 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen ums Weiterkommen - jeweils mit Hin- und Rückspiel. Die Gruppenersten und -zweiten kommen weiter - ergänzt durch die Dritten aus der Champions League. Dann geht es im K.o.-System weiter - bis ins Finale.

Sieger Europa League der letzten 25 Jahre
Jahr Verein
2014 FC Sevilla
2013 FC Chelsea
2012 Atlético Madrid
2011 FC Porto
2010 Atlético Madrid
2009 Schachtar Donezk
2008 Zenit Sankt Petersburg
2007 FC Sevilla
2006 FC Sevilla
2005 ZSKA Moskau
2004 FC Valencia
2003 FC Porto
2002 Feyenoord Rotterdam
2001 FC Liverpool
2000 Galatasaray Istanbul
1999 AC Parma
1998 Inter Mailand
1997 FC Schalke 04
1996 FC Bayern München
1995 AC Parma
1994 Inter Mailand
1993 Juventus Turin
1992 Ajax Amsterdam
1991 Inter Mailand
1990 Juventus Turin
1989 SSC Neapel
bis einschl. der Saison 2008/2009 "Uefa Cup"
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