Europa League: Leverkusen vergibt Gruppensieg, Hannover spielt remis

Sie hatten nichts zu verlieren, haben aber trotzdem nichts riskiert: Bayer Leverkusen hat in der Europa League bei Metalist Charkow verloren, Hannover 96 kam gegen Twente Enschede über ein Unentschieden nicht hinaus.

Europa League: Bayer kassiert ersten Gegentreffer Fotos
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Hamburg - Bayer Leverkusens B-Elf hat es verpasst, Sieger der Europa-League-Gruppe K zu werden. Das Team unterlag Metalist Charkow 0:2 (0:0), die Ukrainer sind nun mit 13 Punkten Erster vor Bayer (10 Punkte). Den Einzug in die Zwischenrunde hatte Bayer schon vor dem Rückspiel sicher, ebenso wie Hannover 96. Das Team von Trainer Mirko Slomka spielte gegen Twente Enschede nur 0:0, steht aber weiter an der Spitze von Gruppe L.

Entspannt konnten die Leverkusener in die Partie bei Metalist Charkow starten, ging es für die bereits für die K.o.-Runde qualifizierte Elf von Teamchef Sami Hyypiä und Trainer Sascha Lewandowski in der Ukraine nur noch um den Gruppensieg. Das spielte Bayer in die Karten: Der Club musste auf zahlreiche Stammkräfte wie André Schürrle, Lars Bender oder Kapitän Simon Rolfes verzichten und reiste mit mehreren Nachwuchsspielern nach Charkow.

Das Trainerduo hatte bereits vor der Partie angekündigt, kräftig rotieren zu wollen und veränderte die Startelf vom 2:0 gegen Schalke auf acht Positionen. In der ersten Halbzeit präsentierten sich die Gäste zwar nicht gut abgestimmt, spielten aber mutig nach vorn. Mehrere gute Möglichkeiten ließen sie ungenutzt. Carlinhos (19. Minute) verpasste nach einem Doppelpass mit Renato Augusto den Führungstreffer knapp. Erst danach kam Charkow besser ins Spiel, Bayer-Keeper Bernd Leno musste gegen Cleiton Xavier (43.) retten.

Die mangelnde Chancenverwertung rächte sich nach dem Wiederanpfiff: In der 46. Minute leitete Fininho einen hohen Ball aus der eigenen Hälfte direkt auf Jonathan Cristaldo weiter, der Leno locker überwinden konnte. Es war das erste Gegentor für Leverkusen in der laufenden Europa-League-Saison.

Bayer versuchte im Anschluss, mehr Druck aufzubauen. Die Ukrainer verteidigten verbissen, ließen den Gegner kaum bis zum 16-Meter-Raum vordringen und lauerten auf Konter. Einzig Renato Augusto hatte mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß (59./66. Gefährlicher zeigte sich Torschütze Cristaldo. Nur mit Mühe konnte Leverkusens Philipp Wollscheid verhindern, dass der Argentinier für Charkow erhöhte (69./72.). Nichts mehr ausrichten konnte die Bayer-Abwehr allerdings gegen Cleiton Xaviers Hackentreffer zum 2:0-Endstand (85.).

Hannover 96 - Twente Enschede 0:0 (0:0)

Mirko Slomkas ausstehende Vertragsverlängerung hatte in der vergangenen Woche für Gesprächsstoff gesorgt, doch gegen Twente Enschede sollte wieder das sportliche Geschehen wieder im Mittelpunkt stehen. Hannover, das wie Leverkusen bereits vor der Partie als Teilnehmer der Zwischenrunde festgestanden hatte, tat sich jedoch zunächst schwer.

Ohne den gesperrten Lars Stindl und den am Knie verletzten Mame Diouf fehlte 96 vor allem in der ersten Halbzeit der Zug nach vorn. Auch von Twente, das für das Weiterkommen eigentlich dringend einen Sieg brauchte, kam reichlich wenig; die Begegnung plätscherte überwiegend im Mittelfeld vor sich hin. Einer der wenigen Höhepunkte war der Torschuss von Willem Janssen in der 14. Minute, der sein Ziel aber knapp verfehlte. In der Folgezeit verstärkte Twente seine Angriffsbemühungen zwar, agierte aber durchschaubar und harmlos.

Bereits nach einer halben Stunde waren erste Pfiffe der 35.000 Zuschauer in Hannover zu hören. Die zeigten kurzzeitig Wirkung: In der 36. Minute hätte 96 durch Jan Schlaudraff in Führung gehen können, dessen Distanzschuss war aber zu unpräzise.

Doch auch zu Beginn des zweiten Durchgangs bekamen die Stadionbesucher keine wesentlich bessere Begegnung zu sehen. Auf beiden Seiten mangelte es an Präzision und Risikobereitschaft. Nur langsam kam Hannover besser in die Partie, Adrian Nikci (66.) und Didier Ya Konan (67.) verfehlten das Tor um wenige Meter. Doch am Ende reichten die späten Bemühungen nicht aus, um noch in Führung zu gehen. Da half es auch nicht, dass Twentes Rasmus Bengtsson in der 84. Minute noch die Rote Karte sah.

Vor dem Spiel war es in Hannover zu Ausschreitungen mit Fans gekommen, bei denen 16 Autos beschädigt wurden. Rund 350 Krawallmacher zündeten Böller, warfen mit Steinen aus dem Gleisbett der Straßenbahn und mit Flaschen auf die Polizei. Sechs Beamte seien leicht verletzt worden, die Polizei nahm 26 Randalierer fest.

psk/sid

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Seit der Saison 2009/2010 heißt der Uefa Cup Europa League. Der Wettbewerb wird - wie die Champions League - zentral vermarktet, die Einnahmen verteilt die Uefa je nach Abschneiden an die Teilnehmer. Im Zuge der Umstrukturierung ist der UI-Cup weggefallen, es geht nun über drei Qualifikationsrunden in eine Playoff-Runde. In der Gruppenphase der Europa League kämpfen 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen ums Weiterkommen - jeweils mit Hin- und Rückspiel. Die Gruppenersten und -zweiten kommen weiter - ergänzt durch die Dritten aus der Champions League. Dann geht es im K.o.-System weiter - bis ins Finale.
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2010 Atlético Madrid
2009 Schachtar Donezk
2008 Zenit Sankt Petersburg
2007 FC Sevilla
2006 FC Sevilla
2005 ZSKA Moskau
2004 FC Valencia
2003 FC Porto
2002 Feyenoord Rotterdam
2001 FC Liverpool
2000 Galatasaray Istanbul
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1998 Inter Mailand
1997 FC Schalke 04
1996 FC Bayern München
1995 AC Parma
1994 Inter Mailand
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1992 Ajax Amsterdam
1991 Inter Mailand
1990 Juventus Turin
1989 SSC Neapel
bis einschl. der Saison 2008/2009 "Uefa Cup"

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