Auslosung in Monaco RB-Duell in Europa League - Leipzig trifft auf Salzburg

Interessantes Duell in der Europa League: RB Leipzig bekommt es in der Gruppenphase mit dem Segen der Uefa mit RB Salzburg zu tun. Eintracht Frankfurt erwischte schwere Lose - ganz im Gegensatz zu Leverkusen.

Ralf Rangnick
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Ralf Rangnick


In der Europa League kommt es für RB Leipzig zu einem spannenden Duell mit dem ebenfalls von Red Bull gesponserten FC Salzburg. Das ergab die Auslosung in Monaco. Die Uefa hatte Europacup-Spiele zwischen beiden Klubs im Sommer 2017 erst nach wochenlangen Beratungen grundsätzlich erlaubt, obwohl beide Vereine den gleichen Hauptgeldgeber haben. Weitere Gegner des Bundesligisten in der Gruppe B sind Celtic Glasgow und Rosenborg Trondheim.

Pokalsieger Eintracht Frankfurt erwischte mit Lazio Rom und Vorjahresfinalist Olympique Marseille zwei attraktive Gegner in der Gruppe H, dritter Kontrahent ist Apollon Limassol aus Zypern. Bayer Leverkusen bekam leichtere Kontrahenten und hat es in der Gruppe A mit Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien, AEK Larnaka aus Zypern und dem FC Zürich zu tun.

Die Gruppenphase beginnt am 20. September und endet am 13. Dezember. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, in der dann auch die acht Gruppendritten aus der Champions League hinzukommen. Das Finale steigt am 29. Mai in Baku in Aserbaidschan. Der Sieger ist direkt für die Gruppenphase der Champions League der kommenden Spielzeit startberechtigt.

Im Vorjahr hatten die deutschen Teams in der Europa League enttäuscht. Der SC Freiburg verpasste die Gruppenphase. 1899 Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln schieden in der Vorrunde aus. RB Leipzig und Borussia Dortmund stiegen als Gruppendritte der Champions League in der K.-o.-Phase ein, kamen aber nicht über das Viertel- und Achtelfinale hinaus.

Uefa hat keine Bedenken gegen Red Bull versus Red Bull

Uefa-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti hält das Europa-League-Duell zwischen den von Red Bull-Klubs aus Leipzig und Salzburg für unproblematisch. "Beide Teams sind für den Wettbewerb zugelassen worden. Alle Kriterien wurden erfüllt", sagte Marchetti nach der Auslosung.

Im Vorjahr hatte die Uefa erst nach langen Beratungen beiden Clubs ein Startrecht im gleichen Wettbewerb grundsätzlich eingeräumt. Die Regularien verbieten eine Teilnahme im gleichen Europacup, wenn zwei Clubs maßgeblich vom gleichen Geldgeber abhängen. Im Fall Leipzig und Salzburg seien durch strukturelle Veränderungen alle Kriterien erfüllt, hieß es von der Uefa.

Die Österreicher starten auch in dieser Saison international unter dem Namen FC Salzburg und modifizierten ihr Logo mit den zwei Bullen. Auch die Trikots müssen offensichtlich zu unterscheiden sein. Salzburg hatte die Champions-League-Teilnahme zum elften Mal in Serie verpasst. Leipzig qualifizierte sich über die Playoffs für die Europa League.

"Um die Wettbewerbstauglichkeit muss sich keiner Gedanken machen, es werden zwei emotionale und brisante Spiele", so Leipzigs Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. "Natürlich ist die Partie gegen Salzburg eine besondere - für mich und sicherlich auch den einen oder anderen unserer Spieler."

Salzburgs Coach Marco Rose nahm die Auslosung gelassen. "Spannend! Es sind Vereine mit Renommee. Eine Top-Stimmung ist da vorprogrammiert. Ich freue mich", sagte der Leipziger. Salzburgs Sportchef Christoph Freund sagte: "Natürlich ist es ein spezielles Duell mit RB Leipzig. Wir spielen einen ähnlichen Fußball."

bam/aha/dpa



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